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Von Lauchmotten, von Lauchminierfliegen und von nicht vorhandener Abschreckung durch Selleriegeruch.

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Eigentlich haette ich es besser wissen muessen. Es ist noch nie gutgegangen. Warum sollte es also in diesem Jahr klappen? Porree ohne Abdeckung mit einem Gemueseschutznetz macht keinen Sinn. Und schon gar nicht im Fruehjahr. Da hatte ich naemlich eine Schale Porree zusammen mit einer Schale Sellerie geschenkt bekommen. Gut, letztere mag niemand bei uns, ich habe mir aber gedacht, ich setze die einfach nebeneinander. Vielleicht haelt der Geruch des Selleries ja doch die Fressfeeinde vom Lauch fern (da war er wieder, der kleine Forscher in mir). Denn mit denen habe ich schon einige Male zu tun gehabt und immer den Kuerzeren gezogen. Ob es sich bei diesen netten kleinen Kumpanen um Lauchminierfliegen oder Lauchmotten handelt, bin ich mir nicht sicher. Die Google Bildersuche gibt mir keine schluessige Antwort. Ist aber letztendlich auch egal, wer dafuer verantwortlich ist. Fest steht, ohne Gemueseschutznetz macht der Anbau von Porree keinen Sinn.

lauchminierfliegeOhne Netz ist der Anbau von Porree witzlos. Oder schafft das jemand?

Besonders clever war der Standort nicht gewaehlt. Direkt daneben steht Topinambur, die sich zu so riesigen Pflanzen gemausert haben, dass fuer den Lauch und den Sellerie kaum ein Naehrstoffmolekuel, kaum ein Sonnenstrahl und kaum ein Tropfen Wasser uebrig blieb. Dementsprechend mickrig sehen sie auch aus. Selbst die dicksten Porreestangen erreichen gerade mal Zeigefingerstaerke. Die Sellerieknollen dazwischen haben es auf etwas mehr als Walnussgroesse gebracht. Wenn die noch von der Erde befreit und geschaelt sind, dann bleibt ein Stueckchen uebrig, dass einem gehaeuften Teeloeffel gleichkommt.

Aber Pustekuchen. Die Fressfeinde haben sich nicht im geringsten darum gekuemmert. Die ersten duennen Staengelchen, die ich vor einigen Wochen noch geerntet habe, waren madenfrei. Oder besser gesagt, ich habe keine gesehen. Dass muss ja nicht heissen, dass sie nicht schon drin gewesen waeren. Waren vielleicht einfach noch zu klein, um mit dem blossen Auge gesehen zu werden. Die letzten, die ich geerntet habe waren unbrauchbar. Keine einzige ohne diese netten Tierchen drin, die sich schoen von oben durch die Blaetter nach unten in die Porreestange fressen und sich dann dort verpuppen.

Mir ist vollkommen unklar, wie ich es schaffen soll, eine Porreestange ohne fleischlichen Inhalt zu ernten, wenn ich kein Netz auflege. Vor einigen Tagen noch bin ich auf einer Fahrradtour an einem Garten vorbeigekommen, in dem mehrere Reihen wirklich dicker Porreepflanzen standen. Ohne Netz, ohne Sellerie und was weiss ich noch alles. Die Leute dort machen das nicht zum ersten Mal, da bin ich mir sicher. Wie aber schaffen die es, Porreestangen ohne Schutz in geniessbarem Zustand zu ernten? Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.

dicke-porreestangenEs geht auch anders, wie man sieht. Gemueseschutznetze sind ein wahrer Segen fuer den Hobbygaertner.

Dass es geht, habe ich schon einmal unter Beweis gestellt. Vor einigen Jahren konnte ich Porreestangen so dick wie Koelschglaeser ernten. Ohne Maden, ohne sonstige Fressfeinde, einfach nur leckeren Porree. Da habe ich mich nicht beirren lassen und vom ersten Tag an konsequent ein Netz uebergelegt. Das hat geholfen.

