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Eine mutige Gesellschaft laesst sich keine Angst machen, oder wie Menschen sich gegen Irrsinn zur Wehr setzen. (Video)

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Ein Verbrechen an der Natur, ein Verbrechen an den Menschen, ein Verbrechen an kuenftigen Generationen, ein Verbrechen an den Anwohnern und ein Verbrechen am gesunden Menschenverstand ist das. So sehe ich die Sache. Mitten in einen idyllischen Talkessel ein riesiges Logistikzentrum zu pappen. Um einiges groesser als das angrenzende Dorf, mit einem Verkehrsaufkommen von 2000 LKW taeglich. Und warum das alles? Nur um noch mehr Geld zu scheffeln, nur um noch dickere Autos zu fahren, um noch fernere Reisen zu machen und um noch dickere Steaks zu essen. Mehr Macht, mehr Einfluss. Geld, Geld, Geld.

Als waeren die Zeichen der Zeit nicht laengst schon ueberall zu erkennen. Als wuerden nicht hundertausende auf der ganzen Welt gegen eben jenen Wachstumsgedanken protestieren. Auf einem endlichen Planeten ein unendliches Wachstum zu erwarten ist eine Illusion. Und doch, es gibt immer noch Menschen, die die Zeichen der Zeit nicht sehen, nicht sehen wollen oder sie einfach sehenden Auges ignorieren. Traurig, einfach nur traurig.

Ich weiss ja nicht, wie Sie das sehen, wie Sie zum Wachstumsgedanken stehen, der seit vielleicht 200 Jahren, oder etwas mehr, unser gesamtes Denken und Handeln bestimmt. Jeder einzelne fuer sich, immer groesser, hoeher weiter, immer mehr Konsum und ein vermeintlich immer gluecklicheres Leben zu ergattern. Alle rennen dem schnoeden Mammon hinterher. Geld regiert die Welt. So traurig es auch ist.

Wachstum sichert Wohlstand?

Aber nicht nur jeder einzelne, auch die Verantwortlichen auf der ganzen Welt haben nur eines im Sinn. Wachstum auf Teufel komm raus. Wohlstand durch Wachstum, immer mehr und mehr. Es wird uns tagtaeglich eingeblaeut: wir brauchen Wachstum denn nur Wachstum sichert unseren Wohlstand und nur der garantiert uns ein sorgenfreies Leben und eine sichere Zukunft. Schalten Sie doch mal die Nachrichten ein oder noch besser, schauen Sie doch mal Werbung. Sie sind voll davon. Immer und immer wiederholt bis auch der letzte es irgendwann glaubt und das Hamsterrad mit dreht. Schneller und schneller bis alle gluecklich und zufrieden in ihrer Konsumwelt schweben. Wenn der PS Bolide froehlich vor sich hin knattert, der Pool im Garten einem Entspannung von harten Arbeitsalltag bietet und die Kreuzfahrt in noch so entlegene Gebiete die Speicherkarten mit Photos fuellt. Ein Ruf und schon bestellt ein kleiner Schwarzer Kasten was gluecklich macht. “Hey kleiner Kasten, erfuell mir meine Wuensche” und schwupps, wieder ein wenig gluecklicher, wieder ein wenig reicher, wieder ein wenig zufriedener. Ist doch alles so einfach. Oder etwa doch nicht?

Logistikzentrum Witzenhausen

Sieht doch toll aus. So was sichert uns Wohlstand und Glueck.

