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Topinambur, die tolle Knolle. Die Ernte. (Video)

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Wenn doch nur alles so einfach anzubauen waere, wie dieses neumodische Gemuese namens Topinambur. Was haette ich es als Hobbygaertner doch einfach. Knolle handbreit tief rein in die Erde und warten. Mehr ist da naemlich nicht noetig, um Topinambur im Garten anzubauen. Topinambur ist vollkommen winterhart, kann nach Bedarf geerntet werden, was besonders interessant ist, weil sich die Knollen erst spaeter im Jahr bilden und sie somit, wenn der Garten aber aber auch wirklich nichts mehr hergibt und man schon seit Wochen aus der Tiefkuehltruhe lebt, den winterlichen Speisezettel aufpeppen. Das kann ich versichern. Bei uns waechst naemlich schon seit einigen Jahren diese “Wunderknolle”, und wir hatten noch nie Probleme damit.

Topinambur hat einen schlechten Ruf

Auch nicht mit dem angeblich so enormen Ausbreitungsdrang des Topinambur. Die Sorte, die bei uns waechst (jetzt frag mich bloss niemand, wie die Sorte heisst, weiss ich naemlich nicht mehr), bildet ihre Knollen sehr kompakt, und es ist ein Kinderspiel, diese zu ernten. Nichts mit einer grossen Streuung der Knollen, nichts mit ungebaendigtem Ausbreitungsdrang. Eine Grabgabel reicht aus, um die Knollen aus der Erde zu holen, alle. Und selbst wenn doch ein Stueckchen uebersehen werden sollte, Topinambur ist eine gut erkennbare Pflanze die sich auch spaeter problemlos beseitigen laesst. Uns ist jedenfalls nicht aufgefallen, dass es damit sonderlich Probleme gibt. Da gibt es ganz andere Kandidaten, die sich im Garten ausbreiten und die viel schwerer unter Kontrolle zu halten sind.

Warum pflanzen? Einfach auf den Rasen legen und festtreten

Im letzten Jahr ist mir eine dieser Knollen vor dem Kompostplatz runtergefallen und blieb dort einfach liegen. Die stand im Schatten, es wurde drauf rumgetreten, die wurde im Fruehjahr einmal mit dem Rasentrimmer kleingemacht, und trotzdem, ich hatte an dieser einen Knolle vor einigen Tagen eine reiche Ernte, genauso wie in meinem heutigen Film. Ohne jedes Zutun, ohne jede Muehe.

Ehrlich, einfacher als mit Topinambur kann man es kaum haben.

Wenn da nur nicht die Zubereitung waere

Diese ist naemlich eine ganz andere Angelegenheit. Sehe ich mir die einschlaegigen Kochseiten im Internet an, finde ich ausnahmslos Lob fuer diese Knoellchen. Aber was auch immer ich bisher daraus gemacht habe war eher Mittelmass. Gut, ich esse das ja noch. Ich habe es ja selbst angebaut, mir liegt etwas daran. mich gesund zu ernaehren, und allzu zimperlich bin ich da nicht. Mich kann man aber auch nicht als Massstab nehmen. Den Kindern lassen sich diese Knollen nicht eintrichtern. Auch nicht mit viel Apfelraspel und Orangensaft. Einen halben Loeffel und keinen mehr. Und der wird meist noch ausgespuckt.

Es wird an mir liegen

Eigentlich ein Trauerspiel. Jetzt waechst im Garten ein Gemuese (oder zu was gehoert Topinambur?), fuer das ich kaum einen Finger krumm machen muss, und ich werde es in der Familie nicht quitt, egal was ich daraus mache. Das kann zwei Gruende haben: Einer koennte sein, die Knollen sind doch nicht so das “Gelbe vom Ei”, auch wenn sie gesund sein sollen, oder aber es liegt an meinen Kochkuensten.

Es wird wohl letzteres sein.

