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Ein feiner frischer gruener Schimmer, oder von den ersten Weizenpflaenzchen.

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Ganz so schlecht ist mir meine Weizenaussaat nun doch nicht gelungen. Zum Glueck. Unter den mehr als 90 Reihen, die ich mit der Saatmaschine gezogen habe, waren nur drei darunter, in denen kein Korn gelandet ist. Mittlerweile ist die Saat aufgegangen, die Reihen sind klar zu erkennen, und ich bin auch mit dem Ergebnis zufrieden. Es ist sogar deutlich zu erkennen, wo ich welche Lochgroesse gewaehlt habe. Bis auf die drei Reihen, in denen nichts waechst.

Und was machen die Laufenten?

Selbst in Hinsicht auf die Laufenten, haben sich meine Befuerchtungen bisher nicht bewahrheitet. Sie haben zwar den gesamten Acker wieder und wieder plattgetrampelt, viele Blaettchen sind umgeknickt und die Erde sieht aus, als haette man darauf einen Kindergeburtstag gefeiert, aber ausgezupft oder verspeist haben sie bisher noch keine Weizenpflanze. Jedenfalls habe ich es nicht beobachten koennen. Erstaunlich.

Wirklich, es gibt keinen Quadratzentimeter, ueber den die Enten noch nicht getrampelt sind. Ist recht gut zu erkennen. Die Saatmaschine hat deutliche Huegelchen rechts und links der Saat aufgeworfen. Diese sind ueberall, ohne Ausnahme plattgetreten. Normalerweise sehe ich die Enten nur selten umherwandern. Meistens sitzen sie friedlich unter einem Strauch oder sonnen sich. Muessen das wohl zu den Zeiten machen, wo ich gerade nicht hinsehe. ;)

weizen-im-gartenNur drei Reihen, in denen keine Koerner lagen. Schnell noch nachgesaet.

Die drei Reihen habe ich dann, ca. zwei Wochen spaeter noch einmal eingesaet. Ich hoffe mal, es macht spaeter bei der Ernte keinen grossen Unterschied. Auch hat es sich nicht als besonders hinderlich herausgestellt, dass ich mit maximaler Tiefe ausgesaet habe. Hat zwar ziemlich lange bis zum Auflaufen gedauert, ob das aber nun an der Saattiefe oder aber an dem fehlenden Regen gelegen hat, ist eine andere Frage.

weizensaat-im-gartenIn der Mitte die drei Reihen ohne Saatgut, dahinter das Stueck auf dem ich mit grosser Lochgroesse gearbeitet habe, und im Vordergrund die kleineren Lochgroessen.

Alles in allem, ich kann nicht klagen. Freue mich, dass wieder etwas waechst (ausser Schnittlauch und Rhabarber), und bin jetzt mal gespannt, wie sich die verschiedenen Saatmengen auswirken.

Hat schon mal jemand mit Untersaaten experimentiert?

Mir schwebt ja immer noch vor, zwischen die Weizenreihen eine Untersaat auszubringen. Waere ja mit der Saatmaschine kein grosses Problem, zielgenau und auch in optimaler Menge z.B. Kleesaat zwischen den Getreidereihen auszubringen. Wird zum Teil auch im Bioanbau so gemacht. Dazu habe ich im Internet die Information gefunden, dass man dazu gut eine niedrig wachsende Kleeart nehmen kann. Weissklee soll gut geeignet sein. Nutzen der Untersaat mit Klee soll sein, den Boden besser zu beschatten, das Unkraut zu unterdruecken, den Feuchtigkeitsverlust in Grenzen zu halten und, im Falle von Klee, noch eine kleine Menge Stickstoff fuer den Weizen zur Verfuegung zu stellen. Ist der Weizen erst einmal geerntet, hat der Klee einen grossen Vorsprung und kann mehr Gruenmasse bilden, als wuerde er erst nach der Ernte des Weizens ausgesaet. Der optimale Zeitpunkt soll zwischen dem Schossen und der Bestockung liegen.

Da ich aber wieder von Hand ernten muss, kann das natuerlich auch Nachteile haben. Auf einem Feld ist es mit einem Maehdrescher noch moeglich, das Getreide zu ernten ohne dem Klee gross zu schaden. Von Hand ist das anders. Ich muss ja jede Reihe abgehen und dabei wird viel Klee schlichtweg niedergetreten. Untersaaten sollen sich auch fuer Gemuesekulturen eignen. Hat das vielleicht schon mal jemand im Hobbygarten versucht?

