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Der trockenste Maerz, der zweitwaermste April, oder ueber die Folgen der Trockenheit.

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Wir Hobbygaertner sind manchmal nicht zu beneiden. Es gibt Jahre, da will der Winter einfach nicht weichen. Es gibt andere Jahre, da regnet es im Sommer wie aus Eimern, es gibt Jahre, da gibt es die ersten Frosttage viel zu frueh und es gibt Jahre, da scheint der Garten geradezu zu vertrocknen. Mal ganz abgesehen von den Jahren mit Schneckenplagen, mit Laeuseplagen oder sonstigem Unbill. In diesem Jahr haben wir, oder zumindest wir hier im Rheinland, mit extremer Trockenheit zu kaempfen. Die recht hohen Temperaturen der letzten Wochen waren eher gut fuer’s Geschaeft. Die Trockenheit allerdings weniger.

Lese ich vor kurzem in der Zeitung, wir haetten hier in der Gegend den trockensten Maerz seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 zu verzeichnen gehabt. Der April war nicht besser. Der April waere der zweitwaermste April im gleichen Zeitraum gewesen (ich bin sicher, bei uns genau an diesem Ort kommt noch der trockenste April hinzu). Kein nenneswerter Tropfen Regen seit Februar. Einige Tropfen sind zwischenzeitlich gefallen. Die haben aber nicht einmal gereicht, die Oberflaeche zu benetzen, ganz zu schweigen davon, das Wasser waere bis zu den Wurzeln vorgedrungen.

Gestern zum Beispiel hat es kurz aber heftig geregnet, ein wenig Donner war zu vernehmen und ich war schon ganz aus dem Haeusschen. Aber zu frueh gefreut. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei. In die Regentonnen hat sich kaum etwas verirrt, und die Erde im Garten hat das Wasser scheinbar ohne Spuren zu hinterlassen aufgenommen und war schon nach einer halben Stunde genauso trocken wie vorher.

Ich schaue regelmaesig bei wetter.com nach. Da kommt kein Regen. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in einer Woche. Keine beruhigende Aussicht. Jetzt trifft es uns noch nicht einmal so hart wie die Landwirte. Der Bericht in der Zeitung sprach sogar von massiven Ernteausfaellen, besonders beim Getreide, die sich in manchen Gegenden auf bis zu 30 Prozent belaufen koennten. Keine gute Voraussetzung fuer unseren Versuch, Getreide selbst anzubauen.

Es ist aber nicht nur das Getreide oder das Gemuese welches unter der Trockenheit leidet. Weiter spricht der Bericht davon, dass selbst die Heuernte schlecht sein wird. Die anhaltende Trockenheit zwinge die Landwirte dazu, das Heu schon jetzt einzufahren. Dabei soll es ohnehin aufgrund der Trockenheit schlecht gewachsen sein. Durch die Trockenheit verschlechtere sich die Qualitaet des Heus und wird dadurch fuer die Tiere schlechter verdaulich. Und ich war so stolz auf meine kleine Heuwiese und jetzt DAS. Jetzt bekommen unsere Kaninchen auch noch minderwertiges Heu zu fressen. Wenn ich mir die Wiese ansehe, kann ich das auch verstehen. Das Gras ist schon abgeblueht und vertrocknet langsam. Ich brauche dringend eine funktionierende Sense.

Otto Normalverbraucher macht sich darueber normalerweise keine Sorgen. Der freut sich ueber den Sonnenschein, ueber erholsame Besuche im Freibad oder ueber gemuetliche Grillabende im Garten. Die Landwirte und Hobbygaertner sehen das naturgemaess anders. Sicher, man kann den Rasensprenger bemuehen. Man kann mit der Giesskanne regelmaessig durch den Garten spazieren. Bringt das aber was?

Letzendlich haengen wir von Petrus ab. Ich hoffe, Petrus hat ein Einsehen und schickt uns bald eine gehoerige Portion Wasser. Muss ja nicht tagelang regnen. Es reicht ja eine Nacht, in der es so richtig schuettet damit sich der Garten wieder vollsaugen kann. Danach kann die Sonne wieder scheinen.

Ein Gutes hat die Trockenheit aber ganz sicher. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so wenige Schnecken im Garten gesehen zu haben. Wenn ich eine Schnecke waere, ich wuerde auch in meinem Versteck bleiben und auf bessee Zeiten warten, anstatt auf dem Weg zur naechsten kleinen Kohlpflanze zu vertrocknen. Auch wenn ich Hunger leiden muesste.

