Gartenmelde

Nix saeen, nix pflanzen und doch ernten, oder warum ein gewisser “Schlunz” im Garten ganz hilfreich sein kann. (Video)

Innerlich bin ich ein zerrissener Mensch. Jedenfalls, wenn es um den Garten geht. Auf der einen Seite lebt in mir ein preussisch gepraegter Hobbygaertner, bei dem alles in militaerisch anmutender Ordnung zu stehen hat. Reihen wie bei einer Parade auf dem Roten Platz in Moskau. Mit grossen und kleinen Pflanzen, jede nach ihren Beduerfnissen. Da darf kein Unkraut wachsen. Alles, was da nicht hingehoert, muss weg. Fehlt nur noch die Marschmusik um dem Gemuese den Takt zu blasen.

Auf der anderen Seite lebt aber auch ein ziemlicher “Schlunz” in mir. Wer den Ausdruck nicht kennt: als einen Schlunz bezeichnet man bei uns in der Gegend einen Menschen, der seine taeglichen Geschaefte nicht wirklich geregelt bekommt. Reihe gerade? Ach, die kann auch wie ein Flitzebogen aussehen. Unkraut? Ach, die wollen doch auch nur leben. Schaedlinge? Ach was, die Natur wird es schon regeln. …

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Wie schmeckt Magentaspreen, oder warum finde ich das in keinem Laden? (Video)

Ich frage mich ja manchesmal, warum es so viele essbare Gewaechse auf der Welt gibt, im Laden aber nur eine winzig kleine Auswahl davon zu finden ist. Irgendeinen Grund muss das doch haben. Dabei spreche ich nicht einmal von all den essbaren Unkraeutern, die so im Garten an allen Ecken und Kanten aus der Erde spriessen. Warum bekomme ich keinen Loewenzahn im Laden, warum keine der hochgelobten Brennesseln, und warum finde ich im Supermarktregal keinen einzigen Staengel Vogelmiere?

Es gibt auch viele unbekannte Nutzpflanzen

Aber es gibt auch essbare Gemuesepflanzen, die gar nicht mal so unbekannt sind und nun wirklich nicht zu den Unkraeutern zaehlen. …

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Kennen Sie Gartenmelde? Wenn nicht, Sie sollten sie einmal versuchen.

Geschmacklich kann man nichts einwenden. Zubereitet wie Spinat, fein puerriert schmeckt Melde echt lecker. Vielleicht ein wenig faseriger als Spinat, aber noch ertraeglich. Mag aber auch daran liegen, dass ich unsere Melde recht gross habe werden lassen. Brusthoch waren sie schon. Die wenigen Pflanzen waren auch erstaunlich gesund. Einige wenige kleine gruene Raupen konnten wir finden, aber so gut wie keine Frasstellen an den Blaettern. Ebenso einige wenige Stellen mit dunklen Blattlaeusen, die aber bei der knallig gruenen Farbe sehr gut zu erkennen waren. Eigentlich also ein recht ansprechendes Gemuese, das durchaus einen Versuch wert ist. Bis es allerdings soweit war, hatten wir einen langen, sehr langen Weg hinter uns. …

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Kein Allerweltsgemuese. Ueber unsere Erfahrungen mit Gartenmelde.

Eines unserer obersten Ziele, die wir mit unserem Garten erreichen wollen, ist Gemuese auf den Tisch zu bekommen, das normalerweise nicht zu kaufen ist. Einiges haben wir schon probiert. Manchesmal mit Erfolg, manchesmal mit weniger oder gar keinem Erfolg. Abessinischer Kohl, Sibirischer Kohl, Steckrueben, Topinambur um einige zu nennen. Auch an Silberzwiebeln, Gewuerztagetes und anderen Sorten haben wir uns schon versucht. Wenn wir so durch die Saatgutkataloge blaettern, dann finden wir immer wieder neues so dass uns auch in Zukunft der Nachschub nicht ausgehen wird. In diesem Beitrag soll es um unsere Erfahrungen mit einem uralten Gemuese gehen, der Gartenmelde. …

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Meldeeintopf nach Mutters (improvisierter) Art. Probieren Sie es aus!

Fuer uns als “Nicht-Koeche” ist es doch immer wieder ein Gluecksfall, eine Mutter zu haben, die selbst unter widrigsten Umstaenden und mit spaerlichsten Zutaten ein Essen zaubern kann, nach dem wir uns die Finger lecken. Heute war wieder so ein Tag. Herrlicher Sonnenschein, keine Kinder die unbedingt Fussball spielen oder auf den Arm genommen werden wollen, ein ganz friedlicher Tag im Garten. (Das soll nicht heissen, das Tage mit Kindern im Garten keinen Spass machen!) Und so ein Tag im Garten macht hungrig. Was liegt naeher als sich umzusehen was waechst und aus was man etwas leckeres kochen kann. Und niemand kann das besser als “Mutter”. …

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