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Ein Jahr im Leben eines Mispelbaumes. Vom Winter bis zur Ernte. (Video)

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Es soll wohl mal Zeiten gegeben haben, in denen Mispeln viel verbreiteter waren als heute. Aber die moderne Zuechtung hat sie wohl aus den meisten unserer Gaerten vertrieben. Apfel, Birne und diverse Neuheiten aus fernen Laendern haben sie in eine Nische verbannt. Ich jedenfalls kann mich nicht erinnern, jemals, in meinem Leben vor der Selbstversorgung :) , eine Mispel gesehen zu haben. Weder eine Frucht noch einen Mispelbaum. Eigentlich schade, denn so schlecht schmecken die Dinger gar nicht. Wenn man einmal von der Optik absieht, braeunlich weich und ziemlich unansehnlich, dann ist gegen den Anbau von Mispeln im Garten doch nichts einzuwenden.

Denn, im Vergleich zu vielen anderen Obstarten, ist die Mispel eher unanfaellig fuer Krankheiten und Schaedlinge. Jedenfalls ist das in meinem Garten so. Ich habe vor einigen Jahren einen Mispelbaum gepflanzt. Musste ich unbedingt haben, warum auch immer. Dieser waechst jetzt am Gartentor friedlich vor sich hin, ohne dass ich mich drum kuemmere.

Mispelzweig

Frueh im Jahr die ersten Blaetter. Die Gartensaison beginnt. Ein Jahr im Leben eines Mispelbaumes.

Ich musste eine Mispel haben, warum auch immer

In den ersten beiden Jahren waren es nur eine Hand voll Mispeln, die zu ernten waren. Jetzt, im vierten Jahr sieht die Sache schon anders aus. Das Baeumchen ist immer noch nicht riesig gross, aber es hat rund 5 Kilo Mispeln erbracht. Das kann sich doch schon mal sehen lassen.

Ich habe das Baeumchen vom letzten Winter an mit der Kamera immer wieder begleite. In meinem heutigen Film erleben Sie ein Jahr im Leben eines Mispelbaumes in etwas mehr als 10 Minuten. Von den ersten zaghaften Austrieben ueber die Bluete, den warmen Sommer bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem nur noch die Fruechte, aber kein einziges Blatt mehr am Baum haengt.

Mispelbluete

Jede Menge Blueten. Alle weiss. Nur eine einzige hatte eine rosa Faerbung.

Eine Mispel ist kein Robert Redford

Klar, so ein Mispelbaum wird kein Kassenschlager werden. Der macht sich vor der Kamera nicht so gut wie Robert Redford. Aber gerade das ist es ja vielleicht, was meinen heutigen Film ausmacht. Es ist die Ruhe, die er ausstrahlt, die Veraenderungen uebers Jahr hinweg bis hin zur Verkostung.

Verkostet habe ich sie naemlich auch. Und ich muss sagen, so schlecht schmecken die Dinger gar nicht. Kann man schlecht in Worte fassen, wonach sie schmecken. Eben einfach nach Mispel. Wenn Sie mal die Moeglichkeit haben, eine zu bekommen, dann schlagen Sie zu.

Mispel

Aus der Bluete ist eine Mispel geworden. Haben Sie schon mal eine gegessen? Sollten Sie tun, wenn Sie die Gelegenheit haben.

Was jetzt tun mit 5 Kilo Mispeln?

Anbau ist natuerlich nur die eine Seite der Medaille. Anbauen kann man naemlich viel, ob man es spaeter aber auch nutzen kann, ist eine andere Frage. Mispelschnaps und Mispelkonfituere habe ich ja schon mal was von gehoert. Aber das kann doch nicht alles sein. Die muessen doch auch frueher etwas aus den Mispeln gemacht haben. Konfitueren koennen es im Mittelalter doch nicht gewesen sein. Es gab ja noch keine Zuckerrueben.

Mispelbaum im Herbst

Eine tolle Herbstfaerbung. Bald wird geerntet.

Was wuerden Sie draus machen?

Jetzt meine Frage an Sie: Kennen Sie alternative Verwendungsmoeglichkeiten fuer Mispeln? Kramen Sie mal im Gedaechtnis nach. Vielleicht erinnern Sie sich ja noch ganz entfernt an Ihre Grossmutter, die noch Mispeln zubereiten konnte. Schreiben Sie mir Ihr bestes Mispelrezept. E mailadresse im Impressum ganz unten auf dieser Seite. Vielleicht finden sich ja noch ganz unerwartete Moeglichkeiten. Ich sammele alle Rezepte und werde sie dann auf diesem Blog veroeffentlichen.

