Sie kaufen bei Amazon? Dann nutzen Sie doch die Amazonlinks auf meiner Seite. Auch fuer alle anderen Artikel.

GooglePlusTwitterGooglePlusFacebook Youtube

3 Mal Duenger, 2 Mal Herbizid, 1 Mal Fungizid, 2 Mal Wachstumsregler, Aehrengabe, Fahnenblattbehandlung, Bluetenbehandlung und eine gegen Laeuse: Guten Appetit.

facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr

Wissen Sie eigentlich, dass in unserem Garten wahre Wunder geschehen? Kein Scherz. Hier passieren Dinge, die duerfte es eigentlich gar nicht geben. Die sind so unwahrscheinlich, da muessen schon ziemlich viele Goetter, Engel und Geister ihre Hand im Spiel haben. Das groesste Wunder von allen ist, Sie werden es nicht glauben, dass hier ausser Brennesseln auch nur eine einzige Nutzpflanze  waechst und diese dann auch noch essbar und geniessbar ist. Ich selbst habe mir da nie so wirklich Gedanken drueber gemacht. Fuer mich war das eigentlich immer selbstverstaendlich. Dem ist aber gar nicht so. Das glauben Sie nicht? Dann lesen Sie weiter.

Immer offen bleiben

Wer so ein richtiger “Moechtegern Selbstversorger” sein will, der muss natuerlich auch mal ueber den Gartenzaun schauen. Der muss natuerlich auch mal in Erfahrung bringen, was die anderen so treiben und womit die anderen denn so ihre Erfolge erzielen. Klar, die Konkurrenz zu beobachten ist in jedem Geschaeft ein “Muss”. Auch fuer Hobbygaertner. Jetzt meine ich allerdings mit “Konkurrenz beobachten” nicht, den Blick in Nachbars Garten. So was ist doch “out”. Wer macht das heutzutage noch. Geht doch heute viel leichter. Heute sitzt man am Computer und beobachtet die Konkurrenz ganz bequem im Liegen auf der Couch. Man muss kein “007” sein, um in Erfahrung zu bringen, was die anderen so treiben. Die sind sogar so nett, ihre Geheimnisse auszuplaudern, ganz ohne versteckte Mikrofone, Ueberwachungskameras, NSA und abgehoerte Telefone. Glauben Sie nicht? Dann weiterlesen.

Auch ich werfe gerne mal einen Blick in anderer Leute Garten. Dazu habe ich selbst eine stattliche Anzahl einschlaegiger Blogs und Youtubekanaele abonniert. Es hat noch nicht einen Tag gegeben, an dem nicht mindestens ein Hinweis auf einen neu erschienenen Film oder Blogartikel in meinem EMail Briefkasten gelandet ist. Darunter sind nicht nur Gartenkanaele, nein, ich beobachte auch die ganz grosse Konkurrenz. Die Fachleute, die Profis, die, die wissen wie, warum und wann man es macht. Die Konkurrenz, die es gelernt hat, die Konkurrenz, die ihr Handwerk wirklich versteht, ganz im Gegensatz zu mir. :)

Diesen Kanal duerfen Sie nicht verpassen

Ein wunderschoener Kanal, bei dem ich mich ueber jeden neuen Film freue, ist “Bayeragrartv“. Da zeigen die Profis, wie man es richtig macht. Da erfaehrt man, warum die eigenen Kartoffeln zu klein, die Landstrassen verdreckt und die Traktoren immer groesser werden. Diesen Kanal sollten Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. :)

Letztens wieder eine Mail im Postkasten. Neuer Film bei den Kollegen aus Leverkusen. “Getreide Jahresrueckblick 2013″. Das ist doch was fuer mich. Ich hatte gerade mein Weizenfeld zu Huehnerfutter verarbeitet und dann so was. Haetten die den Film nicht ein wenig frueher rausruecken koennen? :) Diesen Film sollten Sie sich wirklich einmal zu Gemuete fuehren. In diesem Film berichtet naemlich ein Landwirt, wie er seinen Weizen produziert. 11.20 Minuten Spannung pur. Action und Information am laufenden Band.