Und genau so werde ich es auch in Zukunft wieder machen. Ich bin ja mal gespannt, wie sich der Winterporree schlaegt. Bisher habe ich die Jungpflanzen immer zugekauft. In diesem Jahr aber habe ich eine Packung Porreesamen im Fruehjahr im Folientunnel ausgesaet und diese dann vor einigen Wochen auf eine freigewordene Ecke im Garten verpflanzt. Auch wieder ohne Netz. Hab mir einfach gedacht, so spaet im Jahr schwirren keine Motten und keine Fliegen mehr umher. Aber ich befuerchte, ich habe mich da wohl gewaltig geirrt.

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Veröffentlicht unter Dies und Das, Ernte, Gemüseanbau, Gewächshaus, Schaedlinge, Ungeklaerte Fragen, Versuche Getagged mit: , ,
6 comments on “Von Lauchmotten, von Lauchminierfliegen und von nicht vorhandener Abschreckung durch Selleriegeruch.
  1. Anna sagt:

    Das mit dem Lauch und den Karotten ist wohl regional unterschiedlich. Die sind bei mir dieses Jahr ohne Schutznetz echt toll geworden ganz ohne irgendwelchen Befall, riesengroße Dinger. Leider hatte ich dafür kein Glück mit Mais (http://de.wikipedia.org/wiki/Westlicher_Maiswurzelbohrer) und meine Kürbisgewächse (Hokkaidokürbis, Melonen, Gurken) waren auch recht kümmerlich.

    • admin sagt:

      Hallo Anna

      So iost das eben. Mal hat man Glueck, mal nicht. Haengt auch von der Region ab. Maiswurzelbohrer habe ich hier noch keinen gesehen. Zum Glueck fuer mich.

      Gruss RR

  2. Anja sagt:

    Ich habe meine befallenen Lauchstangen vor ein paar Wochen kurz über dem Boden abgeschnitten. Der Lauch ist inzwischen wieder gut gewachsen und steht ca. 30 cm hoch. Ob er jetzt madenfrei ist kann ich noch nicht sagen. Ich warte mit der Ernte bis er eine anständige Dicke erreicht hat. Im nächsten Jahr will ich die Kombi mit Möhren testen, die wurden mir in diesem Jahr von der Möhrenfliege weggefressen…
    Grüße aus dem kleinen horrorgarten

    • admin sagt:

      Hallo Anja

      Lauch und Moehren sind, meiner Erfahrung nach, ohne Netz nicht zu machen. Ich wuensche dir zwar viel Glueck, habe aber wenig Hoffnung. Die Tipps zur Schaedlingsabwehr durch Mischkultur, die so im Umlauf sind, moegen zwar alle gut und lustig sein. So wirklich hat noch keine bei mir funktioniert. Ich sehe das recht praktisch. Wenn es gehen wuerde, dann haette der Biohof nicht weit von hier sein Gemuese auch in Mischkultur ohne Netz. Da liegen aber hunderte von Quadratmetern Gemueseschutznetz auf den Kulturen. Und die muessten es doch eigentlich wissen.

      Gruss RR

  3. Uwe sagt:

    Natalie Faßmann meint in ihrem Buch *Auf gute Nachbarschaft*: in der Mischkultur Porree – Schwarzwurzeln sorgen letztere dafür, dass der Befall mit der Lauchmotte geringer ausfällt. Ich werde das eventuell nächstes Jahr mal ausprobieren.

    Dieses Jahr hab ich die gleichen braunen Viecher im Lauch. Wenn ich ihn weit genug schäle und gut wasche, werde ich ihn trotzdem verspeisen. Und wenn sich das ein oder andere Viech noch drin versteckt? Ist ja am Ende auch nur Eiweiß. :-/

    Am Ende hilft aber wahrscheinlich doch nur ein Gemüseschutznetz, um leckere und saubere Lauchstangen zu ernten.

    • admin sagt:

      Hallo Uwe

      So sehe ich das auch. (Nicht das mit dem Eiweiss, das wuerde mich schon stoeren) Die Biobauern benutzen auchz Netze. Ich gehe mal davon aus, die einzige wirklich sichere Sache sind eben solche.

      Gruss RR

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