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Futterrueben anbauen, oder so deppert kann doch eigentlich niemand sein, oder doch? (Video)

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Rueben auf den Feldern sind nun wirklich in unserer Gegend nichts Ungewoehnliches. Zuckerrueben vor allem, aber ab und an auch mal ein Feld mit Futterrueben. Wer weiss, wie viele Hektar damit in jedem Jahr bestellt werden. Und auf all diesen Feldern wachsen schon Rueben, schoen in Reih und Glied, zuverlaessig aufgegangen und teilweise schon fast handhoch. Man sollte annehmen, Rueben gehoerten demnach nicht gerade zur Koenigsdisziplin in der Landwirtschaft. Und was die Landwirtschaft schafft, warum sollte das nicht auch im Selbstversorgergarten klappen? Es sollte kein unloesbares Problem sein. Glaubte ich jedenfalls.

Da wir ja fuer unsere Kaninchen so einiges an Futter benoetigen, habe ich schon am 22.04.2012 Futterrueben ausgesaet. Wie immer viel zu dicht, in der Annahme, es wuerden bei mir so oder so nur ein Bruchteil der Samen keimen. Ich habe mich genau an die Anleitung auf der Kiepenkerl-Packung gehalten. Rund vier Zentimeter tief und auszusaeen im April. Finger in die Erde, Samen rein und von oben mit lockerer Erde wieder verschlossen. Die Samen sind gross, nicht so ein Gefummel wie mit Moehren, da kann doch nichts schief gehen.

Ich habe gewartet und gewartet, das Unkraut ist gewachsen und gewachsen, aber so sehr ich mich auch angestrengt habe, ich konnte keine Futterrueben sehen. Die muessten mit ihren laenglichen Keimblaettern eigentlich gut zu erkennen gewesen sein. Jetzt, nach mehr als drei Wochen habe ich die Hoffnung aufgegeben. Das Stueckchen Garten, auf dem sie haetten wachsen sollen, war schon fast vom Unkraut vollkommen ueberwuchert, vor allem Vogelmiere, aber so sehr ich auch gesucht habe, mehr als eine Hand voll Futterruebenpflaenzchen konnte ich nicht finden. Schluss aus Ende.

futterruebeNehmen Sie sich kein Beispiel an mir. Ich bin selbst zu bloede, um Futterrueben auszusaeen.

Zum Glueck hatte ich eine 60er Topfplatte schon am 27.03.2012 mit Futterruebensamen bestueckt. Davon sind auch einige gewachsen. Aber laengst nicht alle. In rund 20 Toepfchen ist eben auch dort keine Futterruebe erschienen. Aber besser als nichts. So habe ich kurzerhand das Stueck mit der Hacke weitestgehend vom Unkraut befreit, meine vorgezogenen Futterrueben gepflanzt, und da diese nicht reichten, den Rest noch einmal ausgesaet.

Da kann man doch an seinen gaertnerischen Faehigkeiten zu zweifeln beginnen. Wenn ich es noch nicht einmal schaffe, in einem Stueck Garten Futterrueben auszusaeen. Ich frage mich wirklich, was ich da wieder falsch gemacht habe. So kompliziert ist das doch nicht gewesen.

Ich wuerde mich noch nicht einmal beklagen, wenn ich nicht jeden Tag sehen wuerde, wie es besser gemacht wird. Der Bauer auf dem Feld hinter unserem Garten hat in diesem Jahr dort auch Zuckerrueben stehen. Die sind einige Tage spaeter als meine in die Erde gekommen. Dort wachsen sie, vorzueglich. Sind schon einige Zentimeter hoch, und alles sieht prima aus.

Glauben Sie also nicht, Sie koennten bei mir hier etwas lernen. Und wenn, dann nur, wie man es nicht machen soll. :)

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Veröffentlicht unter Beikraut, Dies und Das, Gemüseanbau, Tierhaltung, Ungeklaerte Fragen, Versuche Getagged mit: , , ,
30 comments on “Futterrueben anbauen, oder so deppert kann doch eigentlich niemand sein, oder doch? (Video)
  1. Burckhard sagt:

    Moin,

    kauf Deine Saat nicht im Baumarkt,F1 Samen von Monsanto&Co, sondern bei Dreschflegel. Sind auch samenfeste Pflanzen,sodaß Du Dir selber fürs nächste Jahr Samen abnehmen kannst

