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Von der Weizenernte und von ueberschrittenen Grenzen, oder waeren meine Vorfahren doch bloss Jaeger und Sammler geblieben. (Video)

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Etwas mehr als die Haelfte des Weizens hatte ich also auf diese Weise geerntet. Mit der Sichel geschnitten, auf unseren Holzbock gelegt, gebunden und unter Dach aufgehaengt. Auch am zweiten Erntetag habe ich wieder nach derselben Methode begonnen. Schneiden, binden, wegtragen. Die Sonne schien mir bruetend heiss auf’s Hirn, um mich herum nur die Geraeusche von Maehdreschern aus allen vier Himmelsrichtungen, und ich haette so gerne jemanden gebeten, doch mal schnell mit diesem Ding vorbeizukommen und mir mein winziges Stueckchen Weizenfeld im Nullkommanichts abzuernten. Man muss sich das mal vorstellen. Fuer eine Arbeit, ach, ist ja nur die Haelfte der Arbeit, das Dreschen kommt ja noch, fuer das ich hier zwei Tage gebraucht habe, geschwitzt wir ein Ochse, mit der Sichel auf die Finger gehauen, die Stoppeln in die nackten Knie gedrueckt, haette so ein moderner Maehdrescher wohl nur wenige Sekunden gebraucht und schon haette man die ausgedroschenen Koerner im Tank gehabt. Und ich rackere mich da ab, kaempfe still vor mich hin, Meter um Meter durch das Feld, und je laenger es dauerte, je zaeher ging die Arbeit vonstatten.

Bis hier hin und nicht weiter

Dann kommt der Moment, wo man nicht mehr will, an dem man keine Lust mehr hat, an dem man sich fragt, wo der “gottverdammte” Sinn der ganzen Sache liegt, an dem die Pausen immer laenger und die Arbeitsintervalle immer kuerzer werden. Es kommt der Moment, an dem man sich fragt, wer bloss diese Idee mit der Selbstversorgung hatte und sich insgeheim selbst verflucht. Warum kann ich nicht wie jeder andere am Samstag morgen in die Baeckerei fahren und mir frische duftende Broetchen kaufen, warum kann ich mir nicht meinen Toast in den Toaster stecken und diese “Scheissidee” mit dem Getreide jemand anderem ueberlassen? Sollen sich doch andere bei bruetender Hitze in den Garten stellen und schweissnass gebadet mit Getreidehalmen kaempfen. Sollen sich doch andere mit der Idee der Selbstversorgung beschaeftigen, sollen doch andere den Vorreiter spielen und vielleicht auch zum Narren der Gartenblogszene machen. :) Warum zuechte ich nicht viel lieber Rosen? Waere in meinem Alter doch viel angemessener.

weizenernteEin Bock auf dem die Aehren gebunden werden, ist eine grosse Hilfe. Diese Bueckerei geht naemlich ziemlich auf die Knochen.

Nur nicht aufgeben. Es muss auch anders gehen

Aber dafuer bin ich dann auch wieder zu knauserig. Es kam ja einige Male der Vorschlag, ich solle das ganze Zeug doch einfach absensen und den Huehnern vorwerfen. Die haetten sich bedankt und ihre Freude daran gehabt. Aber nein, so bin ich nicht. Ich bin ein Erbsenzaehler. Nicht nur, dass ich mich da Halm fuer Halm vorgekaempft habe, nicht nur, dass ich schon wieder neue Zukunftsplaene fuer den Weizenanbau im Garten schmiede, wie man es einfacher und schneller machen kann, nicht nur, dass ich mich aergere, nicht doch einen groesseren Garten zu haben, nein, ich hebe auch noch jede Aehre von der Erde auf und werfe sie in einen Eimer. Meine Guete, ich habe mir das in den Kopf gesetzt und werde das auch durchziehen.

Waere der Wind nicht gewesen

Jedenfalls kam ich nach einiger Zeit an ein Stueck Acker, auf dem der Wind ganz besonders schlimm gewuetet hatte. Dieses Tohuwabohu von Halmen, Aehren und Unkraut war nicht mehr zu entwirren. Ich haette noch zwei weitere Tage gebraucht, um auch dieses letzte Stueck halbwegs ordentlich abernten zu koennen. Und da kam der Punkt, an dem ich mir gesagt habe, so geht das nicht. Getreide im Garten alles gut und schoen, der Gedanke ist ja ganz lustig, aber man muss seine Grenzen kennen. Meine Grenze war erreicht, wenn nicht sogar ueberschritten. Ich muss doch vollkommen durchgeknallt sein, mich da fuer ein paar Kilo Bioweizen so anzustellen, mir die Knochen kaputt und das Hirn austrocknen zu lassen.