Ich habe mal  grob mitgezaehlt. Drei Duengergaben, zwei (oder waren es drei? ) Herbizidgaben, eine Fungizidgabe (kaum zu glauben, ich habe bestimmt eine ueberhoert :) ), zwei Behandlungen mit Wachstumsreglern, (das sind bestimmt die, die den Weizen auf Legoland-Hoehe schrumpfen lassen, eine Aehrengabe, was auch immer das sein mag, eine Fahnenblattbehandlung (jetzt frag mich niemand danach, was das nun wieder ist), eine Bluetenbehandlung und, es ist ihm Gott sei Dank erspart geblieben, eine Behandlung gegen Laeuse. Das alles gepaart mit einer noch groesseren Anzahl verschiedener Chemikalien aus den Labors des Chemieriesen, von denen sicher keine einzige irgend etwas in meinem oder Ihrem Grundwasser zu suchen hat. Schon gar nicht in der Babynahrung oder im Pausenbrot fuer die Kinder. Oder sehe ich das falsch? Ich nehme nicht an, dass es sich dabei um verduennten Schachtelhalmtee handelt. :)

Da bekommt man doch richtig Appetit auf ein leckeres Broetchen.

Nein, sagen Sie? Ihnen waere der Appetit vergangen? Also jetzt mal halblang. Vor dem Genuss dieses Filmes haben Sie Ihre Broetchen doch auch mit Genuss gegessen. Jetzt regen Sie sich mal bloss nicht so kuenstlich auf. Meinen Sie, bei Kartoffeln, Tomaten oder Karotten saehe das anders aus?

Zurueck zu den Wundern

Ach so, ich war ja bei den Wundern in unserem Garten angefangen. Jetzt doch mal ehrlich, es kommt doch einem Wunder gleich, dass in meinem Garten ueberhaupt nur ein einziges Weizenkorn gekeimt ist, eine Aehre produziert hat und auch nur ein einziges geniessbares Korn hervorgebracht hat. Da stimmen Sie mir doch sicher zu. Ganz zu schweigen von all den anderen Leckereien, die ich taeglich so aus dem Garten in die Kueche schleppe. Die Profis werden schon wissen, warum man ein Dutzend Mal mit der Giftspritze ueber den Acker fahren muss, um das Mehl fuer ein leckeres Broetchen zu produzieren.

Sollten Sie meine Empfehlung jetzt aber doch nicht so gut finden, kleiner Hinweis am Rande. Das Agrarwetter bei “bayeragrartv” ist toll. :)

facebooktwittergoogle_plusrssyoutube
Veröffentlicht unter Backen, Dies und Das, Ernte, Gemüseanbau, Getreideanbau, Im Internet gefunden, Schaedlinge Getagged mit: , , ,
26 comments on “3 Mal Duenger, 2 Mal Herbizid, 1 Mal Fungizid, 2 Mal Wachstumsregler, Aehrengabe, Fahnenblattbehandlung, Bluetenbehandlung und eine gegen Laeuse: Guten Appetit.
  1. Gerhard sagt:

    Ihr schreibt alle über die schönen Pfanzenschutzmittel ich habe das auch mal getan und sie Verarbeitet und der Dank ist der das ich nach 30 jahren die Orfeige bekomen habe . hatte immer Sodbrennen und das schon über 25 Jahre keiner ist der Ursache nachgegangen bis ich gesagt habe Docktor wir müssen wa sunternehmen und sie schickt mich zur Magenspiegelung und das ergebnis Speiseröhren und Magenkrebs. Ich habe dann die Ärzte gefragt wo ich das her habe und da hab ich gesagt das ich mit Pflanzenschutzmittel gearbeitet habe die antwort war nur dann wissen sie ja wo sie es herhaben. In meiner reschere habe ich dann erfahren das alle meine Kollegen die das selbe gemacht haben änliche schicksale erhilten und zu Größten tei vor mir sich verzogen habe . In ihre kleine einraumwohnumg und keine fragen mehr beantworten können. Wir waren auf der Insel Rügen zu dem zeitpunkt mal über 30 die das gemacht haben von denen noch 4 übrig sind dazu gehöre auch ich. Des weiteren habe ich nachgeforscht ads diese Gifte heute noch in sogenanten Entwicklungsländern eingesetzt werden Die folgen möchte ich nicht weiter bezeichnen. Ich selber in meinem Garten nur mit nartürlichen Giften wie Brennnessellauge bzw Fittwasser mehr braucht man nicht um ungeziefer loszuwerden.Gegen Nacktschnecken helfen Laufenten oder Pflugenten Sie werden dabei sogar noch fett.