Mispelernte

Kein Blatt mehr am Baum, aber lauter Fruechte. Sieht drollig aus.

Manchmal ist es besser zu fragen, als sich stundenlang durch das Internet zu wuehlen, auf der Suche nach Rezepten und zubereitungsmoeglichkeiten. Ich habe meine Mispelernte naemlich erst einmal in die Tiefkuehltruhe gesteckt. Denn nicht alle Freuchte waren reif. Reif sind sie naemlich erst dann, wenn sie weich sind. Das ist erst nach dem ersten wirklichen Frost so. In den vergangenen Jahren war die Wetterlage, sagen wir mal mispelfreundlich. Alle Fruechte waren schlagartig reif. Da kam der erste Frost naemlich ploetzlich und man konnte ihn auch “Frost” nennen. In diesem Jahr nicht. Wir hatten zwar einige Naechte mit Raureif auf den Daechern, aber von einem Wirklichen Frost kann man nicht sprechen.

Wie schmeckt eine Mispel

Wie schmeckt eine Mispel denn nun? Kann man schlecht beschreiben. Sie schmeckt eben wie Mispel. :) Nur, aussehen tun sie nicht sonderlich lecker.

Die Folge davon. Einige Fruechte waren schon abgefallen und reif, andere hingen noch hart am Baum. Wenn es nun mal nicht friert, dann muss die Tiefkuehltruhe den Winter uebernehmen.

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Veröffentlicht unter Ernte, Obstanbau, Ungeklaerte Fragen, Versuche Getagged mit: , , , ,
9 comments on “Ein Jahr im Leben eines Mispelbaumes. Vom Winter bis zur Ernte. (Video)
  1. Jonas sagt:

    Hallo hier ein kleiner Zubereitungsart du kannst die Mispeln mit Mandeln Honig Zimt und Rosinen Füllen das schmeckt klasse und passt zur Weihnachtszeit .

    Mfg Jonas

    PS. Mach weiter mit deinen tolle Videos und dem blog

  2. Marita Dreger sagt:

    Hello/Guten Tag … as to your request for ideas in making use of your ripe medlars, here are some less conventional recipes: 1) use it as a base for a savoury curry; 2) prepare a puree, and use it in conjunction with cooked and pureed culinary pumpkin flesh, to make a Classic North American pumpkin pie; use it as a filling for Kartofelkloesse; add a small amount to Lebkuchen, to make it even more moist and complex in flavour; use them as an ingredient in a sweet-and-sour glaze or gravy to serve with North American-style honey ham; and spread them on a sheet and dry them in the oven which creates a fruit-leather.

  3. Thomas Lüdtke sagt:

    Danke für diese wunderbare Webseite, immer wieder kann man sich etwas “abgucken”.

    Ich mache aus Mispeln einfach Saft (mit dem Dampfentsafter), dazu 1/3 selbstgesammelte Äpfel, Birnen und das gute ist: Dieser relativ dicke Saft benötigt KEINEN ZUCKER !

    Habe 5 min von meiner Wohnung einen noch bestehenden Klostergarten, allerdings gibt es hier keine Mönche mehr.

    Der Mispelbaum ist sicher schon 20 Jahre alt und hatte dieses Jahr endlich mal ordentlich Früchte.

    Nachdem sie fast alle heruntergefallen waren, habe ich ca. 10 Kg gesammelt, ein gutes Drittel für andere Menschen und die Tiere jedoch liegengelassen.

    Von der ersten Sofortentsaftung habe ich ca. 3 Liter Saft bezogen, die andere Hälfte der noch festen Früchte habe ich 14 Tage bis zur “Mauke” liegenlassen und bin ich heute dabei, den Dampfentsafter seine Arbeit tun zu lassen.

    Bin mal gespannt, was die reifen Früchte so an Ausbeute bringen.

    Für den Saft verwende ich übrigens Bierflaschen mit Bügelverschluß, er kommt so heiß, wie er aus dem Dampfentsafter herausfließt, in diese sehr praktischen Flaschen: Sie sind fest, hitzebeständig und dunkel, ideal zum Einmachen.

    Dieser Klostergarten wird von unserem Landratsamt so recht und schlecht in Schuss gehalten, nennt sich “Kreislehrgarten”.

    Ich hole mir (was kaum ein anderer macht) das ganze Jahr Früchte und Kräuter und besuche den Garten regelmäßig.