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Veröffentlicht unter Beikraut, Dies und Das, Gemüseanbau, Getreideanbau, Im Internet gefunden, Selbst gemacht, Ungeklaerte Fragen, Versuche Getagged mit: , ,
21 comments on “Ein feiner frischer gruener Schimmer, oder von den ersten Weizenpflaenzchen.
  1. marvin sagt:

    danke für den tipp, ich werde mal nachsehen ob sich diese sorte bei mir gut entwickelt oder nicht :)

  2. marvin sagt:

    Hallo rrhase (Ralf), ich hab da mal eine Frage,ich würde mal gerne wissen welche sorte Schlangengurken du im folientunnel anbaust? Ich überlege mir auch etwas kleineres anzuschaffen in kleines Gewächshaus oder so.

    Gruss Marvin

    • admin sagt:

      Hallo Marvin

      Die Sorte hiess im vergangenen jahr “Sudica”. Ich hatte aber auch einige veredelte Gurken die ich gekauft habe.

  3. marvin sagt:

    deine videos sind echt die besten in ganz youtube:) gut gemacht.

  4. Nino sagt:

    Hallo Ralf,

    eine gut Möglichkeit wäre, nur jede zweite Zwischenreihe mit Klee zu bestücken. Dann können sich immer zwei Reihen am Stickstoff bedienen, dazwischen bleibt eine Reihe, in der du gehen kannst, dann wieder Stickstoff für die Reihen links und rechts…
    Je nachdem wie du erntest könnte dir diese Methode helfen.
    Was meinst du?

    Gruß Nino

    • admin sagt:

      Hallo Nino

      Ich werde das bestimmt auch versuchen. Ob nun in jeder zweiten Reihe, oder halbe halbe, muss ich mir noch ueberlegen.

      Gruss RR

  5. styrian_cro sagt:

    nachtrag: und der klee waechst immer wieder nach egal wie oft du ihn schneidest, ich hab bei mir einen Luzernenbestand im 6. Jahr (Aussaat 2007), und der steht noch immer sehr gut da :-)

  6. styrian_cro sagt:

    hallo ralf,

    ich wuerde an deiner stelle auch eine kleeart in den Sommerweizen einsaeen, bei Weissklee musst du halt beachten dass er winterhart ist und im naechsten Jahr dann wieder dasteht, falls das heurige Weizenfeld im naechsten Jahr das Brache/Gruenduengungsfeld sein soll, dann kannst du ruhig Weisklee und Luzerne (gibt sehr gutes heu ;-) ) jetzt einsaeen, falls Gemuese drauf kommen soll, nimm einfach wieder den abfrierenden Perserklee. Alle Untersaaten bleiben in der Regel auf Grund des geringen Lichts klein und behindern die Ernte nicht grossartig. Und dann im Sommer wenn dass Feld abgeraumt ist, schiessen sie voll los und bilden einen guten und dichten Bestand.

    Die Vorteile sind eben eine Unkrautunterdrueckung das ganze Jahr ueber und die Stickstoff-Fixierung durch die Rhizobium-Bakterien, und dir fehlt ja Stickstoff in der Duengung, an P und K mangelt dir es ja nicht :-)

    lg von einem angehenden agrarwissenschaftler

    • admin sagt:

      Hallo styrian_cro

      Wenn du es sagst, dann kann ich ja nichts falsch machen. Werde mir also mal passendes Saatgut besorgen.

      Gruss RR

  7. gabi sagt:

    Hallo Ralf,
    ja der Klee wächst nach. Halt jedes Jahr an anderen Stellen. Aber über Sommer wächst er immer an den gleichen Stellen. Hab bei Margarete Langerhorst `s Buch
    Mischkulturgarten gelesen, dass sie sogar Wege anlegen zwischen den Gemüsesorten und den Klee zum Mulchen nehmen.
    Gruß
    Gabi

  8. Markus sagt:

    … nein, in meinen Weizen da will ich jetzt nicht mehr rein. Der hat sich ja über den Winter schön und sehr gut bestockt und er wächst auch schon so richtig – da hätte der Klee glaub ich keine Chance mehr – außerdem hab ich ja noch einen geringeren Reihenabstand als du. Übrigens der Weißklee, bildet der nicht so fiese oberirdische Ausläufer?, nicht dass du später mit dem Pflug nicht mehr richtig durchkommst und immer daran hängenbleibst …