  2. Andreas sagt:

    Solche Ideologien, die viele pflegen kann man nur aus Sicht einer reichen Wirtschaftsnation haben.

    Deshalb finde ich es zynisch solche Ideologien zu haben. Ja wir können uns es leisten, eine Ideologie zu verfolgen und vielleicht die doppelte Landwirtschaftsfläche zu verschwenden. Andere Länder können es nicht, nur geht die Fläche, die wir verschwenden auch anderen Ländern ab.

    Die Landwirtschaft hat ganz andere Ziele als jemand, der Anbau als Hobby betreibt. Er muss es vor allem ökonomisch betrachten. Der Landwirt kann sich einen Totalausfall nicht leisten. Der Hobbygärtner kann dagegen Pflanzen nachkaufen oder gleich im Supermarkt das Gemüse kaufen. UND, gibt es in der Landwirtschaft große Ausfälle treibt das auch global den Preis in die Höhe. Für Deutsche kein Problem, für andere Länder schon.

    Ich bin auch nicht begeistert von Bio. Zum einen, da ich der Meinung bin, dass man Landwirtschaft intensiv, aber auf einem begrenzten Raum betreiben soll (so dass für Natur noch genügen Platz ist). Zum anderen dürfte es Nützlingen ziemlich egal sein, ob sie von einem chemischen oder von einem in der Bio-Landwirtschaft zugelassenem Gift eingeht. Das sind alles Gifte, auch wenn es “Bio”-Gift sind. Zumal sind in der Bio-Landwirtschaft teils noch Gifte erlaubt, die in der konventionellen nicht mehr erlaubt sind.
    Meiner Meinung spielt es keine Rolle, ob Bio-Gift oder chemisch. Wichtig sind die Eigenschaften (z.B. wie schnell wird es abgebaut) und dass es zielgerichtet in kleinen Dosen eingesetzt wird. Wenn das chemische Gift die besseren Eigenschaften hat, dann soll es doch bitte auch verwendet werden.

    • Anna sagt:

      Zitat Andreas: “Zumal sind in der Bio-Landwirtschaft teils noch Gifte erlaubt, die in der konventionellen nicht mehr erlaubt sind.”

      Hast Du dafür irgendwelche Quellenangaben die das Belegen? Kann ich mir nämlich irgendwie nicht so ganz vorstellen.

      • Andreas sagt:

        Es müsste richtig heißen “… die nicht mehr erlaubt wären”.
        Das bekannteste dürften die Kupferpräparate sein, die nur noch wegen dem Bio-Anbau erlaubt sind. Auf Grund ihrer Schädlichkeit sollten die eigentlich schon seit langen nicht mehr verwendet werden und wären auch schon lange nicht mehr erlaubt, hätte die Bio-Landwirtschaft nicht solch einen Boom.

        Es gibt aber auch Kontaktgifte für Insekten, die im Bioanabu noch geduldet werden, während synthetische vergleichbare Produkte nicht mehr verwendet, da sie doch giftiger und langlebiger sind, als gedacht. Damals hat man auch gedacht, dass ein Gift aus der Natur nicht schädlich ist.

        Bio-Landwirtschaft romantisiert gerne und spricht nicht gerne darüber was und wie oft sie spritzen. Ich denke nicht, dass es im Sinne des Verbrauchers ist.

    • Karla sagt:

      Andreas, ganz offensichtlich hast du dich noch keine fünf Minten deines Lebens damit auseinandergesetzt, was “Bio” überhaupt bedeutet und wie biologische Landwirtschaft abläuft. Ich habe selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen wie deinen eben.