Bis dahin und nicht weiter. Ich habe den Rest zwar nicht den Huehnern vorgeworfen sondern mir nichts dir nichts mit der Sense abgesenst und dieses Gestruepps auf den Einachser verladen. Wie ich da jemals an die Koerner aus den Aehren kommen sollte, war mir egal. Hauptsache Schluss mit dieser Arbeit, Schluss mit dieser Plackerei auf dem Feld, Schluss damit in dieser Hitze dort vor mich hin zu kaempfen. Mir wird schon was einfallen.

niedergedruecktes-weizenfeldGetreide alles gut und schoen. Aber so bitte nicht. Dabei wird die Sorte Thasos noch als besonders standfest bezeichnet. Solch ein Tohuwabohu ist eine Qual zu ernten.

Erst nachdenken, dann nachmachen

Bevor Sie jetzt auf den Gedanken kommen, selbst Getreide im Garten anzubauen, denken Sie gut nach. Alles was ein paar m2, sagen wir mal fuer Schulungszwecke der Kinder wegen, ueberschreitet, ist kein Witz mehr. Das ist nicht mal eben in ein paar Minuten gemacht, das ist harte Arbeit. Der Ausdruck “unser taeglich Brot” erlangt dann sehr schnell eine ganz andere Bedeutung. Man koennte sich wirklich fragen, warum unsere Vorfahren dereinst auf den Gedanken gekommen sind, ihr Leben als Jaeger und Sammler an den Nagel zu haengen und sich mit solch aberwitzigen Taetigkeiten wie dem Getreideanbau auseinanderzusetzen. Was mag die bloss getrieben haben? Dabei bin ich sicher, jeder Bronzezeitmensch haette sich nach meinem Feld die Finger geleckt. Verglichen mit dem Anbau vor einigen tausend Jahren, waere mein Feld sicher das “gelobte Land” gewesen. Mehr Aehren als sie frueher auf einem Vielfachen der Flaeche zu ernten gewesen waeren. Mit dem Wissen der Industriegesellschaft und mit der Gewissheit im Hinterkopf, wenn alles schief laeuft, doch in die Baeckerei gehen zu koennen. Das muessen wirklich harte Burschen gewesen sein. Da kann sich jeder Verwaltungsangestellte heutzutage eine Scheibe von abschneiden.

stoppelfeldWas ich jetzt mit diesem Stoppelfeld im Garten anfangen soll, ist eine andere Frage. So belassen und in wenigen Wochen haette ich wieder eine Wiese. Dazu kommt spaeter mehr.

Was haben es die Kinder von heute gut :)

Aber nun gut, lassen wir das. Einen Punkt moechte ich noch kurz ansprechen. Ich bin ja wie gesagt ein Erbsenzaehler, wenn es um die Ernte geht. Da kenne ich kein Pardon. Jede Aehre die da auf dem Acker liegen blieb (und das waren sehr sehr viele), hat mich geaergert. Wenn schon denn schon. Meine Eltern haben mit oft erzaehlt, wie sie im Sommer ihre Zeit verbracht haben. Da war nichts mit Nintendo spielen, mit im Freibad liegen oder Eis essen gehen. Nein, die mussten Suemmern gehen. Diesen Begriff werden wohl die wenigsten ueberhaupt noch kennen, wenn ueberhaupt. Duerfte dafuer auch andere Bezeichnungen gegeben haben. Jedenfalls mussten sie als Kinder immer auf den Feldern suemmern gehen. Soll heissen, wenn die Felder abgeerntet waren, mussten die Kinder die bei der Ernte liegengebliebenen Aehren aufsammeln. Duerfte wohl nicht gerade die Lieblingsarbeit der Kinder gewesen sein. Diese gesammelten Aehren wurden dann ausgedroschen und in der Getreidemuehle gegen Mehl eingetauscht. Damals zaehlte noch jede Mark. Jedenfalls in unserer Gegend.