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Veröffentlicht unter Dies und Das, Ernte, Gemüseanbau, Getreideanbau, Im Internet gefunden, Schaedlinge Getagged mit: ,
8 comments on “Der trockenste Maerz, der zweitwaermste April, oder ueber die Folgen der Trockenheit.
  1. christiane richter sagt:

    Hallo Ihr,

    Möhren habe ich am 11.03. gesät. Sie sehen heute toll aus. Allerdings gieße ich auch wie ne blöde. Vorgestern habe ich dann auch mal die Kartoffeln gegossen. Es wäre wirklich zu schade, wenn all die Arbeit umsonst gewesen wäre. Aussaaten mache ich unter Plastiktüten. Wenn die Saat auf geht, mussen die natürlich weg genommen werden und gießen ist angesagt. So habe ich aber meine Radieschen und die Folgesaat Salat u. Kohlrabi gut hin bekommen. Morgen kann ich die ersten Kohlrabi ernten. Den Salat hatte ich die ganze Zeit unter einem Folientunnel. Ich habe ihn im Mai höchstens 3 mal gegossen. Ansonsten behelfe ich mir mit Mulchen. Unser Rasenschnitt und der des Nachbarn (er überlässt ihn mir netter Weise bzw. ist froh, dass er ihn los ist…) kommt auf die Gemüsebeete. Na ja…..ich bin froh, wenn es endlich mal wieder regnet. Meine Arme werden von der Gießkannen-schlepperei schon immer länger.

    LG
    Christiane

    • admin sagt:

      Hallo Christiane

      Ich wuerde liebend gerne Gieskannen schleppen, wenn da ueberhaupt was waere was waechst. So schlimm wie in diesem Jahr habe ich es noch nicht erlebt.

      Gruss RR

  2. Conny sagt:

    Bei uns hat es zum Glück in den letzten Wochen immer mal wieder geregnet, sowohl Gewitter als auch ein paar kühlere Tage haben dafür gesorgt, das alles schön wächst. Ich habe aber von Verwandten im Norden erfahren, das es wirklich schlimm steht mit der Trockenheit. Ausaaten brauchen nunmal ein feuchteres Klima und kühlere Temperaturen…bei bereits getriebenen Pflanzen ,gieße ich allerdings kaum noch…so hoffe ich das die Pflänzchen längere Wurzeln bekommen und sich holen was sie brauchen…außerdem mulche ich mit Wiesenschnitt um die Feuchtigkeit zu halten…ich drücke Euch die Daumen ..für warmen Landregen..und halte auch mit Ausschau nach den nächsten Wölkchen ;-)

    • admin sagt:

      Hallo Conny

      Es ist wirklich schlimm in diesem Jahr. Kein nennenswerter Tropfen seit mehr als drei Monaten. Der Garten ist so trocken, da kann nichts keimen. Selbst die Bauern hier in der Gegend bekommen ihre Karotten nicht ans Wachsen. Die, die nicht bewaessern, auf deren Feldern ist noch keine Moehre raus. Schaue ich mir jeden Tag an. Wir hatten mal ein Jahr in dem es auch sehr trocken war. Da kam die Trockenheit aber erst spaeter als alles gekeimt war und wuchs. Da kann man giessen. Aber Aussaaten, wir haben keinen Erfolg.

      Gruss RR

  3. Ines sagt:

    Ich für meinen Teil jammere lieber über das Gießen als später über die saftigen Preise für gekauftes Gemüse.

    Und das Erfolgserlebnis im eigenen Beet ist sowieso unbezahlbar!

  4. Elke sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele!
    Eine Nacht Regen wenigstens, das wär’s. Von mir auch tagsüber und ich nehm auch eine ganze Woche Dauerregen in Kauf, Hauptsache, es passiert mal etwas.
    Aber es gibt keine Hoffnung auf eine Änderung der Großwetterlage.
    Also heute wieder gießen, gießen, gießen…
    Viele Grüße
    Elke

    • admin sagt:

      Hallo Elke

      Ich habe das mit dem Giessen groesstenteils drangegeben. In den vergangenen Jahren habe ich mich mit Giesskannen “totgeschleppt”. Ich mach das nicht mehr. Probleme machen mir besonders die Aussaaten. Es waechst immer noch keine Moehre, kein Bohnenkraut und kein Chiccoree. Alles was mit Aussaaten zu tun hat ist ein Desaster. Gepflanztes Gemuese macht sich da wesentlich besser. Es waechst zwar kaum, geht aber auch nicht ein.

      Gruss RR

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