  3. Axel Stolpe sagt:

    Mir schwirren immernoch Bayerproduktnamen im Kopf herum. Weißt Du, ich weiß nicht ob dein Getreide für die menschliche Ernährung geeignet ist, aber das Zeug was sie produzieren ist es auch nicht. Der Acker gehört ja sowieso der Bayer AG. Der Bauer muß ja ungeheuer Mengen an Geld aufnehmen um dieses ganze Zeug zu kaufen. Praktisch ist er abhängig von Bayer, weil das Saatgut und die Pflanzenprodukte aufeinander abgestimmt sind und Bayer mit Sicherheit auf diesen Hof ein Monopol hat.
    Wie benötigen unsere alten Sorten. Zum einen sind sie genauso ein Kulturgut wie die Mona Lisa. Zum anderen haben alte Sorten antworten die moderenen Fragen in der Landwirtschaft. Wie wir in Deutschland nach dem Erdöl 80 Millionen Menschen ernähren.

  4. Philipp sagt:

    Hätte nicht gedacht, dass es so viel ist. Stört mich aber nicht. Werde mich jetz so langsam mal um meine Ernte kümmern und dann wieder leckere Brötchen kaufen gehen.
    Was soll ich eigentlich immer sagen, damit du weißt, dass das Kommentar oder Email oder oder oder von mir ist?
    Schöne Grüße aus dem 400 km entfernten Thüringen. (Antwort mit Signatur, also was ich sagen soll bitte per Mail an mich.)

  5. Martell sagt:

    Hallo,
    an der Behandlung lag es nicht, die war erst kurz vorher zum zweiten mal durchgeführt. Auch letztes und vorletztes Jahr. Aber vielleicht liegt der Fehler im Detail: ich benutze ein stinknormales Schwammtuch. Wo bekomme ich so einen schönen Verdunster wie im Film zu sehen, den würde ich wirklich gerne mal ausprobieren?
    Gruß
    Martell

    • Stephan sagt:

      Hallo Martell,

      Kurzzeitbehandlung gegen Varroa zwei Mal mit dem “stinknormalen Schwammtuch” reicht im Regelfall nicht aus. (Vielleicht in diesem Jahr, wo es sehr sehr wenig Varroen gibt….. ) Zumal Du erst neulich -also recht spät im Bienenjahr behandelt hast.

      Da kann also schon das dann abgegangene Volk im Spätsommer zu stark durch Varroen geschädigt gewesen sein.
      Langzeitbehandlung mit entsprechenden Verdunstern zur richtigen Zeit ist da schon was Anderes und im Regelfall ausreichend.

      Verdunster (Liebig oder Nassenheider) bekommt man im einschlägigen Imkerhandel (Laden und Internet)
      Grüsse

      Stephan

  6. Justus sagt:

    Lieber Ralf,

    Wenn ich zwischen einem Brötchen vom Bäcker und einem Brötchen aus deinem Weizen wählen dürfte. Würde ich mich für das Brötchen vom Bäcker entscheiden.

    Der Unterschied zwischen deiner Anbaumethode und der des Landwirts ist: dein Weizen landet bei den Hühnern und der Weizen vom Landwirt landet in der Mühle.

    In der Mühle wird der Weizen im Mühlenlabor auf seine Verwendbarkeit für die Lebensmittelherstellung geprüft, da er gesetzliche Vorgaben und Qualitätsanforderungen der Kunden erfüllen muss. Unter anderem wird dort auch die Belastung durch Fusarien bestimmt.