Und knausrig wie ich nun mal bin, auch ich bin suemmern gegangen. Habe die Aehren aufgesammelt, die noch nicht festgetreten waren. Dabei ist noch einmal ein grosser Eimer zusammengekommen. Haette ich weiter gesucht, ich haette bestimmt noch einen weiteren Eimer gefunden. Gerade bei dem Stueck, auf dem ich den Weizen mit der Sense geernet habe, lagen sehr viele herum die entweder abgerissen oder abgeschnitten waren. Da kam schon die Ernte von einigen m2 zusammen. Waere doch schade gewesen, all die wertvollen Koerner einfach liegen zu lassen. Die Kinder von heute, und meine allen voran, wissen gar nicht, wie gut sie es heute haben. Von den meinen hat mir naemlich keines geholfen. :)

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Veröffentlicht unter Backen, Beikraut, Ernte, Gartenansichten, Getreideanbau, Selbst gemacht, Ungeklaerte Fragen, Versuche Getagged mit: , ,
26 comments on “Von der Weizenernte und von ueberschrittenen Grenzen, oder waeren meine Vorfahren doch bloss Jaeger und Sammler geblieben. (Video)
  1. Eddy sagt:

    Hallo Herr Roesberger,

    hab mich grad gefragt was ich dann gemacht hätte, also ein Körbschen genommen und eine Gartenschere, und schön die Ähren da hineingeschnibbelt. Ausbeute 100%, das Stroh dann mit der Sense. Gut, wenn man Trocknen muss dann wohl mit Luftzufuhr (oder Solardörrer?). Das Dreschen ließe sich nur mit den Ähren eher automatisieren.
    Danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen!
    MfG, Eddy

  2. Hagazussa sagt:

    PS : Aus dem ebengenannten oberösterreichischen Scharnstein gingen noch Anfang des 20 . Jahrhunderts jährlich 900.000 ( ! ) handgeschmiedete Sensenblätter in die Kornkammern Osteuropas , also Ukaine , Weißrussland , Russland , … zur – hauptsächlich – Getreideernte , nachdem eine gutgepflegte Sense etliche Jahre hält , müssen alleine dort Millionen von Sensen zur Getreideernte im Einsatz gewesen sein . Wozu also das Rad neu erfinden , es ist längst erfunden . Wir müssen nur altes Wissen aus den Dornröschenschlaf wachküssen , bevor der letzte Mensch gestorben ist , der sich noch daran erinnern kann !

  3. Hagazussa sagt:

    Getreide muß man mit der Sense mähen . Allein schon wegen der Verletzungsgefahr der linken Hand durch die rechts geführte Sichel ( ist mir schon passiert . mußte genäht weden ) . Für die Getreideernte hatten unsere Altvorderen eine spezielle Sense , den sogenannten Wachler . An der Sense ist ein dreieckiges Tuch montiert , sodaß die Halme immer in eine Richtung fallen . Im oberösterreichischen Scharnstein gibt es ein Sensenmuseum , da sollte man sich das anschaun , außerdem gibt es dort den (Österreichischen !) Sensenverein , wo man noch echte , an die persönliche Körperproportion angepaßte Sensen bekommt , inklusive Mähkurs oder /und Dengelkurs . Sei mir bitte nicht böse , aber deine Sense ist nur eine Hilfssense , das ist kein Profiwerkzeug ! Jedenfalls Danke für die Videos , sind auch sehr gute Tipps dabei !

    • admin sagt:

      Hallo Hagazussa

      Wenn das Getreide nicht auf der Erde liegen wuerde, koennte man solch eine Sense auch nutzen. Auf der Erde liegend wird es schwer, so zu ernten, dass ich es auch vernuenftig zu Garben binden und zum trocknen aufhaengen kann. Das muss sein, um es spaeter mit meiner Dreschmaschine ausdreschen zu koennen.

  4. jonas sagt:

    Wie wäre es, wenn du es mal mit einem Halmlagerer versuchst? Sowas is richtig praktisch. Ich hab sowas massenhaft Zuhause rumliegen. Ich habe selbst ein Stück(chen) Land das ich mit Futterpflanzen für meine Hasen bebaue. Und noch ein
    Tipp: Wenn du als Gründüngung Alexandrinerklee (das sah in dem einen Video so aus), dann mähe ihn vor dem ersten Frost. Du kannst ihn den Hasen verfüttern, die freuen sich bestimmt darüber und beim pflügen hängt sich nichts zwischen Misteinleger und Streichblech.