    Gruß
    Markus

  9. Markus sagt:

    Hallo Ralf,

    dran gedacht und etliche Infos eingeholt zum Thema Untersaaten hab ich mir zu Hauf. Jedoch probiert habe ich es dann irgendwie doch noch nicht. Wäre aber interessant. Du könntest ja nur mal zwischen ein paar Weizenreihen aussäen und testen, wie das so wird. Wenn es sich bewährt, dann kannst du´s ja nächstes Jahr auf der gesamten Fläche so machen. Hab aber mal gelesen, dass sich da die Schnecken recht halten sollen.
    Der Weizen – man kann tatsächlich die Aussaat mit den verschiedenen Lochgrößen erkennen – sehr schön!

    • admin sagt:

      Hallo Markus

      Du hast doch auch ein Stueck Getreide. Deines ist doch schon weiter. Kannst ja schon mal mit einem Versuch vorangehen. ;)

      Gruss RR

  10. Pythia sagt:

    hattest du nicht geschrieben, dass dein boden überversorgt ist. warum denn das ganze?

    • admin sagt:

      Hallo Pythia

      Habe ich gesagt, aber die Untersaat bringt ja, wenn ueberhaupt, nur Stickstoff, und der fehlt. Daneben gibt es ja noch die Aspekte der Unkrautunterdrueckung und der Bodenbedeckung. Geht ja nicht nur um die Duengewirkung.

      Gruss RR

  11. Aepfelbrei sagt:

    Persönliche Erfahrung nein, Untersaat in vorm von Klee bei Getreide kenne ich von meiner eigentlichen Heimat. Habe das bei mir Zuhause schon öfters mal gesehen das auch nicht Biobauern das so gemacht haben.
    Aber denke auch dass das in deinem Fall nicht so der Renner sein wird wenn es ums Ernten geht. Im Normalfall wirst das ja, bei deiner Größe gut machbar, mit der Sense machen und Gaben binden zum trocknen und da wirst über kurz oder lang den Klee mit weg mähen da sie ja direkt über den Boden geführt wird.
    Auf die Unkraut unterdrück bezogen ist dies natürlich, aus meiner Sicht jetzt, eine sehr gute möglichkeit wenn man auf chemische Keulen verzichten will.

    Würde da vielleicht einen noch geringeren Reihenabstand mal in betracht ziehen auch wenns überall anderes steht. Drüber nachdenken darf man ja mal. Im Fall des geringeren Reihenabstandes wirst wohl nur kurz mit Unkraut zu bekommen da die jungen Triebe schnell überhand bekommen sollten und dem Unkraut das Licht nehmen werden.

    Im Bereich der Gemüsekultur meinst das jetzt in Form von zwischen Zwiebeln zb. Plücksalate sähen oder? auch in Form von Gründung dazwischen sähen?

    Gruß Aepfelbrei

    • admin sagt:

      Hallo Apfelbrei

      Nein, das mit der Untersaat soll auch bei Gemuese gehen. Mit verschiedenen Pflanzen. Muss nicht nur Schnittsalat sein. Da kommt es aber noch viel mehr darauf an, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Zu frueh leiden die Hauptkulturen, zu spaet hat die Untersaat keine Chance mehr. Hab ich jedenfalls so gelesen. Noch geringerer Reihenabstand denke ich mal, ist keine gute Idee. Dann kann man nicht einmal mehr zu Fuss hindurchgehen und mit der Hand die schlimmsten Unkraeuter ausreissen.

      Gruss RR

  12. gabi sagt:

    Hallo Ralf,
    habe schon viel gelesen über Untersaaten. Ich denke Weissklee geht auf jeden Fall. Der wird nicht besonders hoch. Ausserdem wird das Wachstum durch das Getreide ja erst einmal unterdrückt. Bei uns im Garten ist der Weissklee der im Rasen wächst noch nie höher als 15 cm gewesen.
    Gruss Gabi

    • admin sagt:

      Hallo Gabi

      Waechst bei euch der Klee denn immer wieder nach, auch wenn man ihn geschnitten hat? Dann koennte ich es versuchen und muesste nach der Getreideernte nicht noch mal neu einsaeen.

      Gruss RR

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