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Ueber Waschmaschinen, Quacksalber und die Philosophie der Selbstversorgung. (Video)

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Wenn man aber auch nicht alles selbst in die Hand nimmt, dann ist man aufgeschmissen. Das gilt auch fuer Waschmaschinen. Jetzt kommt der schon mit Waschmaschinen auf seinem Selbstversorgerblog, moegen Sie denken. Reicht es nicht, dass der uns schon mit Dreschmaschinen, Einachsern und sonstigem Kram behelligt? Ja, es geht heute um eine Waschmaschine, und was so eine Waschmaschine mit Selbstversorgung zu tun hat, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Nein, ich reihe mich hier auch nicht in die Gruppe derer ein, die mit Waschnuessen versuchen, ein Stueck Welt zu retten. Ich will auch nicht das Waschen auf dem Waschbrett propagieren. Kann man alles machen, muss aber nicht sein. Auch wir waschen mit einer Waschmaschine. Und das nicht selten. Bei vier Personen, davon zwei Kinder, ich kann Ihnen sagen, da kommt ganz schoen was zusammen. Kaum ein Tag, an dem die Maschine nicht laeuft. Welch ein Glueck, dass ich mich strikt weigere, auch als Hausmann, :) die Funktionsweise solch einer Maschine in meinem Hirn zu verankern. Waschmaschinen sind ein rotes Tuch fuer mich, das gebe ich offen zu. Dafuer haben wir ja den Staubsaugerexperten in der Familie. Der ist naemlich gleich auch der Waschmaschinenexperte. :)

Das ging auch lange gut,

bis eines Tages dieses “hochtechnisierte Geraet” nicht mehr das machen wollte, was es sollte, waschen naemlich. So erst kuerzlich geschehen. Auf der einen Seite Wasser rein, auf der anderen Seite Wasser raus. Kein Ruetteln, kein Schleudern, kein Waschen oder Saeubern, nichts, nur Wasser rein und auf der anderen Seite wieder raus. Ein Fall fuer den Profi. So habe ich mir das wenigstens gedacht. Ueber den Hersteller, Indesit, eine Firma ausfindig gemacht, die fuer solche Faelle zustaendig ist. Anfahrt fast 70 Kilometer und eine Pauschale von 49 Euro. Viel Geld. Ich also, als oekologisch denkender Mensch, eine Firma aus der unmittelbaren Umgebung gesucht. Die Fahrzeuge sehe ich hier jeden Tag die Strasse rauf und runter fahren. 9 Euro Anfahrt, Abrechnung in 10 Minuten Schritten, das hoerte sich doch schon viel besser an. Dazu noch ein lokales Kleinunternehmen zu unterstuetzen schien mir eine weise Entscheidung zu sein.

Philosophie der Selbstversorgung

Selbstversorgung ist eine Idee, hinter der mehr steckt als reiner Gemueseanbau. Manchmal muss man eben auch Waschmaschinen reparieren.

Der Monteur war auch puenktlich. Deckel der Maschine auf, einmal in einen Druckschalter geblasen, zweimal Wasser rein in die Maschine und wieder raus, ein wenig hier, ein wenig dort herumgespielt. Das war’s. “Kaputt, Elektronik. Reparatur lohnt nicht. In ein paar Tagen erhalten Sie von uns ein Angebot fuer eine neue Maschine.” Und weg war er. Weder die Platine der Steuerung, noch die der Bedienungsknoepfe wurde ausgebaut und begutachtet, aber eine ganze Arbeitsstunde plus Anfahrt berechnet und uns eine Rechnung von 85 Euro mit einem Angebot ueber den Kauf einer neuen Maschine fuer laeppische 849 Euro zugesandt. Die 85 Euro Monteurskosten wuerden beim Neukauf verrechnet. Ganz ohne Vorsatz versteht sich. :)

Ich haette Geschaeftsmann werden sollen

Da hatte ich ja echt wieder einen Reibach gemacht. Ich war so richtig stolz auf mich. :) Genau an diesem Punkt legen sich dann jedoch in meinem Hirn einige Schalter um. Wieso eine Stunde? Um einmal in einen Schlauch zu blasen, ein wenig herumzuspielen und Wasser rein und raus zu pumpen?