    Gruß
    Burckhard

  2. Jonas sagt:

    hi rrhase,

    ich kann dein problem nicht verstehen, ich hab meine futterrübe(hier im schönen
    frankenland rangers genannt) ende märz gesät.(sämaschiene)
    super auflaufphase,schnelle bodenbedeckung der blätter,
    und rübenmasse ohne ende(ca.35-40Kg rangers a 10 qm)
    erntefazit 2012: ich brauch mehr anbaufläche (will meinen kanienchenbestand
    auf 60 kanienchen aufstochen)

    grüße ausm frangnland

    PS:viel glüch mit deinen viehchern und vor allem mit den rangers

  3. Britta sagt:

    Hallo rrhase,
    Durch Zufall bin ich auf deine Seite gestoßen und ich liebe sie, Deine Videos und Deine Beiträge. Du lebst meinen Traum und ich finde es toll wie ihr das alles meistert. Es gibt leider zu wenige die versuchen so zu leben wie es noch vor einigen Jahren üblich war. Ich denke es geht garnicht darum ein Öko oder ein Bio zu sein Nein, es geht darum Werte an seine Kinder weiter zu geben und einfach bewusster zu leben, den es ist auch eine Heiden Arbeit und es dauert ja auch Monate bis es wächst , wenn etwas wächst. Mach weiter so ich bin gespannt.

  4. Biene sagt:

    Hallo Leute,
    habe hier die Kommentare gerade mal so überflogen. Also diesen Frühling fand bzw. finde ich annährend perfekt für den “Hobby” Gärtner. Nachdem wir letztes Jahr durch die viel zu früh extrem hohen Temperaturen und die extreme Trockenheit (von Mitte Februar bis Mitte Mai KEIN EINZIGER Tropfen Regen) massive Probleme hatten.
    Hier hat (fast) alles super gekeimt (bis auf die Möhren) so das ich mitlerweile gar nicht mehr weis wohon damit. Die Frühkartoffeln stehen bereits kurz vor der Blüte, die GW Tomaten aus eigener Anzucht haben ihre ersten Knospen, eine ganze Reihe von Freilandsalaten ist bereits verzehrt, und die Kohlsorten stehen wie eine Eins, die Erdbeeren (ich kann es selbst kaum glauben) sind nach 2 Jahren Misserfolg, regelrecht explodiert … also ich bin begeistert dieses Jahr :-) Selbst Paprike und Melonen Pflanzen machen bereits jetzt eine sehr gute Figur und die Wetteraussichten für die kommenden 14 Tage sind grandios

    • admin sagt:

      Hallo Biene

      Dann weiss ich nicht was ich falsch mache. Unser Garten sieht fast so leer aus wie vor vier Wochen. Extrem schleppend in diesem Jahr.

      Gruss RR

  5. Franz sagt:

    Lockerer humoser nährstoffreicher boden ??
    Hast du sowas denn ?

    • admin sagt:

      Hallo Franz

      Ich habe den nicht. Aber die Landwirte der Umgebung eben auch nicht. Das ist, was mich so stutzig macht.

      Gruss RR

  6. Franz sagt:

    Fressen die kanickel keine vogelmiere ?

    • admin sagt:

      Hallo Franz

      Ja, habe ich heute versucht. Ist nur nicht viel dran an dem Zeug. Einen Eimer putzen die in wenigen Minuten weg.

      Gruss RR

  7. Sebastian sagt:

    Hi

    Es gibt Pflanzen, die durch Duftstoffe und Wurzelausscheidungen umliegende Samen an der Keimung hindern, ob die Vogelmiere dies kann ist mir nicht bekannt.

    Also die Erde bietet Miere als Bodendecker an,und eventuell kann diese bei ausgewachsenen Rüben den Boden beschatten und die Bodengare verbessern.Wenn schon, dann bin ich für einen Vergleich. Ein Teil abräumen, den anderen die Miere lassen.
    Und der Samen ist ja eh schon billionenfach im Boden ,ob jetzt ein paar weitere Millionen extra noch was ausmachen.
    Hauptsache die Miere ist gesund und überträgt keine Krankheiten.

  8. Markus sagt:

    Hallo Ralf,

    also ob das so eine gute Idee ist? “Schatten auf dem Boden durch Vogelmiere” – sollten die Futterrüben mal groß sein, dann kannst du ja zwischen den Reihen überhaupt nicht mehr hacken, durch die großen Blätter der Rüben (bilden übrigens Schatten genug) – und dann samt dir die ganze Vogelmiere aus und im nächsten Jahr wirds nur noch schlimmer. Es könnte aber auch sein, dass die Miere schon vorher deine ganzen Futterrüben überwuchert. Na, probiers einfach mal aus … ;-).