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Veröffentlicht unter Ernte, Gemüseanbau, Ungeklaerte Fragen Getagged mit: , ,
23 comments on “Topinambur, die tolle Knolle. Die Ernte. (Video)
  1. Das sollte eigentlich an ihre Email gehen :D, geben sie das Kommentar einfach nicht frei.

    Lg

  2. Querdenker sagt:

    Wer auf die Tobis mit Blähungen reagiert sollte bei der Zubereitung Natron zugeben und das Problem ist gelöst.Rösti aus Tobis,ich könnt mich reinlegen.

  3. Wolfgang sagt:

    @rena. Ja, das war mir noch nicht so klar das jede Sorte auch vermehrbar ist.
    Nach langer Sucherei hab ich jetzt welche auf dem Markt gefunden und gleich gekauft.
    Das Kilo kostet da zwischen 7,50€ und 8,95€. Dankeschön für deinen Hinweis.

    @Ralf auch dir nochmal vielen Dank für den Tipp mit dem Shop von Dreschflegel.

    Jetzt brauch ich nur noch ein paar frostfreie Tage zum Pflanzen.

  4. SR Gruenhaus sagt:

    Da fällt mir ein, dass ich vor Jahren mal ein Gratin aus Topinambur gemacht habe: Topis schälen, in Scheiben in gebutterte Form geben, würzen, Sahne/Käse drauf und ab in den Ofen. War lecker und die Wirkung auf das Gedärm ging so ;-)

  5. Wolfgang sagt:

    Hallo Ralf,
    mir geht es genau anders herum. Ich koche die Tobinambur wie Kartoffeln und esse sie als Beilage wie Pellkartoffeln.

    Bisher habe ich sie mir immer gekauft. Jetzt möchte ich aber selbst welche pflanzen.
    Nur die Suche nach den ersten Knollen gestaltet sich etwas schwierig.
    Wer kann mir eine Bezugsquelle für meinen Test sagen?

    Bin für jeden Hinweis dankbar.

    Beste Grüsse
    Wolfgang

    Besten Dank für deine Videos. Das macht alles viel deutlicher.

    • rena sagt:

      Du darfst sie nur nicht kochen und aufessen, sondern in die Erde stecken !
      Glaub, jeder Bioladen bietet welche an….zum Essen. Aber sie sind auch zum weitervermehren gut;-)

  6. Elfriede sagt:

    Topinambur schälen oder sehr gut waschen, in feine Scheiben schneiden und auf einem Kuchenblech auf die Heizung stellen. In eineinhalb Tagen, vielleicht mehr, je nach Heizung, bekommt man knusprige Chips, die im Mund krachen und süß schmecken. Da hat man immer was zu knuspern :-)

  7. rena sagt:

    Also mein Favorit-Topi-Essen ist : Ich füttere die Kaninchen mit Grün, später im Winter mit den Knollen und dann esse ich die Kaninchen !
    Das mögen sogar meine Enkel, die sonst ziehmlich vegetarisch ernährt werden.
    Übrigens bedecke ich im Herbst die Topi-Fläche dick mit Laub, so komme ich auch bei starken Frost an die Knollen. Die vertrockneten dünnen Stängel und Blätter mögen die Kaninchen dann auch noch und aus den dicken Stängeln binde ich ca 30-40cm lange Bündel, die dann als Insektenhotels unter Beerensträucher landen und schließlich zu Mulch werden….

  8. Rob sagt:

    Warum müssen die Leute immer alles totkochen und alles irgendwie verarbeiten?!
    Keep it simple!
    Topis mit Bürste waschen, klein schneiden, dann aufs Brot oder in den Salat – so wie Radischen eben auch, etwas Salz drauf und essen. Was soll daran schlecht sein?

    Ich persönlich esse sie z.T. völlig roh ohne irgedetwas dazu.

    Sollte mal doch noch etwas Erde dran sein, umso besser! Dann braucht man sich keine Heilerde mehr zu kaufen! ;-)

  9. Biene sagt:

    Also wir haben unseren Topi jetzt das 3. Jahr und mit Ernten war bis dato nichts.
    Winzige Knollen die sich aber vermehren, schlimmer als jedes Unkraut. Dafür schöne Blumen im Spätsommer (2m und mehr) … Vielleicht gibt es da auch unterschiedliche Sorten oder wir haben den falschen Standort gewählt …!???