Ich also raus an die Waschmaschine. So ein grosser Unterschied zu meiner Dreschmaschine kann da ja nun auch nicht sein. Deckel ab, in den Druckschalter gepustet, Wasser rein, Wasser raus, in 15 Minuten war ich fertig und, ob Sie es glauben oder nicht, ich hatte bis dato noch nie so ein Ding von innen gesehen. Der Ausbau der Steuerungsplatine und die Platine der Bedienungselemente haben mich noch einmal 10 Minuten gekostet. Als voelliger Depp in Sachen Waschmaschinen also nicht einmal eine halbe Stunde, und schon hielt ich das Corpus Delicti in Haenden. Ein winziges blaues Bauteil auf der Steuerungsplatine war durchgeschmort. Und dieses winzige Dingelchen mit einem Preis von 17 Cents (12 Euro Versand), ich habe im Internet nachgesehen, soll mich jetzt 849 Euro kosten. Bin ich Kroesus? So viele Buecher koennen Sie ueber die Amazonlinks auf der linken Seite gar nicht kaufen. :)

Waschmaschine reparieren

17 laecherliche Cents kostet so ein Bauteil. Und das haette uns 849 Euro gekostet.

Ebay muss helfen

Vier Tage spaeter hielt ich genau die gleiche Platine, per Sofortkauf ueber Ebay fuer 5,99 plus Versand erworben, in Haenden. Anderswo war die naemlich nicht zu bekommen. Ob da vielleicht Absicht hinter steckt?

Was soll ich Ihnen sagen, eine weitere halbe Stunde spaeter surrte unser Waschmaschinchen wieder wie am ersten Tag. Der Waschmaschinenexperte der Familie strahlte wieder, die Kinder gehen wieder ohne Zahnpastaflecken auf dem T-Shirt aus dem Haus, und selbst ich bekam meine Wollmuetze gewaschen, die mir letztens im Huehnerstall in die “Scheisse” gefallen war. Die Welt war wieder in sauberer und gepflegter Ordung.

Und was ist mit Selbstversorgung?

Ach so, was das alles mit Selbstversorgung zu tun hat wollt ich Ihnen ja noch erklaeren. Selbstversorgung ist mehr als nur Gemuese aus dem Garten. Dahinter steckt ein Gedanke, eine Idee. Jedenfalls bei mir. Wer meine Worte, wer mein Tun nur aus der gartenbaulichen Sicht betrachtet, der liegt falsch. Hier geht es um mehr als Gemueseanbau, es geht um den Einstieg in ein anderes, (hoffentlich besseres) Leben, weg vom Konsum, weg von dem Glauben an immer neuer groesser hoeher schoener schneller und was ich da alles noch nennen koennte. Es geht auch darum, durch weniger Konsum, oder sagen wir besser gezielterem Konsum mehr Lebensqualitaet zu erreichen. Das alles wohlgemerkt nicht ins Extremste a la Gottfried ueberzogen. Es geht darum, einen gesunden Mittelweg zu finden zwischen der voelligen Verweigerung und dem ungezuegelten Glauben daran, immer die neueste Waschmaschine, das modernste Handy, das angesagteste Automobil oder den groessten Flachbildschirm zu besitzen. Es geht darum, Dinge in die eigene Hand zu nehmen, sich kein X fuer ein U vormachen zu lassen und daraus die noetigen Schluesse zu ziehen. Es geht darum, und vor allem darum, den Kindern einen Weg vorzuleben, der zukunftsweisend ist. Den Kindern zu zeigen, dass ein riesiger Flachbildschirm, auf dem so oder so nur Stuss laeuft, nicht gluecklicher macht. Es geht darum, einen winzig kleinen Beitrag dazu zu leisten, die Welt auch noch fuer unsere Kinder lebenswert zu erhalten.

Ok, vielleicht ein wenig hochgestochen, aber Sie wissen bestimmt was ich meine.

(Uebrigens, das verschmorte Bauteil werde ich ersetzten und mir die Platine auf Lager legen)

Noch ein Wort an den Quacksalber

Muessen Sie ja nicht lesen. Ist meine persoenliche Abrechnung mit eben jenem Unternehmen, dessen Angebot wir leider ausschlagen mussten. Ist ja nicht so, als waere ich so naiv zu glauben, Waschmaschinen, wie vieles andere auch, waeren fuer die Ewigkeit gebaut. Ist nicht so, als dass mir der Begriff der geplanten Obsoleszens auch bei Waschmaschinen nicht bewusst gewesen waere. Ich bin nicht so naiv zu glauben, die Hersteller haetten ein Interesse daran, ihre Produkte so zu konzipieren, dass sie leicht fuer jedermann zu reparieren sind und die Ersatzteile auch noch kostenguenstig abgegeben wuerden. Trotzdem hatte ich die vage Hoffnung gehegt, ein lokales Kleinunternehmen lege Wert auf positive Mund zu Mund Propaganda. Offensichtlich nicht. Eine kuenstlich ueberzogene hohe Rechnung mit dem Angebot zu koppeln, einen Waschmaschinenferrari zu kaufen, ist in meinen Augen eine Beleidigung und ein Verstoss gegen die guten Sitten. Solch ein Quacksalber kommt mir ganz sicher nicht mehr ins Haus.