  7. Martell sagt:

    Hmmm…
    wenn ich mir das so überlege, im Herbst, wenn erstmal “abgespritzt” wird, gesät worden ist und dann noch mehrfach über den Acker gefahren worden ist, verschwinden bei mir immer Bienenvölker. Deckel auf, keine einzige Biene drin…
    Ob das zusammenhängt?
    Gruß, ein nachdenklicher
    Martell

    • Stephan sagt:

      Wenn im Herbst Bienenvölker “verschwinden”, dann hat in aller Regel der Imker sehr geschlumpft. Es liegt wohl nicht an der Spritzung von Herbiziden durch den Landwirt, sondern schlicht am Imker, der wahrscheinlich sehr lässlich bei der Bekämpfung der Varroa war. Nicht dass ich – beruflicher Biogärtner ;-)- die konventionellen Landwirte schützen will, aber alles kann man denen nicht in die Schuhe schieben.

  8. Westwind sagt:

    Mal ehrlich, man braucht kein Experte sein um diesen Film als Werbefilm zu enttarnen. Der Film zeigt was man im Weizenanbau alles so tun kann, aber nicht tun muss. Als Landwirt muss man vor jeder Maßnahme immer genau abwägen, ist die geplante Maßnahme sinnvoll und überhaupt zu vertreten. So sind alle Maßnahmen alles andere als billig. Jeder Landwirt muss Geld verdienen, da kann man nicht mal eben auf blauen Dunst Dünger und Pflanzenschutzmittel verballern. Außerdem werden alle Landwirtschaftliche Betriebe immer wieder durch die entsprechenden Behörden kontrolliert. Verstöße geben entsprechende Verordnungen und führen dann zu sehr empfindlichen Sanktionen. Der Film will im Grunde nur für die Pflanzenschutzmittel der Firma Bayer werben, sonst nichts.
    Und was ist eigentlich daran verwerflich Weizen 3x in den verschiedenen Vegetationsstadien zu düngen? Mit einer geteilten Düngung erhält die Nährstoffe so wie sie gebraucht werden, somit wird z.B. das Auswaschen von Nährstoffen ins Grundwasser vermieden, was sich bei einer einmaligen Düngergabe kaum vermeiden lässt.
    Für jede Maßnahme gilt:
    So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich!

    • oskar sagt:

      Hallo, ja Westwind so in etwa die Meinung hab ich auch. Düngen muss sein sonst wird gleich garnix. Ich habe ja auch ein Erdbeerfeld vor der Nase. Etwa 2 Hektar groß, der Erdbeerbauer kommt da im Frühjahr wirklich oft Spritzen. Ich sage schon immer scherzhaft “wenn er so weiter macht, leuchten die Beeren noch” ja aber muss sicher sein damit er ordentliche Erdbeeren liefern kann, kann er das nicht geht er Pleite, fertig. Zum Dünger kann ich nur sagen ich dünge vier mal. Im Herbst mit Mist oder Fermentierten Grünschnitt. Im Frühjahr NPK und da muss ich sagen hab ich auch ne wandlung durch. Bin vor jahren umgestiegen auf die sogenannten Organischen Dünger. Hornspäne, dann kam PSE, ja was nun, kein Vertrauen mehr, also wieder was anderes. Pelletierte Hühnerscheiße, ja super gewachsen. Nun kommt die Hühnerscheiße aber nicht von “Bauer Lindemann” seinen hübschen Hühnern sondern aus der Eierfabrik und was da los ist wissen wir ja. Am ende bin ich der Überzeugung das Mineralischer Düger eigentlich der hygienischste ist. Aber der Trend ist das nicht, was macht man da. 2 mal gibt es dann noch Kopfdünger, aber nur bei den Starkzehrer, Kohl und so aber da wieder Kalkammon. Kartoffeln nicht, geht so ins Kraut. Aber Spritzen mit Chemie kommt hier auch nicht in die Tüte, Spritze viel mit EM, Fermentierten oder Stäube mit Gesteinmehl. Was sich auch gut bewährt hat das Abflammen, wie jetzt gerade die Vorbereitung der Kartoffelernte. Kraut abmähen, Kraut entfernen, Abflammen der Fläche, 1-2 Wochen warten, Ernten.

  9. Laura sagt:

    Lieber Ralf!