Immerwaehrendes Wachstum ist eine Illusion

Alles Lug und Trug meiner Meinung nach. Jedem, der die Augen und Ohren offen haelt, wird laengst klar geworden sein, die Idee vom nicht enden wollenden Wachstum hat sich laengst selbst ueberholt, sich selbst die Maske vom Gesicht gerissen. Die Folgen dieses Denkens, die Folgen dieser Politik sind doch an allen Ecken und Enden zu spueren. Naturzerstoerung auf ganz ganz breiter Front. Plastikteppiche in den Ozeanen, schmelzende Gletscher, verschmutze Luft, Giftstoffe bis in die tiefsten Grundwasserschichten. Aussterbende Tierarten, Insektenschwund. Wie viele Beispiele soll ich Ihnen noch nennen? Die Liste ist lang. Die Ressoucen werden knapp und um unseren Lebensstil weiter leben zu koennen, werden auch noch die allerletzten Zipfelchen Erde nach eben jenen Ressourcen durchsucht, die uns dieses Wachstum ermoeglichen. Hier noch ein paar Barrel Oel, da noch ein paar Gramm Lithium und da noch ein paar Kruemel Uran aus der Erde geholt. Schnell noch ein paar Km2 Urwald gerodet, da noch schnell ein neues AKW in die Landschaft gesetzt und da noch schnell ein paar Kilometer Autobahn durch ein Naturschutzgebiet gebaut. Wir sind alle mit Schuld. Den Kollaps des Systems wieder mal um einige Tage nach hinten verschoben. Wir machen weiter. Immer schneller in Richtung Abgrund. Sehenden Auges, wissend und doch ohne Hemmungen. Aber nicht alle.

Protest gegen Logistikzentrum

Immer mehr und mehr ist nicht die Loesung. Marco erklaert uns dein Protest und die Hintergruende

Es braucht mutiger Menschen

Es gibt Menschen, und es werden immer mehr, die gegen eben jede Philosophie und gegen eben jenes Wirtschafts und Gesellschaftsmodell aufbegehren. Ich gebe zu, meist erst dann, wenn es einen am eigenen Laibe trifft. Sei es ein Konverter hier bei uns, oder sei es ein riesiges Logistikzentrum in der Naehe von Kassel. Spaetestens dann erkennen viele, dass unser Lebensstil und unsere Vorstellung von Wohlstand und Wohlergehen einen, mindestens einen kleinen Fehler hat.

Eine mutige Gesellschaft laesst sich keine Angst machen

Gut dass es Menschen gibt, die anders denken.

Eine mutige Gesellschaft laesst sich keine Angst machen

In meinem heutigen Video zeige ich Ihnen einen solchen Fall. Da soll in einem netten Talkessel in der Naehe von Witzenhausen ein riesiges Logistikzentrum errichtet werden. Viel groesser als das angrenzende Dorf. 2000 LKW sollen prognostiziert taeglich hin und her rollen. 2000 Arbeitsplätze sollen da entstehen. Dabei gaebe es Alternativen. An Flaechen, die viel besser dafuer geeignet sind und auch schon erschlossen sind, mangelt es nicht. Und doch, es gibt Menschen, die sich davon einen Vorteil versprechen.

Was so ein Vorhaben aus einem Dorf macht, wie so ein Projekt ein Dorf zerreissen kann und wie sich Buerger dagegen wehren, erklaert mir Marco. Der ist naemlich aktiv in der Buergerinitiative, die sich dagegen wehrt. Aber nicht nur die Buergerinitiative legt sich quer. Auch eine kleine Schar junger Menschen hat die Zeichen der Zeit erkannt und den Acker besetzt, auf dem das Logistikzentrum entstehen soll.  Ich gebe zu, schwere Kost, die ich Ihnen heute liefere. Aber, flache Unterhaltung gibt es ja schon genug auf YT.  :)

Viel Spass beim Video.

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2 comments on “Eine mutige Gesellschaft laesst sich keine Angst machen, oder wie Menschen sich gegen Irrsinn zur Wehr setzen. (Video)
  1. Gunda Oeltjen sagt:

