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So ueberstehen wir die Coronapandemie, oder warum Selbstversorgung doch nicht so abwegig ist. (Video)

Hätten Sie gedacht, dass wir in Deutschland jemals in die Situation kommen könnten, nicht mehr auf die Strasse und in den Supermarkt gehen zu dürfen? Wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Das Coronavirus hat mit aller Macht zugeschlagen. Fast schon eine Ausgangssperre, überall herrscht Unsicherheit. Da bleibt man doch am besten zuhause. Aber auch dort muss man ja was essen. Kann Selbstversorgung eine Alternative zum Supermarkt sein? Ich zeige Ihnen in meinem heutigen Video unsere Vorräte, wie und was eingelagert ist und dann können Sie sich selbst ein Bild davon machen, ob Selbstversorgung ein Weg ist, mit der Coronapandemie zurechtzukommen.

Selbstversorgung in Zeiten der Coronapandemie
Ein paar Wochen kaemen wir hier schon locker hin. Eingefrorene selbst erzeugte Lebensmittel haben wir genug.

Ich jedenfalls haette eine Situation, wie wir sie momentan vorfinden, noch vor wenigen Wochen ins Reich der Fabeln abgetan. Der Gedanke daran, keine Nudeln, keinen Reis und kein Toilettenpapier im Supermarkt vorzufinden, waere mir mehr als skurril vorgekommen. Der Gedanke daran, mein Haus nur noch im engsten Kreis der Familie verlassen zu duerfen, vielleicht noch mit einem Mundschutz vor der Nase, ich haette nicht mehr als ein muedes Lächeln dafuer uebrig gehabt. Leben wir doch im 21 Jahrhundert und in Deutschland. Nicht etwa im 17 Jahrhundert oder in irgendeinem Entwicklungsland. Wenn es ein Land gibt, von dem ich angenommen haette, es wuerde nie in solch eine Situation rutschen, dann waere es Deutschland gewesen. Oder sehen Sie das anders?

Selbstversorgung bei Ausgangssperre
Die Lagerung ist oft ein Problem fuer Selbstversorger. Einige Zwiebeln aus dem letzten Jahr sind noch uebrig und sie halten sich auch noch ganz gut.

Jetzt berichte ich hier schon seit mehr als 10 Jahren von meinen eher laienhaften Versuchen, meine Familie so weit es eben geht, von dem zu ernaehren, was ich hier so auf meinem Grundstueck an Nahrungsmitteln erzeuge. Das geht auch ganz gut. Ich habe Ihnen ja schon einmal davon berichtet, dass es, legt man die Anzahl der Kalorien zugrunde, durchaus reichen wuerde. Aber der ganze Gedanke an Selbstversorgung ist, wenn wir mal ehrlich sind, nie mehr als eine schoene Illusion, ein Gedankenspiel, eine fixe Idee fuer einen „Spinner“ wie mich gewesen. Ernstlich in die Lage zu kommen, sich selbst versorgen zu muessen, war nie geplant und der Fall waere wohl auch ohne das Coronavirus nie eingetreten.

Selbstversorgung ist keine absurde Idee mehr
Bis die Saatkartoffeln und die Steckzwiebeln erntereif sind, dauert es noch einige Monate. Ich hoffe, so lange haelt die Coronakrise nicht an.  Sie koennen es ruhig zugeben. Ein wenig belaechelt haben Sie mich doch immer. Lachen Sie mich jetzt immer noch aus?

Was habe ich nicht schon alles an Häme einstecken muessen. Wie haben mich die Leute belächelt. Und jetzt? Schlagartig bekommt das Wort „Selbstversorgung“ eine ganz andere Bedeutung. Nicht dass ich annehme, wir wuerden in Deutschland irgendwann einmal so weit kommen, dass es zur Notwendigkeit wird, selbst Gemuese anzubauen. Verstehen Sie mich da nicht falsch. Ich bin auch weiterhin der festen Ueberzeugung, diesen Zustand werden wir, so Gott will, nie erreichen. Trotzdem, der Gedanke selbst Nahrung zu produzieren scheint im Lichte der heutigen Situation gar nicht mehr so abwegig. Ich jedenfalls freue mich ueber jede Tuete eingefrorener Nahrung, ich freue mich ueber jeden Kuerbis im Keller und ueber jedes Kilo Honig.