    LG, Markus

    • admin sagt:

      Hallo Markus

      Ich glaube, es ist schon zu spaet. Nach dem was in diesem Jahr dort an Vogelmiere waechst, werde ich auf Jahre damit zu kaempfen haben. Ich muss mir eine andere Methode ausdenken. Letztens hat mir jemand mal gesagt, abflammen waere eine gute Idee. Einfach vor der Aussaat mit dem Brenner kurz drueber und schon ist einige Zeit Ruhe.

      Gruss RR

  9. Martin sagt:

    Hey Ralf,

    das war ja gar keine Kritik, vielmehr ein dickes Lob für deine Arbeit!!! Aber wie Markus eins drüber schrieb, die Vogelmiere muss dann auch einfach mal weg. Die Arbeit, die du dir damit in einem Jahr machst, wird im nächsten schon weniger sein. Und je besser deine Pflanzen aufkommen und je eher du sie siehst, umso eher kannst du vorsichtig und leicht mulchen und hast dir damit schon wieder einen kleinen Vorsprung fürs nächste Jahr erarbeitet.

  10. Conny sagt:

    Hallo Ralf,

    warum landen denn Deine Samentütchen im Müll?… ich säe tw. Samen aus der bereits seit 10 Jahren abgelaufen ist (die gibts nämlich immer geschenkt *lach)..und das Zeug keimt wie wild…..also nicht so schnell wegschmeißen..wenigstens erstmal ausäen und dann schauen.
    Es kann natürlich auch passieren, dass man meint es keimt nix..schmeißt die Erde achtlos auf den Boden im Gewächshaus und hat dann im nächsten Jahr 100er Kohlpflänzchen zum umsetzen. So jedenfalls ging es mir dieses Jahr:-)..
    Grüßli Conny

    • admin sagt:

      Hallo Conny

      Das muss wohl an meinem Perfektionismus liegen. Ich will eben alles, immer und das auch noch ganz schnell.

      Gruss RR

  11. Pottkind sagt:

    Hallo,
    ich möchte hier kurz ‘mal auf den (legal abrufbaren) Youtube-Film
    “Summ’ mir das Lied vom Tod” hinweisen. Hier wird kritisch auf
    Pflanzenpestizide, Varroa und die Konzerninterressen bzw. die
    Chemielobby eingegangen. Eine Stunde, die sich lohnt.

    http://www.youtube.com/watch?v=n0ySVMcxLac

    Gruß,
    Pottkind

  12. Uwe sagt:

    Schliesse mich Markus an, 4cm sind wirklich zu tief! Meine Faustregel :Saattiefe ca. 1-2 x Saatdurchmesser .

    Gruss

    Uwe

  13. Uwe sagt:

    Wie alt waren die Samen denn, oder was für ein Haltbarkeitsdatum war auf der Samentüte?

    Grüsse

    Uwe

    • admin sagt:

      Hallo Uwe

      Habe ich nicht drauf gesehen. Normalerweise landen aber alle Packungen, die abgelaufen sind, im Muell, wenn sie nicht vorher schon verbraucht werden. Koennte hoechstens falsche Lagerung gewesen sein. Die haben mal eine Zeit lang im Winter im Schuppen gelegen.

      Gruss RR

  14. Klaus S. aus S. sagt:

    Hallo Ralf

    Du bist genau so blöd oder schlau wie ich dieses Jahr. Bei mir wars das Gleiche mit den Zwiebeln. Die Gesäten kamen auch ewig lange nicht. Mit den höheren Temperaturen und mit dem Unkraut zusammen schafften sie es aber dann doch schlagartig zu erscheinen. Nicht unbedingt in der Menge wie ich es mir erhofft hatte, aber sie waren da. Warscheinlich war es beim Säen ganz einfach zu kalt.

    Gruss Klaus S. aus S.

  15. Martin sagt:

    Hallo Ralf,

    ich les hier auch schon seit 6-7 Monaten mit und bewundere deinen Enthusiasmus und stehe auch voll hinter deiner Idee. Ich lebe in der Lausitz und bin selbst mehr oder weniger auf einem Bauernhof groß geworden ( das bekannte und nötige Gemüse, ab und an ein Schwein, immer Hühner und auch Kahninchen, als ich noch klein war). Jetzt, wo ich selbst Vater bin, besinn ich mich auch auf meine Erinnerungen, wie ich groß geworden bin und was ich meinem Sohn mitgeben will.
    Aber erst mal genug zu mir!
    Ich finde, du verzettelst dich! Ich weiß nicht genau, wonach du suchst – aber mir scheint es so, als willst du einen Tick zu viel! Versteh mich nicht falsch, ich freue mich über jedes neue Video oder jeden neuen Beitrag – aber wenn ich mir denke, was dies dich an Zeit kostet – dann hättest du doch besser noch eine Stunde Unkraut gejätet!
    Aber das soll keine Kritik sein, vielleicht nur ein kleiner Denkanstoß – ein Video ist schnell und gern gesehen, produziert und ins Netz gestellt muss doch echt viel Zeit beanspruchen!?!