    Moin aus dem Norden,

    ich habe gerade deinen Artikel gelesen. Unglaublich – und das in Witzenhausen, wo m. E. ökologische Landwirtschaft studiert wird. Ich bin ganz deiner Meinung. Die Welt ist nur zu retten, wenn wir unsere Lebensweise überdenken, den Konsum zurückschrauben bzw. nahezu einstellen. Leider sehe ich das Gegenteil, kaufen wegwerfen, kaufen wegwerfen und das wird sogar noch gefördert. Und dann unsere Autolobby, zum K…..!
    Wir haben uns gerade eine Woche Camping im Schwarzwald mit dem Uralt-Womo gegönnt. Leider haben wir den ganzen Sonntag gebraucht, um von Oldenburg nach Heidelberg zu gelangen, dann war absolut die Luft raus und die Nerven am Ende. Es ist nicht zu glauben, was an einem Sonntag auf unseren Straßen los ist. Früher hieß es, lass uns Sonntag fahren, dann sind keine Lkw da, jetzt heißt es, lass uns am besten zu Hause bleiben, man kann einfach nirgendwo mehr hinfahren. Die Straßen sind voll mit Porsche, Audi und fetten SUVs, die keiner braucht. Warum tut man sich das an??? Leider kommt man auch mit der Bahn nicht weiter, weil unsere Politik 30 Jahre lang geschlafen hat.
    Ich könnte stundenlang weiterschimpfen über die sinnlose Dauerbespaßung, die der normale Durschschnitts-Deutsche offensichtlich braucht. Statt es sich zu Hause schön zu machen, wird der Garten voll Schotter geschmissen, Kirschlorbeer gepflanzt und sich in den SUV gesetzt, um irgendeinem Event hinterherzujagen. Man kann ja montags bei der Arbeit nicht sagen, dass man am Wochenende zu Hause war – ist ja völlig uncool.
    Ich bin auch seit 30 Jahren Gemüseselbstversorgerin, mit zwei Hühnern. Mehr schaffe ich mit Berufstätigkeit nicht. Es macht so unglaublich viel Freude, in den Garten zu gehen – obwohl es auch immer wieder Nackenschläge gibt – wie die viel zu trockenen Sommer :(
    Trotzdem mache ich weiter und es wird die Anbaufläche stetig zu lasten der Rasenfläche erweitert :). Leider bin ich gefühlt im ganzen Ort die Einzige, die ihr Gemüse selber anbaut. Der Rest geht offensichtlich lieber zu Lidl und Aldi und verdrängt, unter welchen Verhältnissen die Lebensmittel – auch Bio – produziert werden.
    So, damit soll es jetzt gut sein. Mach weiter so, wir schaffen das, lach… Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

    Viele Grüße
    Gunda aus dem Norden.

  2. Sabine sagt:

    Hallo Ralf,
    seit gut einem Jahr sehe ich mir deine Videos an und ich muss sagen, ich finde sie recht oft interessant und spannend.
    Ich habe selber nur einen kleinen Gemüsegarten. Würde gerne mehr anbauen, habe aber die Flächen nicht dazu. Aber immerhin habe ich von Frühling bis Herbst meine Kräuter und Gemüse direkt vor meiner Terrasse.

    Mein Beweggrund warum ich dir ausgerechnet heute schreibe ist der, dass mir dieser Beitrag über das bebauen immenser Ackerflächen zu denken gibt. Bei solchen Projekten wird es immer Befürworter und Gegner geben. Wie schon im Video erwähnt bin ich der Meinung, schon vorhandene, versiegelte, oft brachliegende Flächen zu nutzen. Wenn nicht jeder Investor nur Dollarzeichen, pardon Eurozeichen, in den Augen hätte, würde das auch funktionieren. Denn neu Bauen ist oft lukrativer und mit weniger Aufwand verbunden als altes umzugestalten. Auch hier in Österreich wird angeblich – so habe mehrmals gelesen – mehr Grünfläche pro Tag versiegelt wie sonst nirgendwo. Und das auf Kosten der Umwelt und der Allgemeinheit. Dieses immer mehr und immer schmeller finde ich sehr bedenklich.
    Ich bin keine die dem Vortschritt im Wege steht, aber bitte mit mehr Hirn, Herz und Verstand. Meiner Meinung nach kann auch Stillstand oder ein Schritt zurück Vortschritt bedeuten.
    Diese brachliegende Fläche finde ich ist der beste Beweis, wo selten gewordene Tiere und Pflanzen sich wieder ungehindert ausbreiten können.
    Ich bin immer gern für etwas. Für die Umwelt, für die Menschen, für die Artenfielgfalt, für frische Luft, für die Natur.

    Also dann, mach weiter so. Freu mich schon auf deine kommenden Videos.

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