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Futterrueben einmieten, das Ergebnis, oder warum das Rheinland unbestreitbare Vorteile hat. (Video)

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So richtig “Winter” kann man das ja nicht nennen, was wir hier in den letzten Monaten erlebt haben. Wenn die Temperaturen denn mal unter 4 Grad minus gefallen sind, dann war das viel. Und das dann auch nur an einem oder hoechstens zwei Tagen. Den letzten Winter, den man hier in unserer Gegend auch als solchen bezeichnen konnte, liegt schon einige Jahre zurueck. Von daher erstaunt es mich nicht wirklich, dass die von mir eingemietete Futterrueben den Winter problemlos ueberstanden haben. Die sehen heute, Mitte Maerz, noch so taufrisch aus, wie an dem Tag, an dem ich sie unter dem Stroh und der Plane vor der Kaelte versteckt habte. Sie riechen nicht muffig, sie sind nicht schimmelig und sie zeigen auch keine Anzeichen von Frassschaeden durch Maeuse oder Ratten. Ich betrachte meinen Versuch als einen vollen Erfolg.

Futterrueben erfolgreich einlagern

Geht doch. Ein oder zwei Ballen Stroh, ein paar Quadratmeter Metallgitter und eine Plane.

So einfach wie moeglich

Die wenigen, die noch uebrig sind, werden in den kommenden Wochen an die Tiere verfuettert. Kaninchen und auch die Huehner sind jederzeit dankbar fuer eine Auflockerung des Speiseplanes. Das ewige Pellet und Koernerfutter muss einem ja auch auf die Nerven gehen. :) Dabei hatte ich mir gar keine grosse Muehe mit dem “Einmieten” gemacht. Ein paar Quadratmeter Drahtgeflecht auf dem Boden ausgelegt, die Futterrueben darauf aufgestapelt, das ganze mit einer dicken Schicht aus Stroh abgedeckt und zu guter letzt noch eine Plastikplane daruebergezogen. Das musste reichen.

Futterrueben einmieten

Ein wenig feucht ist es darunter doch geworden. Hat den Rueben aber nicht geschadet.

Ein voller Erfolg

Das hat es, auch wenn ein Teil des Strohs ziemlich nass geworden ist. Ich nehme an, die Plane ist wohl doch nicht mehr so ganz dicht gewesen, wie ich angenommen hatte. Die ist bestimmt mit so eine Art Dichtfilm von Werk aus ueberzogen, der nach einigen Jahren einfach nicht mehr seinen Dienst verrichtet. Mag an der UV Strahlung liegen, mag an der staendigen Bewegung und damit verbundenen winzigen Rissen liegen. Wie auch immer, Stroh, welches nahe der Plane lag, war ziemlich nass. Was allerdings nicht zu Faeulnis oder Schimmelbildung gefuehrt hat.

Futterrueben, frisch wie am ersten Tag

Vollkommen in Ordnung. Da riecht nichts muffig, da ist kein Schimmel und auch keine Maus war dran.

Es muss nicht alles einen Sinn haben

Ja, ich weiss, der Anbau von Futterrueben macht nicht wirklich Sinn. Vor allem nicht, wenn man auf dem Land lebt. Oft gibt es dort sicher noch einen Landwirt, der ein Feld mit Rueben eingesaet hat. Da kann man sich sicher eine Karre voller Rueben fuer ein paar Euro besorgen. Das ist aber gar nicht der Punkt. Es geht hier ja um Selbstversorgung und Selbstversorgung, wie ich sie verstehe, ist eben mehr als ein Gemuesegarten. Es geht hier um die theoretische Moeglichkeit, genuegend Kalorien zu erzeugen, um davon leben zu koennen.

Kaninchen fressen Futterrueben

Die Kaninchen fressen nur, wenn ich nicht mit der Kamera vor ihnen hocke. :)

Und dazu gehoeren, wie eh und je, Tiere

Tiere gehoeren unabdingbar dazu. Was den Bauern in frueheren Zeiten der Mist der Kuehe und Schweine war, sind dem Hobbyselbstversorger heutzutage die Hinterlassenschaften der Huehner und Kaninchen. Dieser Mist leistet einen grossen Beitrag zur Duengung im Garten, der ansonsten durch zugekaufte Duengemittel beigesteuert werden muesste.

Huehner fressen Futterrueben

Solche Scheu kennen die Huehner nun gar nicht. :)

Auch wenn Futterrueben, so wie ich gehoert habe, den Tieren nicht sonderlich viel Naehrstoffe bieten, sie haben Vorteile. Sie sind (mit etwas Muehe :) ) leicht anzubauen, bringen einen enorm hohen Ertrag und lassen sich, wie ich ja nun festgestellt habe, auch ganz gut lagern. Ich bin sogar sicher, der Ertrag, also letztendlich die Menge an Futter, welches bei den Tieren ankommt, ist bei Futterrueben erheblich hoeher als z.B. bei Heu. Habe ich auch schon mal versucht. Ist eine ziemliche Plackerei. Sensen, trocknen und lagern ohne Ballenpresse. Da sind mir die Rueben doch lieber.