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17 comments on “Ueber Waschmaschinen, Quacksalber und die Philosophie der Selbstversorgung. (Video)
  1. gunter abresch sagt:

    Mein Neffe repariert mir alles, so habe ich keine Probleme ! Man wird vom Staat so besteuert, dass man gerade noch über den Tellerrand schauen kann. Gruss Gunter

  2. Peter sagt:

    und auch die, die nicht löten können, können nach hackerspace, reparaturcafe oder gemeinschaftswerkstatt suchen und dort leute finden die helfen, dort lernen, wie sie es doch selber hinbekommen, oder dort idealerweise irgendwann mithelfen. Man findet dort auch Leute, die so ticken wie man selbst.

    Die können eventuell auch gebrauchte Markengeräte zum Ausschlachten brauchen.

    Insbesondere für Waschmaschinen, Weisse Ware und Espressomaschinen gibt es eigene Foren.

    @Marco,”3. Reparieren macht Spass und Stolz” GENAU!!!

  3. S.P. sagt:

    Zu den Äpfeln. Im Winter hat jeder Apfel aus Australien eine bessere CO2 Bilanz als einer aus Deutschland. Ist Schade ist aber so.
    Wie könnte man das ändern? Man muss eine Sorte anbauen die lange lagerfähig ist und zwar nicht in energiefressenden Kühlhäusern, sondern im Keller und solche Sorten gibt es kaum noch zu kaufen.
    Diese “Lageräpfel” sind der Normung zum Opfer gefallen. Aber vielleicht findest du ja noch ein Bäumchen :-)
    Hier im Norden, in der Nähe von HH gibt es einen Apfelbauern der alte Sorten kultiviert und am Leben erhält (denn einfach einen Kern in den Boden stecken führt nicht zu der Sorte die man in den Boden gesäät hat).

    • Gronzo Granato sagt:

      Auch ein Lagerapfel braucht kühle Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit um sich lange zu halten. Das Problem sind nicht die Sorten sondern die Keller, welche für moderne Zentralheizungen trocken und warm sein müssen. DARUM hält sich im Keller kein Apfel mehr lange, da hilft auch keine alte Sorte…

      • Peter sagt:

        Man kann alle Äpfel lange lagern, aber halt in einem frostfreien Lagerkeller. Am besten sind schädlingsfreie Erdgewölbekeller an (nicht unter) der Nordseite vom Haus. Man muss die Früchte mit der Hand pflücken, kein Pflückkorb. man darf die Früchte nur kontrollieren, nicht polieren oder waschen (die Wachsschicht ist wichtig)

        Und beim Lagern muss man aufpassen, z.B. Äpfel und Kartoffeln zusammen sind ein Rezept für Desaster! (Äpfel stoßen beim reifen Acetylen aus, das bringt die Kartoffeln zum auflaufen, verschrumpeln/faulen.
        http://de.wikipedia.org/
        wiki/Ethen#Biologische_Wirkung )

  4. ninjaturkey sagt:

    Klasse gemacht, Kompliment! Auch wir haben so einen lokalen Waschmaschinenmechaniker, der über die Dörfer fährt, aber immerhin akzeptable Deals vermittelt. Als unser Markenwaschautomat nach langen (!) treuen Jahren den Geist aufgab, kam dieser, konnte die Elektronik zwar auch nicht reparieren, hat uns aber ein gebrauchtes No-Name-Gerät für wirklich wenig Geld vermittelt. Die braucht zwar immer einen leichten Handkantenschlag um nach der Wäsche die Tür zu öffnen, läuft aber auch schon wieder rund 6 Jahre. Nach einem Riss im Schwungrad vor drei Jahren, habe ich ein neuwertiges Rad im Netz entdeckt, für ein paar Eurofuffzig erworben und in einer halben Stunde montiert. Läuft und läuft und läuft. Überhaupt bin ich seit Jahren zunehmend erstaunt, wie viel man problemlos (!) selbst machen kann, was einem vom Fachmann zuvor als ungeheuer kompliziert beschrieben wurde.

