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Der „Drei Zonen Garten“ von Markus Gastl, oder warum die Welt noch ein Gartenbaukonzept mehr braucht. (Video)

Gartenkonzepte gibt es viele. Wahrscheinlich wuerde nicht einmal ich es schaffen, sie alle nacheinander zu meinen Lebzeiten auszuprobieren. 🙂 Obwohl, ich versuche ja schon so einiges. Es kommen sogar immer noch neue Gartenkonzepte heraus. Permakultur ist ja schon einige Jahre alt. Der klassische Bauerngarten ist noch viel aelter. Mulchen ist in den letzten Jahren enorm in Mode gekommen, einige propagieren Komposttees, andere wiederum meinen, fein verteilte Kohle, Terra Preta genannt, waere des Raetsels Loesung und die ganz modernen meinen, man solle doch zum Garten direkt ein paar Fische in einen IBC Tank stecken und mit deren Ausscheidungen geradezu Wunder im Garten erleben. Sie wissen was ich meine. 🙂

Der „Drei Zonen Garten“

Aber haben Sie schon mal was vom „Drei Zonen Garten“ gehoert? Ach nein, noch ein neues Gartenbaukonzept moegen Sie sagen. Das aber waere voreilig ge- und verurteilt. Der „Drei Zonen Garten“, ein Gartenkonzept, erfunden von Markus Gastl, ist nicht nur eine weitere Variante des Hobbygaertnerns, nein, es ist viel mehr.

Lesen oder sehen, Sie haben die Wahl 🙂

Jetzt erwarten Sie bloss nicht, ich wuerde Ihnen in diesem Artikel den „Drei Zonen Garten“ haarklein erklaeren. Um das Konzept halbwegs zu verstehen, mit all den dazugehoerigen Informationen, die mir Markus bei meinem Besuch im August letzen Jahres gegeben hat, und das waren ziemlich viele, denn Markus betreibt den Hortus Felix und den Hortus Insectorum, muesste ich schon ein Buch darueber schreiben. Welch ein Glueck, dass Markus das schon getan hat.

Sollte Ihnen lesen allerdings zu muehselig sein, dann opfern Sie doch einfach knapp 40 Minuten Ihrer Zeit und sehen sich mein heutiges Video an. Darin ist das naemlich alles erklaert. Und ich prophezeie Ihnen, auch Sie werden erstaunt sein. Ja, vielleicht werden Sie sogar Ihr eigenes Gartenkonzept ueberdenken und Aspekte des „Drei Zonen Gartens“ in Ihren Garten mit einfliessen lassen.

Insektenhotel Hortus Insectorum
Im Hortus Felix bietet Markus den Insekten ein riesiges Hotel an. Es dauert allerdings einige Zeit, bis dieses so richtig in Schwung kommt.
Heu als Mulch
Markus verwendet Heu von seiner Hotspotzone um die Ertragszone zu mulchen.

Nur ein kleiner Einblick

So ein paar Gedanken kann ich Ihnen aber verraten. Markus sieht seinen Garten naemlich nicht nur unter dem Gesichtspunkt, Gemuese anzubauen und damit einen Beitrag zur eigenen Ernaehrung zu leisten. Markus bezieht die Natur, unser aller Lebensgrundlage mit ein. Fuer Markus heisst es nicht, hier mein Garten, dort der Gartenzaun und dahinter die Natur mit all ihren Lebewesen und Zusammenhaengen, die mich nichts angehen. Ein Garten muss, ja darf keine Insel sein. Ein Garten reiht sich ein in die Natur im allgemeinen, ein Garten kann und muss sogar Lebensraum fuer allerlei Getier und Pflanzen bieten.

Hortus Felix Hortus Insectorum
Mehr als genug Gemuese waechst da allemal. Es mag zwar dem ein oder anderen ziemlich „unaufgeraeumt“ vorkommen. Aber damit koennte ich leben. 🙂
Totholz, Lebensraum fuer Nuetzlinge
Ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Totholz bietet Lebensraum fuer allerlei Getier.

Ein Blick aus dem Fenster verheisst nichts Gutes

Uns ist doch nun allen klar, jedenfalls denen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen, dass die Natur auf breiter Front auf dem Rueckzug ist. In unserer Gesellschaft gilt nur noch als wertvoll und erhaltesnwert, was nutzbar ist, was Gewinn abwirft und was wenig Arbeit macht. Auch wenn es ein paar Feldhamster mittlerweile geschafft haben, ihr Territorium meistens zu verteidigen, wie viele andere da draussen haben keine Lobby. Wen kuemmert schon eine Spinne, eine Kroete oder ein Falter. Werfen Sie mal einen Blick aus dem Fenster. Ich jedenfalls sehe da nur industrielle Landwirtschaft. So weit das Auge reicht. Keine Hecken, keine Biotope, keine Rueckzugs oder Lebensraeume fuer Nuetzlinge und auch solche, die keinen, durch das menschliche Auge gesehen, Nutzen haben.