Werfen wir also einmal einen Blick in unsere Tiefkuehltruhen, in unseren Lagerraum und wo sonst noch Lebensmittel vorraetig sind. Und dann bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Vielleicht belächeln Sie mich ja weiterhin. Vielleicht sehen Sie Selbstversorgung in Zeiten der Coronapandemie jetzt mit ganz anderen Augen. Und vielleicht ist jetzt auch das hämische Lächeln aus Ihrem Gesicht verschwunden. 🙂

Viel Spass beim Video

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4 Antworten

  1. Erst einmal guten Tag Ralf,
    ich würde Dich gerne fragen ob Du in diesem Artikel/Video eigentlich nicht erklärst, dass Selbstversorgung oder der Ansatz dazu verschwendet Zeit ist. Da Sie im vollen Umfang, wie du es früher mal mit Kalorien gezeigt hast, nur theoretisch möglich ist. Und es deswegen sinnvoll er ist seine Lebenszeit damit nicht zu „verschwenden“, außer es macht einem Spaß.
    Wie du selber sagst, trotz viel Arbeit und Einsatz ist bleibt am Ende für eine 4 köpfige Familie nicht viel übrig. Bei soviel Arbeit müsste man dennoch hungern, ergo ist es sinnlos von versorgungstechnischen Standpunkt aus. Oder liege ich falsch?

    Danke dass Du Dir die Mühe für uns machst.

    1. Hallo und danke fuer deinen Kommentar

      Ich denke, du siehst das zu nuechtern. Nicht alles was man tut muss Sinn ergeben. Eine Modelleisenbahn macht keinen Sinn und als Hobby klavierspielen auch nicht. Denn, so ganz nutzlos ist die Sache nun nicht. Gesunde Nahrung, ich weiss woher und wie erzeugt, die Befriedigung etwas geschafft zu haben und noch viele andere Aspekte sind da zu nennen. Wuerde der Mensch nur dinge tun, die Sinn ergeben wuerden, in welch einer trostlosen Welt wuerden wir dann leben.

  2. Hey Ralf, ich gucke deine Youtube-Videos schon länger. In meinem kleinen Schrebergarten kann ich wohl kaum eine Selbstversorgung anstreben, allerdings geh auch ich dieses Jahr anders an die Gemüsebepflanzung heran als sonst. Anders als sonst pflanze ich dieses Jahr vor allem ertragreiches Gemüsesorten und vor allem Gemüse des täglichen Bedarfs, weil man ja nicht wirklich weiß wie das mit der Ernte in Deutschland dieses Jahr so aussieht. Vor Corona habe ich vor allem besondere Tomatensorten gezüchtet. In diesem Jahr gehe ich total konservativ ran, mit Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kohlrabi (Superschmelz

  3. Hallo
    Ich sehe mir Deine Videos schon länger an. 🙂

    Ich finde Selbstversorgung gar nicht blöd.
    Wir leben seit 2 Jahren wieder in den USA (pendeln seit 27 Jahren zwischen Deutschland und USA beruflich hin und her) und hier war sofort klar, dass wir wieder einen Gemüsegarten anlegen.
    Jetzt bin ich froh, dass wir ihn haben. Denn die Versorgungslage ist hier alles andere als gesichert. Wir haben nicht gehamstert und haben jetzt das Nachsehen, weil kaum mehr was nachkommt. Ich bin froh, dass wir noch Gemüse vom letzten Jahr im Gefrierschrank haben. Sonst würden wir jetzt recht doof aus der Wäsche gucken.
    Von den horrenden Preisen für Lebensmittel mal abgesehen, ist die Auswahl auch eher mager.

    Hier ist es lange kalt und Schneereich und die Saison fängt etwas später an. Aber die ersten Saaten stehen bereits in den Startlöchern und die Beete werden gerade vorbereitet.

    Hier wird uns diese Seuche noch lange in Atem halten und uns tut der Garten nicht nur wegen der Ernte gut, sondern er ist auch gut für die Seele. Die Nachrichten hier machen einen sonst irre.

    Mach weiter so.

    Gruß aus Wisconsin

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