  5. Markus sagt:

    “Dazu muesste das Gemuesebeet komplett leer sein. Denn die Vorkultur ist eben Gemuese. Mal sehen, ob ich das hinbekomme”

    Winterweizen ist ja sehr spätsaatverträglich. In günstigen Jahren kann das auch noch im November sein – wenn´s da mal ein paar schöne Tage noch gibt … nur die Saatstärke muss dann erhöht werden.

    Gruß
    Markus

  6. schredder83 sagt:

    hallo Ralf.
    Getreideernte muss mit Sense funktionieren. Wie ganau, keine Ahnung. Aber nicht umsonst gibt es diese ganzen Bilder, z.B hier:

    http://www.bildfundgrube.net/
    reportagen/wey-anton/

  7. pascal sagt:

    hallo du könntest mal in herbst nach der ernde bropieren winter weizen anzusähen ich hab ein leintuch darüber getan und am frühjahr hab ich sie geertet und dann hab ich normalen weizen gesäht

    lg pascal wegscheider

    • admin sagt:

      Hallo Pascal

      Dazu muesste das Gemuesebeet komplett leer sein. Denn die Vorkultur ist eben Gemuese. Mal sehen, ob ich das hinbekomme.

  8. Pythia sagt:

    stell doch da mal den Hühnertraktor drauf. sparste futter und arbeit

    • admin sagt:

      Hallo Pythia

      Der ist doch viel zu klein. Dann muessten die Huehner schon frei darauf herumlaufen. Das muss ich mir mal ueberlegen, wie ich das hinbekomme.

  9. Pythia sagt:

    Sind das etwa Fluppen in der Brusttasche??????

  10. Imme sagt:

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Mähen will gelernt sein. Das gemähte Korn sollte immer auf die bereits abgeerntete Fläche (beim Anmähen auf die Wiese) fallen, und zwar in gleichmäßigen Schwaden. Es gibt dafür Sensen mit einer speziellen Vorrichtung. Ein geübter Mäher kann das aber auch mit einer ganz normalen Sense. Das Korn wird dann unter Zurhilfenahme einer Handvoll Halme zu Garben gebündelt und in Hocken zum Nachtrocknen aufgestellt (wie ein Kartenhaus). Am besten geht die Geschichte mit 2 Leuten – einer mäht, und einer macht die Garben. Gute Übung: Kaninchenfutter mit der Sense machen. Du wirst sehen, im nächsten Jahr bist Du dann im Sensen perfekt!! Deine Dreschmaschine ist übrigens große Klasse!!
    Gruß aus Lübeck

  11. Uwe sagt:

    Jaja Einachs-Schummi, die Natur rächt sich früher oder später!

    Ich bin für den Einsatz von Maschinen dort wo es Sinn macht. Bei Deinem Getreidebeet von 160qm hättest Du mit einer Motorsense in 30 Minuten alles gescnitten und GUT geschnitten gehabt. Ja, auch die vom Wind niedergelegten Ähren. Diesen Teil (vom Dir mit 30% eingeschätzt) hättest Du eben händisch etwas mehr sortieren müssen. Gut eingeschätzt wärst Du in 3 Stunden fertig gewesen.
    Da Du aber des öfteren etwas dickköpfig bist und Dir selbst fleissig einredest “das geht nicht” muss Du eben etwas Schweiss lassen. Oder wie heisst es in englischen: “We all have to learn it the hard way”!

    Noch etwas zum Thema Arbeitssicherheit: Im gestrigen Film sieht man das die Sichel führende Hand einen “Schutzhandschuh” hat und die freie (gefährdete) Hand die die Garben packt hat keinen Handschuh! Muss schon sagen, ja das hat was! ;)=

    Ach ja und Getreidegarben kann man mit den eigenen Halmen binden, braucht man keine Schnur zu.

    Jetzt ruh Dich mal etwas aus, im nächsten Jahr wird es besser (und grösser)!