  5. Marco sagt:

    Gut gemacht! Genauso erging es mir mit meiner Senseo-Kaffeemaschine: Sie quittierte nach und nach immer mehr ihren Dienst (hörte einfach mitten beim Kaffeemachen auf) – nach gut zwei Jahren, also Garantieschluss.
    Also zerlegte ich sie komplett nach einer Youtube-Anleitung (man muss ganz oben an der Klappe anfangen, damit man am Ende an die Platine im Fuss kommt und das Hinderniss auf diesem Weg ist die Gefahr, dass die kleinen Plastikbefestigungen zur Montage einfach abbrechen) und lötete den Kondensator aus, baute einen neuen für 23ct ein und seitdem läuft sie wieder wie ein Schweizer Uhrwerk.

    Was ich daraus gelernt habe:
    1. Reparieren ist besser als Wegwerfen und Neukaufen
    2. Auch Markenprodukte sind von geplanter Obsolezenz nicht gefeit
    3. Reparieren macht Spass und Stolz ;-)

    Noch ein Tipp:
    Vielleicht bei Reparatur-Communities posten, wie die Reparatur funktionierte z.B. bei
    http://www.swaki.de, dann können andere davon profitieren. :-)

    Herzliche Grüße,
    Marco

  6. Tobi sagt:

    Ach, nebenbei:
    http://www.ebay.de/itm/2-Stk-Varistor
    -Uberspannungsschutz-Blitzschutz-
    S14K275-275V-350V-4500A-/271181028771
    ?pt=Bauteile&hash=item3f23a61da3

    und löten ist auch kein Hexenwerk! ;)

  7. Tobi sagt:

    Mit genau dieser EInstellung: Erstmal aufmachen und reinschauen, kann kein Hexenwerk sein, habe ich schon:
    die Kaffeemaschine,
    den Reiskocher,
    die Waschmachine,
    PC und Laptops,
    Autos,
    das elektr. Garagentor,
    die Spülmaschine,
    und sicher noch einige andere elektrische Geräte sowie unzählige Nichtelektrische repariert.
    Mit dieser Einstellung kommt man, meiner Meinung nach, SO weit!

    Grüße Tobi

  8. simon r sagt:

    Ja – nette Geschichte – aber leider Realität. Bei unserer Waschmaschine waren es nur die Kohlen – Centartikel und ein bisschen Willen – entscheiden über eine Große Geldausgabe oder nicht…..

    Es ist wirklich traurig wie auch damit die Umwelt belastet wird – alles vorschnell wegzuschmeissen – einmal hab ich einen Kühlschrank geschenkt bekommen – weil er “kaputt” war… in Wirklichkeit war die Abflussrinne im inneren des Kühlschranks mit Schmodder verstopft… Ich hab mich jedenfalls über den noch fast neuen Kühlschrank gefreut :-)

    in diesem Sinne
    Simon R.

  9. Biene sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele!
    Ein toller Film!
    Über 800€ für ne Waschmaschine??? Hahaha … gleich das Luxusmodell oder wie?
    Wir haben unsere für 80€ generalüberholt gebraucht geholt. Und die läuft und läuft und läuft …

    Übrigens, hier ein super Rezept für Waschmittel Ohne Phosphate und anderen Dreck

    – 100 Gramm Spezialsalz für Geschirrspüler
    (normales Salz schrottet die Maschine da da Stoffe drin sind die sich nicht auflösen – guten Appetit übrigens)
    – 150 Gramm Wasch- bzw. Kristallsoda
    – 100 Gramm Zitronensäure Pulver
    – 150 Gramm Natron:
    – ein Stück (100 Gramm) echte Kernseife

    1EL pro Maschine, bei sehr starker Verschmutzung 2 EL (Es reicht!)

    Wäsche wird sauber und super weich! Und weil man nur sooo wenig davon braucht ist es auch billig!

  10. Frauke sagt:

    Da würde ich mit der Firma mal ein Wörtchen reden und einen Gegenvorschalg machen
    Mein Schwager ist inzwischen Spzialist in Wasch- und Geschirrspülmachien von Miele.
    Er holte ausgediente Geräte vom Elektohändler.
    Der verkauft neue Maschinen und nimmt die die alten in Zahlung.

    So hat er selbst immer ein zwei Maschinen in Reserve in seiner Scheune stehen .
    Und er versorgt seine große Familie , die nun in eigenen Haushalten leben, auch mit Nachschub.
    Selbst Nichten und Neffen bekamen Maschinen, aber damals waren die Repraturen auch noch einfacher!

    oder auch extra für Arbeitswäsche wie früher Schweinestall!!