  10. Das ist ja der Hammer! Was hast du denn für traumhaftes Wetter!
    Hier ist der trübste Winter ever im Gange, mit den zweitwenigsten Sonnenstunden seit Wetteraufzeichnung. Da könnt ich glatt neidisch werden. ;-)

  11. Jonna sagt:

    Hallo Ralf,
    bevor Du auf die Idee kommst den Topinambur zu kochen (igitt) oder roh zu verwerten (ich sehe Deine Kinder flüchten) gebe ich Dir lieber mein wirklich leckeres Rezept:

    Topinambur (gewaschen, aber mit Schale) in dünne Scheiben schneiden. Diesen in eine gefettete Auflaufform schichten. Mit (wenig) Salz und Pfeffer würzen. Ein guter Schuss Pflanzenöl darüber. Alles mischen. Bei 200 Grad in den Backofen. Etwa 20 Minuten, je nach Backofen, bis der Topinambur durch ist. Wird das Gratin etwas länger gebacken, gibt es eine feine Kruste.
    Auch lecker: die Hälfte des Topinamburs durch Kartoffeln ersetzen.

    Schöne Grüsse aus Lothringen

  12. Hi Ralf,
    Topinambur enthält Inulin und ist daher besonders gesund für Diabetiker. Geschmacklich finde ich ihn auch nicht so toll, schmeckt gekocht halt wie eine fade Kartoffel. Ich habe ihn mal unter Ofengemüse (Möhren, Sellerie, Kartoffeln,Rosenkohl usw.) gemischt und einen Braten darauf gegart, da hat niemand gemerkt, das er Topinambur ißt.
    Meine Großeltern haben ihn schon angebaut, aber nur als Viehfutter. Der Vorteil liegt eben in der Unkompliziertheit. Ich würde dir raten, rechts vor Deinem Zaun einen ca. 50 cm breiten Streifen zu kultivieren und dort Futter für Deine Tiere anzubauen: Mais, Sonnenblumen, Topinambur etc. Das erspart schon mal eine Menge. Wir hatten immer das Glück, das unsere Hühner viel Auslauf hatten. So konnten sie ihr Futter selbst suchen. Tagsüber sammelte meine Großmutter alle Küchenabfälle ( Kartoffelschalen, Gemüseabfälle,Brotrinden,Trester usw.) und kochte sie zum Abend hin. Das wurde gestampft und mit wenig Getreide oder Haferflocken vermengt abends in den Stall gebracht und sorgte so auch dafür, daß alle Hühner in den Stall kamen bevor er zugesperrt wurde. Die Menge, die du pro Woche zufütterst, reichte uns für den halben Winter.
    Wie schon mal geschrieben, wurden vom Topinambur auch die oberirdischen Teile verfüttert.
    Viele Grüße, Wolkenwanderer

  13. Chaosgarten sagt:

    Hallo Ralf,
    der Geschmack ist tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig.
    So schmecken sie uns ganz gut:

    http://chaosgarten.blogspot.de/2012/11/
    endlich-ein-geniebares-topinamburrezept.html

    Außerdem sind sie in weißem Boheneneintopf ganz unauffällig mit unterzubringen und der Eigengeschmack fält darin nicht mehr negativ auf.

  14. Petra Kühnlenz sagt:

    Hallo,
    Das Grünzeug von Topinambur kannst Du übrigens prima an die Karnickel verfüttern. Unsere lieben es. Auch schon während des Wachstums, einfach ein paar Stengel ausbrechen.
    Die Pflanzen sind ja unverwüstlich. Ich habe auch jedes Jahr welche und da man nie alle Knollen ausgegraben bekommt wachsen sie jedes Jahr von Neuem.
    Ich finde es echt toll was Du machst. ich ticke genauso.
    LG Petra

  15. Nora sagt:

    Ein Tip von mir. Topinambur schälen und in ganz feine Scheiben hobeln und dann in Fett frittieren. Danach mit Salz und Paprika würzen. Schmeckt ähnlich wie Kartoffelchips und das mögen normal auch die Kinder…
    Kann man auch über den Salat geben.