Solaranlage im Garten
Kein Stromanschluss im Garten und trotzdem eine heisse Tasse Tee.

Jeder von uns ist gefragt

Wer weiss schon, wie viele Wildbienenarten bereits ausgestorben sind oder kurz davor stehen, wer weiss schon, ob nicht auch die unscheinbarste Kreatur da draussen, einen Nutzen und eine wichtige Aufgabe im „Grossen Ganzen“ einnimmt. Es waere nahezu fahrlaessig, sich darauf zu verlassen, dass irgendwer anderes sich schon darum kuemmert. Auch Sie, jeder, kann einen kleinen Beitrag leisten.

Der drei Zonen Garten
Nicht das schlechteste Gartenkonzept 🙂
Metal core Steinpyramide
Nuetzlich ja, aber schoen? 🙂

Und genau da setzt der „Drei Zonen Garen“ an. In einem solchen ist Platz fuer all die, fuer die in unserer modernen Welt eben kein, oder allenfalls nur noch ein wenig Platz ist. Wie gesagt, Sie werden erstaunt sein. Uebrigens, Markus betreibt auch eine Internetseite fuer seine beiden Gaerten und sein Gartenbaukonzept. Hortus Insectorum, Vielfalt, Schoenheit und Nutzen. Vielleicht besuchen Sie ihn dort einmal.

Ich bedanke mich von Herzen, einen Einblick in seinen Garten und sein Konzept erhaschen zu duerfen. Ich habe mir auch noch den Hortus Insectorum angesehen. Ob ich aber daraus eine Video zusammenbasteln kann, ist noch unklar. Die Zeit war einfach zu knapp bemessen. Aber vielleicht darf ich Markus ja noch einmal besuchen, in seinem zweiten Garten. Markus kann naemlich ganz schoen viel ganz schoen gut erklaeren.

Ich nehme an, Sie haben sich fuer meinen Film entschieden. 🙂 Viel Spass dabei

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5 Antworten

  1. Hallo Ralf, ich mag Deine Reportagen sehr. Sie zeigen uns Selbstversorgern immer wieder dass andere auch nur mit Wasser kochen. 🙂

    Was Markus Gastl da macht, ist hübsch und nützlich. Einige Aussagen und Dinge fand ich zwar eher widersprüchlich aber das mag jeder für sich entscheiden.

    Fakt ist, er macht sich Gedanken und er arbeitet mit ökologischen Methoden. Ob „Hortus“ oder einfach nur schnöde „Garten“ dran steht: Wichtig ist was drinnen passiert und wie der „Hortuniker“ oder „Hortugraph“ (Wie heißt eigentlich Gärtner lateinisch?) mit der Natur umgeht.

    Auch wenn einige seiner „Erfindungen“ schon Jahrtausende in den Gärten zu finden sind und seine „Narturmodule“ jedem Grundschulkind geläufig sein sollten: Herr Gastl leistet einen wichtigen Beitrag, solche Techniken wieder allgemein bekannter zu machen und auch unter weniger naturverbundenen Gärtnerinnen und Gärtnern bekannter zu machen. Er zeigt: Es geht auch ohne Unkrautex und Kunstdünger. Das ist das wichtig.

    Also: Tolle Reportage! Gefällt mir!

    Herzliche Grüße, Mischa Lempe

    1. Hallo

      Auch wenn die Reportage oben schon etwas älter ist ich finde sie sehr gut gemacht ansonsten schließe ich mich den Vorredner an ein interessantes Gartenkonzept.
      Ich Habe mir allerdings gestern eine Führung angetan durch den hortus insectorum…
      Unabhängig davon dass sie sicherlich eine Pionierarbeit geleistet wird und Herr Gastl sehr konsequent seine Ansichten umsetzt bin ich doch der Meinung dass man zwar einige seine Ideen mit nach Hause nehmen kann allerdings komplett umsetzen würde ich das jedenfalls nicht.
      Er ist Meiner Meinung nach einer der ersten welche für das Ablagern von Bauschutt im Garten eine bayerische Staatsmedaille bekommen haben statt eines Strafbefehls jetzt kann man natürlich darüber trefflich diskutieren das lasse ich lieber.
      Der missionarische Eifer der von Herrn Garstl den Tag gelegt wird ist schon beachtlich mal abgesehen von den missionarischen Botschaften Richtung Gott und so weiter mag das ja durchaus in Ordnung sein.
      Viele Dinge haben mir positiv gefallen… auch in der Reportage allerdings wie gesagt immer das ganze dann mal live sieht ist das wohl sehr entscheidend zu welcher Jahreszeit.
      das ganze ist letztlich ein cleverer ist Geschäftsmodell für eine mehr oder weniger große Gruppe von Kunden die 5 € Gebühr für die Führung sind völlig in Ordnung allerdings läppert sich natürlich das ist auch in Ordnung so für die Natur ein Gewinn für die Masse eher weniger umsetzbar.

      Mit Freundlichen Grüßen Müller

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