Futterrueben als Tierfutter

Wirklich schade, dass diese Rueben keine leckere Suppe ergeben. :)

Bei mir ja, bei Ihnen zuhause weiss ich nicht.

Was ich mich allerdings frage: Was waere gewesen, wenn die Temperaturen doch mal auf wirklich frostige Werte gefallen waeren, sagen wir mal fuer mehrere Tage auf unter minus 10 Grad, oder aber ich nicht das Glueck haette, im Rheinland zu leben. Was waere auf 800 Metern Hoehe mit sicher langen und kalten Wintern gewesen? Haetten die Rueben auch dies problemlos ueberstanden?

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Veröffentlicht unter Dies und Das, Ernte, Selbst gemacht, Tierhaltung, Ungeklaerte Fragen, Versuche Getagged mit: , ,
9 comments on “Futterrueben einmieten, das Ergebnis, oder warum das Rheinland unbestreitbare Vorteile hat. (Video)
  1. hans sagt:

    Anstatt von futterrüben könnte man auch stoppelrüben Anbauen
    die werden als zweitfrucht Ende Juli gesät und dann von Oktober bis Dezember geerntet sie vertragen Frost können aber nur schlecht gelagert werden sind aber als bei Futter sehr gut geeignet

  2. John sagt:

    Diese Methode der Futterrüben-Einlagerung kenn ich noch nicht … Gut zu wissen, dass es auch mit Stroh und Plane funktioniert. Ich kenn nur die klassische Rübenmiete :-). Deine Hühner scheinen Rüben göttlich zu mögen. Meine Hühner rühren die Futterrüben nicht mal an…

  3. Heckenschere sagt:

    Ich habe mir den Beitrag durch gelesen und finde die Idee mit der Plane echt klasse. Selbstversorgung ist mit Sicherheit ein riesen Vorteil, da man genau weiß woher man sein Gemüse beziehungsweise Obst bezieht. Es kommt bei gutem Obst und Gemüse ja auch auf den richtigen Boden an. Das Gemüse was man aus dem Supermarkt kennt, ist oft nicht aus organischem Anbau und voller Chemie, da über das Feld Dünger mit Pestiziden verwender wird, was dafür sorgt, dass die Qualität des Obstes und Gemüses sichtlich sinkt und wichtige Enzyme, die wir Menschen brauchen verloren gehen. Deshalb Daumen hoch für den Selbstanbau oder Kauf von frischem Obst und Gemüse von Bauern mit organischem Anbau :-)

  4. birnei sagt:

    Hallo Ralf warum sind so wenige Kaninchen in deinem Stall?

  5. Sabrina sagt:

    Es ist schon wichtig das du die Rüben selbst produzieren und Lagern kannst und eben nicht beim Bauern kaufen musst.
    So bist du in einem weiteren Punkt autark und nicht von 3. Abhängig. Das ist vielleicht jetzt noch nicht so wichtig aber könnte schneller ausschlaggebend werden als wir glauben.

    Überlege mal wie viel Geld du jedes Jahr in deinen Garten investierst (einmalige Erstanschaffungen außen vor!) damit es rund läuft. Was machst du aber wenn der Baumarkt oder der Landhandel mal nicht mehr so mir nichts dir nichts nutzbar sind?
    Warum auch immer.
    Und was das Thema Zeit betrifft. Das geht uns denke ich im Moment allen so das es an Zeit mangelt. Denn auch ohne übervollen Terminkalender lässt das Wetter nur alle paar Tage mal Gartenarbeit zu und das auch oft nur unter mäßigen bis schlechten Bedingungen. Von daher muss in sehr kurzer Zeit sehr viel geschafft werden. Für Spielerein bleibt da momentan kein Platz.

    Einen hoffentlich gut nutzbaren Start in den April wünschen wir.

  6. hans sagt:

    Futterrüben haben einen guten Nährwert da sie einen großen leicht aufnehmbare Kohlenhydrate enthalten sprich Zucker ausserdem enthalten sie relativ viel kalim und Chlorid Verbindungen

  7. Frauke sagt:

    Deine beitrag habe ich mit Interesse gelesen.
    Da ich im Norden wohne nit früher sehr kalten Wintern war dies immer eine Riesenmiete bei den Bauern.
    Sie kamm etwas in dei Erde. Ich errnine mich das die Rübenmieten immer noch mit der Erde abgedeckt waren, den Plastikfolie kannte man früher nicht.
    Und das isoliert auch noch. Die Kühe bekamen es dann geschnetzetlt.
    Grüße von Frauke

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