    Ach du Herzensguter! Danke für diesen Beitrag! Ich habe als “Nicht-Landwirtstocher” versucht Agrarwissenschafen zu studieren und war einfach entsetzt über diese Zustände. Nein du übertreibst nicht (auch wenn du sonst ja gerne dazu neigst ;) ), 3 Düngegaben (Stickstoff, yippieyeah!) + diverse Wachstumsregulatoren (damit der Weizen nicht umfällt!) und Herbizide sind völlig normaler Irrsinn und selbst wenn er manche Stoffe zusammen ausbringt, fährt der Landwirt immer noch mindestens 6 mal über den Acker. Mit seinem tonnenschweren Trecker versteht sich.
    Als ich meinem Vater davon erzählte (Ökonom aus kleinbäurlicher Familie) sagte er: “Niemals. Da ist der Spritverbrauch doch viel zu hoch” Tja Papa, denkste, ist er leider nicht. Ist brav subventioniert.
    Oh man.

    Ich kaufe meinen Weizen übrigens direkt vom Demeterhof. Meine Hühner sind es mir wert.

  10. Biene sagt:

    Ha ha ha :-) … ach Ralf, immer wieder herrlich!
    Ich konnte deinen Artikel jetzt zwar nur fix überfliegen,
    aber es sei gesagt:
    Die Menschheit richtet sich selbst zu grunde mit ihrer
    ganzen Chemie … Wenn man mit offenen Augen durch
    die Welt geht und sich den Gesundheitszustand seiner
    Mitmenschen betrachtet, sollten eigentlich alle Alarm-
    glocken schrillen! Wenn ich mit alleine die Krebsrate bei
    uns im Umfeld angucke wird mir heiß und kalt. Die fallen
    um wie die Fliegen. Und wir leben noch nicht mal im
    Entferntesten in der nähe eines AKW, noch
    nicht mal Funkmasten gibt es in 10-15km Umreis.
    Aber auch darüber hinaus ist es nicht weit her mit dem
    Wohlbefinden.
    Du und ich und so manch anderer machen das schon ganz richtig,
    glaub mal :-)
    Wer sich von dieser Konsumgesellschaft nicht ein gutes Stück
    abwendet, der hat auf lange Sicht nichts mehr zu lachen.
    Leider werden die meisten das erst verstehen wenn es zu spät ist.

  11. Martell sagt:

    ui…
    Ich hab’ auch alles falsch gemacht. Was ist denn da bloß gewachsen, doch wohl nicht das, was ich gesät habe?
    :-D
    Gruß
    Martell

  12. BioGärtner sagt:

    Hallo Ralf.

    Mir fehlen die Worte. Trotzdem danke für diesen Beitrag.

    Es geht mir einfach nicht ein, dass Menschen, mit nur einem Funken Verstand, sich hinter diese Art von “Landwirtschaft” stellen. Schlimmer noch! Meist sind es genau diese Leute, die sich im Bündel herablassend über uns Biogärtner bzw. Biobauern äußern. So als wären wir nicht ganz frisch in der Batterie!

    Ist es reine Ignoranz, oder einfaches Augen verschließen? Ist es Unwissenheit, oder einfach nur reine Dummheit?
    Vermutlich ein Mixtum aus Allem! Wobei der Anteil der Dummheit mit sicherheit der Größte ist!!!

    Hier ein Bericht dazu, der es auf den Punkt bringt!

    http://www.youtube.com/watch?v=NwcRxofCrpY

    Ich bin jetzt einfach zu tiefst erschütter und traurig :(

  13. Chaosgarten sagt:

    Oha, netter Werbefilm von Bayer und besonders interessant finde ich, dass das Herbizid trotzdem nicht durchschlagend gewirkt hat. Da muss wohl im nächsten Jahr das Nachfolgeprodukt für Abhilfe sorgen.

