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Fruehjahrsdurchsicht bei den Honigbienen. Nachfuettern, Ja oder Nein? (Video)

Ich kann kaum beschreiben, wie sehr es mich freut. Ich koennte Luftspruenge machen. Alle 5 Bienenvoelker leben noch. Wenn die Sonne scheint, herrscht ein Betrieb, eine wahre Freude. Ende Februar, Anfang Maerz ist damit auch die Zeit, zu der man zum ersten mal im neune Jahr einen Blick in die Bienenvolker werfen sollte. Das habe ich gemacht und war erstaunt, wie gut, fuer meine Vorstellungen, die Bienen den Winter ueberstanden haben.

Nachsehen sollte man deshalb, weil es durchaus sein kann, das ein Volk im Fruehjar verhungert. Es kann dann passieren, wenn zu wenig aufgefuettert wurde, oder aber die Temperaturen zu hoch waren und ein Volk schon sehr frueh mit der Bruttaetigkeit begonnen hat. In den Wintermonaten verbraucht ein Bienenvolk nicht viel Vorrat, beginnen sie aber im Fruehjahr mit der Aufzucht von Nachkommen, dann steigt der Futterverbrauch rapide an. Hinkt die Natur dann hinterher und sie finden zu wenig bei ihren Sammelfluegen, verhungern sie.

Ich bin ja nun wirklich kein Fachmann und alles, was sich nicht genau messen laesst, faellt mir schwer zu beurteilen, mangels Erfahrung. Wie soll ich richtig abschaetzen koennen, ob ein Volk noch genuegend Futtervorrat hat oder nicht? Ja ich weiss, da gibt es Berechnungsmethoden. Wabe ziehen, gedanklich in einzelne Segmente aufteilen und dann errechnen, wie viel Futter noch vorhanden ist. Wie auch immer, mir ist das nicht ersichtlich. Ich weiss, ich bin ein hoffnungsloser Fall. 🙂

Da mir ja im letzten Jahr ein Volk eingegangen ist, vermutlich verhungert weil ich keinerlei Vorraete mehr vorgefunden habe, gehe ich da doch lieber auf Nummer sicher. Nichts wuerde mich haerter treffen, als jetzt noch ein Volk zu verlieren. Bei zweien mache ich mir keine grossen Sorgen. Mir schien noch ausreichend Futter vorhanden zu sein. Das sind die beiden Voelker, mit denen ich einige Probleme hatte. Ein Schwarm von Anfang August 2012 und ein weiteres Volk, bei dem ich einige Wochen keine Brut finden konnte. Diese beiden schienen mir noch ausreichend versorgt zu sein.

Ganz anders der Ableger vom Verein. Da war nicht mehr viel an Futter zu finden und auch die Gewichtskontrolle der Zarge ergab meiner Meinung nach zu wenig Futter. Das Gleiche gilt fuer das Volk, welches auf zwei Zargen ueberwintert hat. Ich bin, wie gesagt, ein gebranntes Kind. Noch mal moechte ich ungerne ein Volk durch verhungern verlieren.

Beide Voelker haben die Menge Futter bekommen, die mir gesagt wurde. Einen Kanister Futtersyrup. Trotzdem habe ich bei beiden eine Leerzarge aufgesetzt und, wie bei der Auffuetterung im Herbst, Futtersyrup verabreicht. 2 bis 3 Kilo duerften das pro Volk gewesen sein. Ich hoffe mal, ich habe dir richtige Entscheidung getroffen.

Vielleicht bin ich aber auch nur uebervorsichtig. Ich habe mich mit meinem Vereinsvorsitzenden unterhalten und der meinte, ihm waere es in den vielen Jahren der Bienenhaltung erst ein mal vorgekommen, dass er ein Volk im Fruehjahr hat nachfuettern muessen. Das auch nur deshalb, weil irgendwelche Deppen Sylvester einen Knaller ins Volk geworfen haetten. Die Bienen wuerden hier in unseren Breiten ansonsten auch im Fruehjahr schon genug finden.

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10 Antworten

  1. Jetzt nehmen die Bienen wahrscheinlich fküssig nachgefütterten Sirup nicht auf, weil es doch zu kühl ist. Ich würde eher den offensichtlich (zu) gut versorgten Völkern je eine volle Futterwabe entnehmen und gegen leere Waben der nicht so gut versorgen Völker tauschen. Volle Waben an den Rand des Bienensitzes, leere Waben aussen in die Zarge hängen

  2. Hallo Ralf,
    Mäusegitter kann (muss) jetzt runter. Daran streifen sie sich jetzt den Pollen ab.
    War in jedem Volk verdeckelte Brut?

    Bezüglich nachfüttern wäre ich jetzt vorsichtig –> Räubereigefahr!
    Lieber überschüssige Futterwaben von anderen Völkern entnehmen und den hungernden Völkern zuhängen.

    Pro Volk solltest du jetzt 4 volle! Futterwaben haben. Merk dir einfach wo das Futter ist und wenn sie die erste Tracht heimfliegen, dann entnimm die restilichen Futterwaben.
    Weiterhin viel Glück.

    LG

    Simon

      1. Moin,
        aber höchstens mal im Hintergrund oder ich bin blind?
        Muss man da nicht mal hinten reinschauen und/oder anheben ob die genug Futter haben?
        Oder gehst wegen letztem Jahr davon aus das das Volk in der Bienenkiste es schon schaffen wird?

        Gruß

  3. Hallo,

    zu der Frage mit dem Winterfutter:
    Das nimmt man im selben Arbeitsgriff heraus, in dem man den Honigraum aufsetzt, bei mir ist das bei der Kirschblüte, bei dir kann das auch eher sein, in manchen günstigen Regionen wird schon die Weide genutzt. Wenn Bombenwetter angesagt ist können sie sich selbst versorgen, wenns durchwachsen werden soll lässt man 1 Futterwabe im Volk. Die entnommenen Waben lagerst du insektendicht bis zum Mai und machst dann damit Ableger: 1 oder 2 Brutwaben, 1 Mittelwand, 1 Futterwabe, fertig.
    Das Mäusegitter kannst du jetzt schon wieder entfernen! Da kein Schnee mehr liegt neigen die Mäuse dazu, weniger aggressive Futterquellen zu suchen. Außerdem hast du sehr schön festgehalten, wie die Bienen mit Pollenhöschen kaum durch das Gitter passen, sie streifen den so wichtigen Pollen ab, das ist schade drum.
    Ansonsten sieht das sehr gut aus bei dir.

    Ich empfehle dir noch folgende Maßnahmen für deinen Schwächling:
    http://www.bzv-asbach.de/imkerei/archiv/monatsbetrachtung-maerz/
    Das klingt eventuell erst mal verrückt aber funktioniert wirklich hervorragend.

    Beste Grüße und viel Erfolg!
    Tom

  4. Freut mich, dass die Bienen so gut über den Winter gekommen sind. Ich bin schon sehr gespannt, wie es dieses Jahr weiter geht mit den kleinen Summsis, schließlich leide, freue und bange ich seit Anbeginn mit 🙂

    Grüße aus dem schönen Bayern

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