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Brot selbst backen, oder der erste Schritt zum Baeckermeister.

Ich weiss, es wird Leser geben, die sich ueber diesen Artikel koestlich amuesieren werden. Ich weiss, einige Leser werden in schallendes Gelaechter ausbrechen. Damit kann ich leben.

Unser Ziel ist es, nach unserem Umzug aufs Land unser Leben ein wenig gesuender, ein wenig ruhiger und ein wenig umweltbewusster zu gestalten. Wie wollen keine „Oekoeremiten“ werden. Meine Frau hat dieses Wort einmal gepraegt. Wir wollen einfach nur ein wenig in die Richtung gehen, von der so viele reden, aber in die bei weitem nicht alle gehen. Das beinhaltet jedenfalls eine ganze Reihe von Aenderungen in unserer Lebensweise. Angefangen von „mehr Fahrradfahren“, „weniger konsumieren“, ueber „weniger Fernsehen“ bis hin zu „mehr selbst herstellen“. Nicht nur fuer uns, vor allen Dingen fuer die Kinder. Diese Liste koennen wir natuerlich noch beliebig fortsetzten. Das ist allerdings ein anderes Thema.

So habe ich mich vor einigen Tagen einmal dem Thema „Brot backen“ zugewandt. (Ich hoere Sie schon lachen.) In unserem Artikel „ein-guter-start-ins-neue-jahr-ist-wichtig“ haben wir unter anderem darueber berichtet, dass wir in den vergangenen 10 Jahren unser Brot und unsere Broetchen nie haben bezahlen muessen.

Da liegt es doch nahe, jetzt wo wir fuer jedes Brot bares Geld auf die Theke legen muessen, uns gleich einmal mit der Materie „Brot selbst backen“ auseinanderzusetzen. Ich muss zugeben, das letzte Brot das ich gebacken habe, liegt mehr als 25 Jahre zurueck.

Ich kann mich daran erinnern, damals in der ganz „wilden“ Zeit, als ich mit dem Motorrad nach Salzburg zum Elefantentreffen gefahren bin, vorher selbst Brot gebacken zu haben. Dicke fette Laibe Brot mit ordentlich Schinken drin. Wenn man so mit dem Motorrad durch den Winter faehrt, im Schnee zeltet, da braucht man schon eine Menge Kalorien. Nur habe ich dabei nicht beruecksichtigt, dass die Brote im Motorradkoffer einfrieren. Als wir in Salzburg ankamen, hatte ich zwei grosse leckere Brote im Koffer, die steinhart gefroren waren und die wir auch mit keinen Mitteln, die uns zur Verfuegung standen, haetten geniessbar machen koennen.

zwiebeln-roestenZwiebeln in der Pfanne roesten.

Soll nur verdeutlichen, wie wenig Erfahrung ich mit „Brot backen“ habe. Wenn ich denn einmal etwas gebacken habe, dann war es eine Fertigmischung Marmorkuchen. Und davon auch nicht viele.

Die Zutaten, die ich in der Kueche vorfand, waren nicht gerade ueppig. Ein paar Tueten Weizenmehl Typ 405, eine Tuete Koerner um Salat zu garnieren und Zwiebeln. Ein Stueck Hefe hatte ich mir schon vorher besorgt. Daraus sollte sich doch etwas machen lassen, was wie Brot aussieht. Jetzt gibt es im Internet Dutzende von Seiten, die sich mit diesem Thema befassen. Zum Beispiel „Onkel Heinz“, „Brot selber backen“ und viele viele mehr. Brotrezepte gibt es wie Sand am Meer. Ich wollte mich nun wirklich am Anfang meiner „Baeckerkarriere“ nicht an die „ganz harten Sachen“ geben. Mir sollte schon ein Brot mit besagten Zutaten reichen. Ein Rezept fuer ein „Simples Weizenmehl-Brot“ war schnell gefunden. Ich habe das von „Frag Mutti“ genommen und mich kurzerhand ans Werk gemacht.

brot-backen-erster-versuchMit dem Ergebnis war ich zufrieden. Jetzt noch backen.

Aus Ermangelung an Roestzwiebeln habe ich drei Zwiebeln in der Pfanne mit ein wenig Butter und Sonnenblumenoel angebraten, bis sie ein wenig braun waren. Danach den Teig nach Anweisung angesetzt und mit dem Mixer ordentlich bearbeitet. Ganz schoen harte Arbeit. Einen Teil des Teiges habe ich mit besagten Salatkoernern bestreut. In die andere die abgekuehlten Zwiebeln eingearbeitet. Die beiden Teigklumpen in die gefetteten Formen gesteckt und das ganze dann nach Gutduenken im Backofen gebacken. So um die 40 Minuten hat das gedauert.

erstes-eigenes-brotDas leckerste Brot seit langem.