    Tatsächlich wird man um entsprechende Behandlungen nicht herumkommen, wenn man die derzeitigen Erträge und Qualitäten halten will. Klar ging es früher auch ohne, der Ertrag und vermutlich auch die Qualität waren aber auch wesentlich geringer. Sollte irgendwann der Punkt kommen, wo die “Mittelchen” teurer werden als der Mehrertrag es rechtfertigt, würde sich die Art zu wirtschaften auch schnell wieder ändern. Aber zum Glück verhindern die EU-Agrarsubventionen das ja auch weiterhin. Ein großer Teil des Geldes düfte so bei den Agrochemiekonzernen landen…

    Die großen Flächen, die man heute bewirtschaftet, lassen sich wegen der Anfälligkeit solch großer Monokulturen nicht ganz ohne Chemie bewirtschaften, nicht umsonst wird auch in Biobetrieben darauf zurückgegriffen.
    Deine Fläche ist klein genug, so dass Du halt Glück gehabt hast. Bei anderer Witterung hättest Du aber z.B. einen Totalausfall durch Pilzbefall o.ä. haben können, den ein Landwirt vermutlich durch Spritzen hätte vermeiden können.

    Fazit: Eigentlich müssten wir zurück zu einer kleinteiligeren, chemieärmeren Landwirtschaft, passieren wird das aber nur, wenn sich die wirtschaftlichen oder rechtlichen Rahmenbedingungen dafür massiv ändern. Damit wären neben allen Vorteilen sicher auch geringere Erträge verbunden. Die Frage ist aber, welchen Preis wir derzeit für die höheren Erträge bezahlen.

  14. Gronzo Granato sagt:

    Entweder der Arme ist nervös, oder die ganze Chemie fängt bei ihm auch schon an zu wirken ;) (Soll ja teilweise echt nicht unproblematisch sein, das Zeugs – Nervenschäden, missgebildete Föten, Allergien, …
    Und Resitenzen – das scheint bei ihm ja auf einer Fläche bereits eingetreten zu sein. Was für ein Glück für Beyer, können sie doch weiterhin brav forschen und neue Mittelchen erfinden.

    Aber es geht auch anders:
    http://vimeo.com/18524635
    (gibt auch nen Teil 1)
    1 Mal Mulchsaat, 1 Mal Plattwalzen + Direktsaat, 1x Ernten. Kein Dünger, kein Herbizid, kein Fungizid. Wachstumshemmer sowieso nicht.

  15. Pefferschneck sagt:

    Bäh! Und dass die darüber auch noch nen Film machen… :-(

  16. Helga sagt:

    Ja, lieber Ralf, so ist das mit sämtlichen “Lebensmitteln”, die wir kaufen. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir vegetarisch leben (das hast du uns ja eben deutlich gemacht) oder ob wir auch Fleisch verzehren. Das gute Viehzeug bekommt dann außer dem belasteten Futter noch selbst jede Menge an Medikamenten, damit es bis zur Schlachtung auch ja durchhält. Und sogar die Fische enthalten Gifte. Entweder wurden sie gezüchtet und damit aufgepäppelt oder sie bewegen sich frei in den belasteten Gewässern unserer Erde.
    Was bleibt uns aber nun übrig? Nichts essen geht nicht und mit der Selbstversorgung ist es auch nicht so weit her, wie du uns immer wieder berichtest.
    Liebe Grüße Helga

  17. Anna sagt:

    Hallo Ralf,

    Bist Du immer noch sicher, dass Du den Weizen an Deine Hühner verfüttern willst? Vielleicht kannst Du ihn ja wirklich irgendwo Dreschen lassen. So giftig kann er gar nicht sein, wenn man sich ansieht wie der aus herkömmlicher Produktion hergestellt wird. Bezüglich der Brote habe ich keine Bedenken, die Bäckerei unseres Supermarktes bäckt nur mit Bio-Produkten (Ja! Natürlich). Kann ich zwar nicht überprüfen, behaupten sie aber zumindest.

    Liebe Grüße

    Anna

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Unterstützen Sie den Selbstversorgerkanal. Ich sage schon jetzt “Danke”.

Mein Folientunnel. Qualität vom Profi.

Wer hier schreibt

Ich

Mein liebstes Gartenbuch

Amazon Affiliatelink

Garten bewaessern?

Amazon Affiliatelink

Nach Schlagworten sortiert

10 Jahre neulichimgarten: über 2000 Artikel ! Hier duerfen Sie stoebern