    Einen lieben Gruß aus der Lausitz (die hoffentlich vorerst letzte frostige Nacht liegt vor uns),
    sendet der Martin!

    • admin sagt:

      Hallo Martin

      Dass ich zu viel will kann gut sein. Es kostet auch Zeit, keine Frage. Ist mir alles klar. Aber jeder hat so seinen Tick. Es ist auch nicht die Arbeit, die mich manchmal zur Verzewiflung bringt. Es sind all die anderen Dinge. Termine, Termine und Termine,

      Aber das Ziel ist klar definiert. Ich will einfach sehen, ob es heutzutage noch moeglich ist, ohne wie ein Einsiedler zu leben, sich selbst zu versorgen. Und zwar moeglichst komplett.

      Und keine Sorge, ich kann Kritik ab. Bin sogar dankbar dafuer.

      Gruss RR

  16. Markus sagt:

    Hallo Ralf,

    also mir ist eigentlich ganz klar, was du falsch gemacht hast: 4 cm Saattiefe ist meiner Meinung nach viel viel viel zu tief !!!! Kann überhaupt nicht verstehen, wie die sowas auf das Samenpäckchen drucken können? Das ist mir echt ein Rätsel.
    Ich säe meine Futter- und auch die Roten Rüben (wohlgemerkt mit der Sämaschine, da wird es doch viel gleichmässiger) immer “nur” so 2,5 cm tief und die keimen zuverlässig. Als Faustregel bei allen Samen heißt es ja: So dick wie das Samenkorn ist, so tief soll man es säen. 4 cm – Wahnsinn – so tief säe ich ja nicht mal den Mais – und die Körner sind ja noch um einiges größer.
    Bin mir sicher, die Körner sind, weil sie zu tief gesät wurden und bei dem vielen Regen einfach in der Erde verfault. Eine weitere Möglichkeit wäre noch, dass vielleicht das Saatgut nix getaugt hat, denke ich aber eher nicht.

    Und jetzt zum Unkraut. Ralf, du wirst wohl nicht drum rumkommen, dass du das auch mal entfernst und nicht nur hackst und liegenlässt. Ich weiß das echt aus eigener Erfahrung – die Vogelmiere, die wächst sowas von schnell wieder an – die ist sowas von zäh und kommt immer und immer wieder, wenn man sie nicht entfernt. Noch dazu hast du dann auch noch das Pech in diesem Jahr mit dem vielen Regen, da kann das nicht klappen.

    Trotzdem, Kopf hoch, du hast ja nachgesät – hoffentlich nicht wieder ganz so tief ;-).

    Viele Grüße
    Markus

    • admin sagt:

      Hallo Markus

      Das mit der Vogelmiere ist schon richtig. Damit kann ich ja auch leben, bei Futterrueben z.B. Wenn die erst mal gross genug sind, dann kann ein wenig Schatten auf dem Boden durch Vogelmiere nicht schaden. Ich will ja keine Rekorde aufstellen. Problematisch ist das nur, wenn gesaet wird. Da ist die Miere einfach schneller.

      Man sollte annehmen, die Leute, die die Packung drucken, muessten wissen was richtig ist. Ich sollte mich doch mehr auf mein Gefuehl verlassen. ;)

      Gruss RR

  17. Sarah =) sagt:

    Du kannst beruhigt sein.
    Von meinen Futterrüben ist bisher keine einzige aufgegangen.
    Keine Ahnung was ich falsch gemacht hab. Geregnet hat’s sicher genug =(

  18. Franz sagt:

    Und wieder einmal wird das Unkraut siegen:-)

1 Pings/Trackbacks für "Futterrueben anbauen, oder so deppert kann doch eigentlich niemand sein, oder doch? (Video)"
  1. [...] zum Keimen zu bringen, habe ich ja schon oft genug berichtet. Seien es nun Moehren, Bohnen oder Futterrueben. Nur die allerwenigsten Gemuesesorten funktionieren bei mir auf Anhieb und ohne Probleme. Ich [...]

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