{"id":16461,"date":"2013-03-24T23:40:33","date_gmt":"2013-03-24T21:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/?p=16461"},"modified":"2021-01-16T00:04:45","modified_gmt":"2021-01-15T22:04:45","slug":"leben-und-sterben-einer-laufente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/leben-und-sterben-einer-laufente\/","title":{"rendered":"Vom Leben und Sterben einer Laufente (Video)"},"content":{"rendered":"<p>Tja, Leben und Sterben liegen eng beieinander. Dieser Tatsache kann man nicht aus dem Wege gehen. Das gilt fuer Menschen genau so wie fuer Tiere. Gestern Abend habe ich sie noch besucht, unsere beiden Laufenten. Da waren sie noch quietschfidel. Heute Morgen nicht mehr so wirklich. Eine hat es dahingerafft. Muss wohl wieder jemand ziemlich hungrig gewesen sein. Federn weit verstreut, Blutstropfen ebenso.&nbsp;Das arme Tier lag im Gras, eine Schulter bis auf die Knochen angefressen, die Brust weggefressen. Kein schoener Anblick. Damit waeren von den 5 Laufenten, die wir bekommen haben, nur noch eine uebrig. Kein guter Schnitt, muss ich zugeben. <!--more--><\/p>\n<h2>Was ist den anderen passiert?<\/h2>\n<p>Eine ist schon vor Monaten von einem Raubtier gerissen worden, eine weitere war ploetzlich verschwunden, und wir haben sie erst viele Monate spaeter skelettiert unter einem Berg von Koniferenaesten wiedergefunden. Die muss sich wohl in dieses Gestruepps gewagt haben, ihr Nest immer tiefer hinein, und wird wohl einen Tag den Weg nicht wieder hinaus geschafft haben. Aus welchem Grunde, es wird immer ein Raetsel bleiben. Eine weitere lag ohne erkennbare Verletzungen einen Meter vom Ententeich entfernt. Wir nehmen an, die hat sich an einer Schnecke verschluckt, oder koennen auch Laufenten einen Herzinfarkt bekommen?<\/p>\n<h2>Der ist jetzt ziemlich einsam<\/h2>\n<p>Heute also die vierte, womit nur noch der einzige Erpel uebrig bleibt, der ziemlich konsterniert umherlaeuft. Verstaendlich, wuerde ich wahrscheinlich auch so machen. Dabei hatten wir uns so an diese beiden gewoehnt. Sind ja ziemlich scheue Tiere, aber wenn es etwas zu fressen gab, dann waren sie immer sofort zur Stelle. Jede Arbeit im Garten wurde mit viel Geschnatter von den beiden begleitet. Kein Regenwurm, den ich an die Oberflaeche befoerdert habe, hat ueberlebt, keine Schnecke in Reichweite, kein Tierchen, dessen die beiden habhaft werden konnten. Beim Pfluegen sassen sie in der Furche, beim Mist schaufeln musste ich aufpassen, nicht eine von ihnen aufzuspiessen, die waren immer lustig und gut drauf.<\/p>\n<h2>So Sonne, da auch Schatten<\/h2>\n<p>Da macht es auch nichts, dass sie nicht nur Schnecken, sondern auch ganz gerne mal einen Salat fressen. Da macht es auch nichts, dass sie mit ihren Fuessen Teile des Gartens regelrecht planiert haben. Da macht es auch nichts, dass sie sich im Winter bis vor die Kuechentuer gewagt haben. Die waren lustig, und wir hatten viel Spass mit ihnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16466\" aria-describedby=\"caption-attachment-16466\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/tote-Laufente.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-16466\" title=\"tote Laufente\" src=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/tote-Laufente-300x168.jpg\" alt=\"Tote Laufente\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/tote-Laufente-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/tote-Laufente.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-16466\" class=\"wp-caption-text\">Da war es nur noch eine. Diese ist von uns gegangen. Sah nicht schoen aus. Die Brust und eine Schulter weggefressen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jetzt ist es nur noch eine, und wir muessen uns was ueberlegen. Entweder, wir besorgen wieder eine Ente, um das Leben fuer den Erpel angenehmer zu gestalten, oder wir trennen uns von ihm. Das waere wirklich schade. Oder, dritte Moeglichkeit, wir lassen ihn zu den uebrigen Enten und Huehnern. Nur, dann macht es wenig Sinn. Dort gibt es keine Schnecken, dort bleibt ihm nicht viel anderes zu tun als zu leben und zu fressen.<\/p>\n<h2>Wer war jetzt dafuer verantwortlich?<\/h2>\n<p>Tja, auf den Film, den ich bei der ersten getoeteten Laufente gedreht habe, sind reichlich Kommentare und Mails eingegangen. Es gibt wohl kein Tier, welches mir da nicht als Verursacher genannt wurde. Raubvoegel, Fuechse, Marder, Frettchen alles was auch nur entfernt gross genug wird, Fleischfresser ist und in unseren Breiten lebt, wurde mir als Uebeltaeter genannt. Ich habe mir all die Kommentare durchgelesen, und ich selbst bin zu dem Schluss gekommen, dass es diesmal das Werk eines Raubvogels sein muss.<\/p>\n<h2>Warum?<\/h2>\n<p>Erstens waren die Federn&nbsp;an den Frassstellen fein saeuberlich ausgerissen. Der Rest der Ente war nicht mit Blut beschmiert, die Wunde war&nbsp;auf eine enge Flaeche&nbsp;begrenzt, und der Zaun duerfte ziemlich dicht sein. Fuechse hat es auf dieser Seite des Dorfes laut den Nachbarn noch nicht gegeben, ganz im Gegensatz zum anderen Ende des Dorfes. Erst letzens habe ich noch mit jemandem gesprochen, der in einer Nacht mehr als 10 Huehner verloren hat. Und selbst auf dem oertlichen Gefluegelhof sollen wohl immer mal wieder Gaense den Fuechsen zum Opfer fallen. Auf unserer Seite noch nie.<\/p>\n<p>Im Huehnergehege haben wir noch kein Tier an einen Raeuber verloren. Wobei dieses Gehege genau so leicht zu erreichen ist, wie der Garten wo wir die Laufenten verloren haben. Es gibt aber einen grossen Unterschied. Das Huehnergehege ist von einem 2 Meter hohen Zaun umgeben. Ich bin ja kein Fachmann, koennte mir aber vorstellen, dass fuer einen Raubvogel, so ist meine Meinung, der Anflug sehr schwierig sein wird. Keine weite offene Flaeche, nur ein eng begrenztes Areal umgeben von hohen Zaeunen. Da kann man nicht mit Schmackes angeflogen kommen und sich ein Huhn schnappen. Da landet man unweigerlich im Zaun.<!--noadsense--><\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/KBMUzkikT9o\" width=\"480\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja, Leben und Sterben liegen eng beieinander. Dieser Tatsache kann man nicht aus dem Wege gehen. Das gilt fuer Menschen genau so wie fuer Tiere. Gestern Abend habe ich sie noch besucht, unsere beiden Laufenten. Da waren sie noch quietschfidel. Heute Morgen nicht mehr so wirklich. Eine hat es dahingerafft. 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