  16. Britta sagt:

    Hallo Ralf!

    Vielen vielen Dank für das interessante Video!
    Ich bin auch gerade am überlegen, ob ich dem Tompinambur eine Chance geben soll!
    Ich bin mir wegen des Geschmacks halt auch nicht so sicher!
    Ich habe gerade ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen, über alte Gemüsesorten… dort sind auch einige Rezepte dabei!
    Das Buch heißt:

    Alte Gemüsearten neu entdeckt: Schätze aus dem Bauerngarten
    von Heide Haßkerl

    und ich habe es aus der Bibliothek ausgeliehen… vielleicht eine Möglichkeit auch für Dich?

    Liebe Grüße
    Britta

  17. Jonas sagt:

    Wenn du möchtest kannst du das einfach an die hasen verfüttern.
    die freuen sich da riesig drüber.Apropos hasen.Ich hab nir letzte woche dein videos über kleintierhaltung angesehen und denk mir so: Ich hab bald bestimmt so viele hasen dem könnste doch einen rammler schenken. ich hab gesehen du hast mechlemburger schecken die gleiche rasse die ich auch habe(na ja, eigentlich mecklemburger schecken gekreuzt mit reihnischen schecken), dann müsstest du nicht immer von inzucht sprechen. wenn du also interesse hast mail mir einfach mal.

    viele grüße aus mittelfranken und noch ein dickes lob für die letzten videos.

    PS: würd mir mal wieder ein video über sie hasen wünschen

  18. S.Presso sagt:

    Das Wetter da im Hintergrund würde ich nicht unbedingt “Winter” nennen …

    Zum Topinambur – der mit weißen Knollen breitet sich nicht sonderlich aus, der rot-schalige ist deutlich expansiver. Was aber, im Vergleich zu irgendwelchen Wurzelunkräutern geradezu harmlos ist.
    Ob rot oder weiß – geschmacklich überzeugend waren beide nicht wirklich.

  19. Nils sagt:

    Ich habe die gleiche Sorte und die habe ich als Violo bekommen.
    Man kann auch wunderbar Chips draus machen, nicht nur Salat. Wenn du sie warm zubereiten willst, dann nie mit Wasser kochen sondern maximal dünsten/dämpfen, sonst schmeckt es nach nix mehr.

  20. Patrick sagt:

    Ich bin auch ein grosser fan von Topinambur – abgesehen von der … Gasentwicklung nach der Mahlzeit.

    Ich mag sie am liebsten
    – gewuerfelt mit anderen Wurzelgemuesen im Ofen geroestet
    – pueriert als Suppe
    – roh in feine Scheiben geschnitten, als Salatbeigabe

  21. saradieschen sagt:

    vielleicht eine Suppe?
    Ich glaube topinambur ist etwas, dass roh einfach nicht besonders gut schmeckt… auch fuer den Salat soll man die duennen scheibchen ja kurz blanchieren. Ich weiss, schade um die vitamine, aber es soll ja auch schmecken :)
    Ich kenn es auch als Puree mit Kartoffel zusammen, hat gut geschmeckt, und so kann man es auch den kiddies unterjubeln ;)

  22. Connie sagt:

    Topinambur ist hier in Frankreich weit verbreitet und wird auf die verschiedensten Arten zubereitet – roh, gekocht, als Puree, in Butter angebraten, geroestet…… je nach Geschmack. Wer den Geschmack von Artischocken und Schwarzwurzel mag, sollte auch Topinambur moegen!

    Fuer Puree einfach die Knollen mit etwas Salz und Zitronensaft weichkochen, dann puerieren und etwas Butter drunterziehen. Fertig. Und Lecker!

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