    Liebe Grüsse

    Uwe

    • admin sagt:

      Hallo Uwe

      Hallo uwe

      Arbeitssicherheit? Ich lebe doch im 17 Jahrhundert. Da gab es so was noch nicht! :) Aber im naechsten Jahr bist du herzlich eingeladen, mitzuernten und mit zu sammeln. Ich kann jede Hand gebrauchen. :)

  12. Friedrich sagt:

    Teil 2 Selbstversorgung mit Getreide ist in der heutigen Zeit eine wirklich gute Sache!
    Abgesehen von der Chemie und den Zusatzstoffen in unserem täglich Brot, sind die Anbauflächen knapp. Nicht umsonst kaufen große Konzerne landwirtschaftliche Nutzflächen.
    Das ist der riesige Unterschied zur Weltwirtschaftskrise der 20er und 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
    Damals gab es wenigstens unbelastetes Futtergetreide zu kaufen, welches man natürlich auch zu Brot verarbeiten konnte. (siehe auch: Pala Verlag, Helen und Scott Nearing)
    Also, nicht abschrecken lassen, nur die Technik verbessern, dran bleiben!
    Es gibt im Net Rezepte vom berühmt/berüchtigten Konsumbrot, Interesse? :-)

    • admin sagt:

      Hallo Friedrich

      Was um alles in der Welt ist ein Konsumbrot? Ich suche immer nach einfachen Rezepten fuer Brote, die man auch noch backen kann, wenn zwei wildgewordene Kinder um mich herum springen. Also her damit. :)

  13. Friedrich sagt:

    Teil 1 Hallo Ralf, so niedergeschlagen hab ich Dich noch nie gesehen, doch dazu gibt es keinen Grund, der Hund steckt im Detail. ;-)
    Daß Du bei der kleinen Fläche einzelnen Ähren sammelst, ist völlig ok, würde jeder andere auch, nur das Sensen geht etwas daneben.
    Du haust die Sense von rechts nach links ins Gehölz und die Garbe fällt nach RECHTS! Genau das soll aber nicht passieren, sie soll nach links fallen, bzw. im, sogenannten, Korb bleiben und im Schwad nach links abgelegt werden.
    Also Stück für Stück, schön geordnet in einer langen Reihe. Nach jeder Reihe bündelst Du oder ein Hiwi die Garben und weiter gehts.

  14. Hi Ralf,
    hier in Berlin/Brandenburg nennt man das ” stoppeln gehen”. Man stoppelt aber nicht nur auf Getreidefeldern, sondern auch auf Kartoffelfeldern und auf Erbsenackern.
    Meine Großeltern hatten zwar einen Garten und viel Viehzucht, aber als es im Krieg mit dem Essen knapp wurde, ging meine Großmutter heimlich nachts auf die Felder und “stoppelte” Rübenblätter für den (mit-)täglichen Spinat. Mein Großvater bekam davon wenig mit, da er nachts oft arbeiten mußte. Aber irgendwann wunderte er sich doch über diese unerschöpfliche Spinatmenge und fragte nach.Er bekam darauf die in unserer Familie klassisch gewordene Antwort:”Ach weißt du…,frag lieber nicht!”
    mfG
    Wolkenwanderer

    • admin sagt:

      Hallo Wolkenwanderer

      Aber heute machst du das nicht mehr? Ich sehe ab und zu noch mal Leute auf den Feldern. Bei Getreide duerfte das allerdings keiner mehr machen. Man weiss ja auch nie, was die da angebaut haben, ob Futtergetreide oder Brotgetreide.

  15. Markus sagt:

    :-) … “Ich weiß ich bin bescheuert.” … sitzt er da ganz abgeschlagen von der Arbeit mitten in seinem Weizenfeld :-) – ein Bild für Götter. :-)

    Aber du bist nicht bescheuert, du versuchst eben nur, soviel es geht, Ertrag rauszuholen und um die Ähren wäre es ganz bestimmt schade gewesen …
    aber warum hast du denn nicht einfach nen feinen Rechen genommen und die meisten
    erstmal zusammengerecht und nur die Ähren dann per Hand aufgesammelt, die dann immer noch liegengeblieben wären? Wäre doch bestimmt schneller gegangen.

    Wieder ein Super-Video!!

    Gruß,
    Markus

  16. Robse sagt:

    Mütze ab du hast es echt drauf, finde das ganz großes kino von dir

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