Und ich muss sagen, ein so leckeres Brot habe ich lange nicht mehr gegessen. Selbst das Zwiebelbrot, von dem ich normalerweise kaum ein Stueck zu mir nehmen wuerde, hat phantastisch geschmeckt. Die Kinder haben das Brot nur so in sich hineingestopft.

Da hat es keinen Unterschied gemacht, dass ich die Kerne nicht tief genug in den Teig eingedrueckt habe und alle lose vom Brot fielen. Es hat auch keinen Unterschied gemacht, dass ich im Teig das Salz vergessen habe. Das war mit Abstand das leckerste Brot, das wir seit langem gegessen haben. Rein subjektiv gesehen wenigstens.

Und jetzt nicht lachen, jeder faengt klein an.

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8 Antworten

  1. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Zum Glück ist zum Brotbacken nicht unbedingt eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer nötig.

    Tolle Aktion und klasse Posting!

    Mein Favorit ist Hanfsaatenbrot.

  2. Vorsicht mit selber Brot backen: man wird ganz einfang süchtig! Und dann mag man nur noch eigenes Brot…

    Zwiebelbrot ist eine gute Idee, wird ich ach bald mal machen. Und hoffentlich schmeckt es uns dann auch so gut 🙂

    1. Hallo Jandra

      Dann werde ich mich in Acht nehmen nicht abhaengig zu werden. Da gibt es naemlich noch einiges andere was wir gerne ausprobieren wuerden und fuer das wir noch die Zeit brauchen.

      Gruss RR

  3. Na, das Erstlingswerk sieht doch klasse aus!
    Das spornt doch regelrecht zu weiteren Versuchen an.

    Und nein – ich lache nicht!!!
    Als ich vor Jahren angefangen habe unser Brot selbst zu backen, war ich zum Teil mit Mißerfolgen und Rückschlägen gesegnet.
    Heute kann ich nur sagen: Ganz ehrlich, so schwer ist das nicht!

    Brotrezepte (ausschließlich für Vollkornbrot, dann ist es richtig urgesund) findet Ihr auch bei http://www.wilkesmann.de.

    Gut Back!

    1. Hallo Ines

      Dann brauchen wir uns nicht zu schaemen wenn mal was daneben geht 🙂 Uebrigens, vielen Dank fuer den Link. Wirklich jede Menge Brotrezepte ueber die wir uns einmal hermachen werden.

      Gruss RR

  4. ich finds nett wie so deine neue Erfahrung mit Brot backen machst. Früher als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe fand ich Teig kneten auch immer ganz doof. Aber jetzt mach ichs ganz gerne und habe so auch raus gefunden wie man den Teig kneten kann ohne nacher kganz klebrige Finger zu bekommen. Zuerst nehme ich zumindest keinen Mixer sondern knete lieber mit den Händen und dann mach ichs so das ich den Teig so lange mit ner Gabel vermenge bis sich alles gut vermischt hat, also das Mehl mit der Flüssigkeit. Erst dann knete ich mit den Händen durch.

    Aber ich freu mich von den Erfahrungen und Lernprozessen zu lesen die jemand macht der so von der Stadt auf s Land zieht. ging mir ganz ähnlich. hab vorher auch in nem guten Haushalt gelebt mit allem drum und dran und dann hab ich einfach mal so ein Jahr in nem kleinen VW-Bus auf ner Wiese ohne Strom und Wasser gelebt. Da musste ich mich auch erst mal umgewöhnen.

    Viel Spass weiter beim schreiben.

    1. Hallo muetze, schoen von dir zu hoeren

      So ein Teig ist schon gewoehnungsbeduerftig. Hast schon recht, wenn alles gut vermengt ist, kein grosses Problem. Aber der Anfang sieht nicht lecker aus. Ich werde deinen Tip mal ausprobieren.

      Ja, hier auf dem Land kommen noch so einige Dinge auf uns zu. Nicht das wir das alles nicht kennen wuerden. Meine Eltern stammen ja aus der Gegend. Ist eben nur ewig lange her. Von diesem ganzen Landleben haben wir eben immer nur gehoert, waren aber nie drin. Jetzt muessen wir sehen wir wir damit fertig werden.

      Gruss RR

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