    Angefangen im Frühjahr mit zarten Wildkräutern wie Feldsalat (Februar), Löwenzahn usw., über Walderdbeeren, Erdbeeren, Stachel-,Johannis-, Jockel- und Himbeeren, Weintrauben (ca. 10 verschiedene Sorten), massenhaft Äpfel (mein Lieblingsapfel “Jakob Fischer”, ein sehr zeitiger Apfel, ähnlich dem August- oder Weizenapfel, jedoch farbiger und köstlicher) und Birnen, Nüsse, Pfirsiche, Kornelkirschen, Quitten und unzählige Blumen, Kräuter im Herbst. So sammle ich das ganze Jahr über, esse weitestgehend frisch und unverarbeitet, trockne Kräuter als Tee.

    Mein Kräuterfavorit ist die Schafgarbe: Getrocknet mit Doppelkorn aufgegossen, ist sie ein guter Magenbitter und zugleich eine Art Franzbrandwein zur äußerlichen Anwendung bei Gelenk/Muskelschmerzen.

    Leider habe ich durch Scheidung auch einen herrlichen Wildgarten verloren, den ich über 5 Sommer begleiten und bewirtschaften durfte.

    Ein Trost, daß ich noch im gleichen Ort wohnend, diesen Klostergarten in meiner Nachbarschaft besuchen darf !!

    Herzlichst

    Thomas Lüdtke

  4. Manuela sagt:

    Sehr gut , schade das es im Winter nicht so viele Pflanzen wachsen . Ich würde schon lieber in Thailand wohnen und dort Pflanzen anpflanzen.

  5. Ettigirb sagt:

    Das kommt nun reichlich spät, aber im nun neuen Jahr gibt es schließlich auch wieder Mispeln zu ernten.

    Auch ich habe Mispeln im Garten, weil ich Mispeln im Garten haben wollte.
    Über die wenigen Früchte habe ich mich im ersten Jahr gefreut und die Amseln waren mit dem Ernten schneller als ich.
    Erst später, als die Mispeln immer mehr wurden habe ich gefragt was man aus den Früchten essbares herstellen kann.
    Schnaps war die häufigste Antwort, also habe ich Marmelade und Kompott daraus gemacht, weil ich Schnaps nicht mag und mir sonst nichts einfiel.
    Der Hit war das nicht.
    Wenn der Baum schon kein Robert Redford ist, ist das Kompott schon gar nicht Sophia Loren.

    Aber ich liebe die Mispel. Sie blüht wunderschön im Frühling (also doch Robert Redford, der junge) und ich finde sie sieht je älter sie wird immer schöner aus (mehr wie Judi Dench.)
    Die Amseln lieben die Mispel auch noch immer, im späten Herbst.

    Das einzige was ich irgendwann noch mit den Früchten ausprobieren werde ist Mispelwein nach einem Rezept für Quittenwein.
    Die beiden Früchte sind sich recht ähnlich finde ich, sie machen erst mal nicht viel her und beide stammen aus der Familie der Rosengewächse.
    Vielleicht könnte man die beiden sogar für Marmelade und den Wein mischen.

    Das Rezept für den Quittenwein der sehr lecker war stammt von hier:
    http://www.fruchtweinkeller.de/Wine/rezepte.html

    Dazu braucht man zum Beispiel 11kg Quitten und 5 Ltr. Birnensaft. Das ganze ist eine Saft und keine Maischegärung.

    Ansonsten gibt es noch ein paar Chutney, Dessert und Likörrezepte für Mispeln hier zu finden:
    http://www.chefkoch.de/rs/s0/mispel*/Rezepte.html

    Und ich meine in Syrien oder im Kosovo werden die Früchte oder das Fruchtfleisch getrocknet um daraus Mehl herzustellen.

  6. ly sagt:

    Hallo ich habe mir mal ein Paar Gedanken gemacht und auf die Idee gekommen das man Fruchtleder aus denn Mispeln machen kann

  7. Oli sagt:

    Vor dem gleichen Problem stand ich diese Saison auch. Mispeln vorhanden, aber keine probaten Rezepte. Zumindest nicht für unsere deutsche Mispel, die Leute, die die orientalischen Mispeln aus dem Supermarkt kaufen, finden da schon eher was. Verrückte Welt. Wie auch immer, in einem älteren Kochbuch mit sehr feinen Rezepten zur Konservierung habe ich immerhin 1 Rezept gefunden. Wenn ich ein wenig Zeit finde (die ja im Selbstversorgerhaushalt meist Mangelware ist), beame ich das mal rüber.
    LG Oli

  8. Mispeln sind so ungewöhnlich!

  9. Jasper sagt:

    Super interessant zu sehen, wie es so einer Pflanze im Laufe der Zeit so ergeht!

    Jasper

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