    Leider kann er es nun nicht mehr, so aber ich fand es immer großartig Elekroschrott so zu verwerten!

    Selbst habe ich auch eine Miele und die läuft und läuft … allerdings ist der Verbrauch wohl höher ,aber so oft wasche ich nun nicht mehr!

    Also die Familie wird es Dir später auch danken…
    Grüße von Frauke

  11. Daniel sagt:

    Wenn man sich eine Zeit damit beschäftigt (am besten bisschen Kenntnisse über Elektrotechnik aneignen), kann man fast jedes Gerät mit etwas Geduld wieder zum laufen bringen. Meine Siemens Spülmaschine, mein Bosch Wärmepumpentrockner, mein LG TV, mein AEG Induktionskochfeld… alles moderne Geräte, alle vom Schrott gerettet und für ein paar Cent wieder Fit gemacht.

    Diesen Quatsch von wegen “das kann man nicht reparieren” kann ich nicht mehr hören..

  12. Klaus sagt:

    Danke, du sprichst mir aus der Seele :-)

  13. Tanja sagt:

    Hallo Ralf,

    ich danke Ihnen vielmals für diesen Artikel, der auch uns aus der Seele spricht. Auch wir machen uns Gedanken, wie wir unsere Kinder erziehen sollen, welche ewigen Werte wir ihnen auf den Weg geben. Einfach ist es nicht. War auch nie.

    Über die geplante Obsoleszenz haben wir uns auch schon mal (hm, mehrmals) geärgert. Als kleines Beispiel: unsere Spülmaschine wurde nach 10 Jahren irreparabel, die neue (mit knapp 1.000,- € Kaufpreis – wir haben gehofft, dass für SO VIEL Geld sie ewig halten wird) – nach nur 3 (!) Jahren (was rein zufällig mit der Garantiedauer übereinstimmt) fängt an zu spinnen… Und die Spülmaschine bei meiner Mutter läuft munter seit 1997!

    Wir versuchen selbst zu reparieren, was noch zu reparieren ist, vieles einzuwecken, zu backen, etwas im Garten einzupflanzen, egal wie unmodisch es jetzt vorkommt… Wir versuchen die Sachen nicht zu „verbrauchen“, sondern zu nutzen. Wir versuchen unseren Kindern beizubringen keine Müllberge hinter sich zu lassen. Beim Einkaufen ist es immer schwieriger zu vermeiden – die Lebensmittel und die Klamotten sind jetzt meistens doppelt verpackt: Papier und Tüte.

    Was mich persönlich freut – dass es immer mehr Menschen gibt, die diese Entwicklung merken, die es stört und die etwas dagegen machen möchten.

    P.S. Was die Erdnüsse angeht – wir haben dieses Jahr zum ersten Mal mit den Kindern zur Probe 10 Samen ausgesät – 9 sind gekeimt, 8 Pflänzchen durchgekommen. Wenn Sie möchten, erzähle ich im Herbst über unsere Ernte! :-)

    Liebe Grüsse aus Rhein-Main-Gebiet

  14. rena sagt:

    Das kommt mir alles bekannt vor ! Allerdings das gleiche Spiel mit einem Tiefkühlschrank….”Steuerteil kaputt ! Reparatur lohnt nicht, wird fast so teuer wie neu !”
    Als das Ding draußen stand und abgetaut war, habe ich aus Versehen noch mal den Stecker reingesteckt…..er ging ! Und machte es noch 4-5 Jahre !
    Bei meiner Waschmaschine schaut mein Mann erst mal in die Pumpe….ist bei uns 90%ig der Fehler !
    Ich frag mich mittlerweile wirklich, ob man einen Monteur wirklich holen sollte….

  15. Johanna sagt:

    Tja kaputt ist kaputt, mit rumschrauben macht man es auch nicht schlimmer, wenn sonst keine Hoffnung besteht. Cool dass es geklappt hat und danke für die Erkenntnis! Wenn unserer Minna mal was passiert schau ich nun auch rein (wenn sonst keine Hoffnung mehr besteht :) )

1 Pings/Trackbacks für "Ueber Waschmaschinen, Quacksalber und die Philosophie der Selbstversorgung. (Video)"
  1. [...] ein wenig Stahl, alles in der eigenen Werkstatt zusammengebastelt. Nix mit kaufen, nix mit Konsum. Damals, nach dem Krieg, da wusste man sich offensichtlich noch zu helfen. Geld hatte man keines, [...]

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