{"id":16431,"date":"2013-03-23T15:45:17","date_gmt":"2013-03-23T13:45:17","guid":{"rendered":"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/?p=16431"},"modified":"2013-03-23T15:40:18","modified_gmt":"2013-03-23T13:40:18","slug":"duengen-im-selbstversorgergarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/duengen-im-selbstversorgergarten\/","title":{"rendered":"Kleiner Nachtrag zu meinem Artikel &#8222;Garten biologisch duengen&#8220; vom 21.03.2013"},"content":{"rendered":"<p>Ich glaube, nach meinem letzten Artikel ueber meine eher misslungenen Versuche, den Garten mit Mist zu duengen, sind doch einige Fragen offen geblieben, die ich heute naeher besprechen moechte. Aus den Kommentaren hier auf meinem Blog und auf meinem <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/user\/rrhase?feature=mhee\" target=\"_blank\">youtubekanal<\/a> entnehme ich, dass meine Vorgehensweise nicht der Norm entspricht und vielleicht auch den ein oder anderen Denkfehler beinhaltet. Trotzdem, ich habe mir die Sache vorher ganz genau ueberlegt und hatte meine guten Gruende, so vorzugehen. <!--more--><\/p>\n<h2>10 Monate haben nicht ausgereicht<\/h2>\n<p>Bekommen haben wir den <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/alpaka-und-lamamist-im-garten\/\">Alpacamist Mitte Juni letzten Jahres<\/a>. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Mist schon vier Wochen bei den Nachbarn gelegen. Ich habe ihn aufgeschichtet, bewaessert (wohl nicht ausreichend, da er im Inneren doch noch recht trocken war), ich habe ihn mit <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/kompostwuermer-eisenia-hortensis-dendrobaena-veneta-im-garten\/\">Kompostwuermern<\/a> aus den anderen Kompostern geimpft und hatte eigentlich angenommen, die Fuhre waere jetzt im Fruehjahr zumindest so weit zerfallen, sprich kompostiert, dass man nicht mehr von frischem Mist im eigentlichen Sinne haette sprechen koenne. Ich hatte eigentlich angenommen, in diesen fast 10 Monaten waere das Material so weit kompostiert, dass zumindest der Stroh und Heuanteil zerfallen waere. Damit haette ich zur Duengung im eigentlichen Sinne keinen Mist benutzt, sondern Kompost, wenn auch nicht ganz reif.<\/p>\n<p>Sicher hatte ich mir Gedanken darueber gemacht, dass man laut Lehrbuch nicht auf Flaechen aussaeen soll, die mit frischem Mist geduengt wurden. Das war mir klar. Meine Hoffnung war ja auch, eher Kompost als Mist auszubringen.<\/p>\n<h2>Warum nicht im Herbst oder fruehen Winter?<\/h2>\n<p>In verschiedenen Kommentaren kam der Vorschlag, ich haette den Mist doch besser im Herbst oder fruehen Winter ausbringen sollen, den Acker dann <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/garten-mit-dem-einachser-pfluegen\/\">pfluegen<\/a> und die winterliche Frostgare nutzen sollen. Hatte ich mir auch ueberlegt. Selbst wenn noch einige spaete Kulturen im Weg gewesen waeren. Es waere eine Moeglichkeit gewesen, die ich aber verworfen habe. Auch fuer diese Entscheidung hatte ich meine Gruende. Bis auf das Stueck, auf dem Gemuese stand, hatte ich, und daran halte ich fest, <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/richtige-ansendung-von-gruenduengungen-im-hobbygarten\/\">Gruenduengungen ausgesaet<\/a>. Buchweizen, <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/die-richtige-gruenduengungspflanze-mitte-august\/\">Perserklee<\/a>, Phacelia, <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/quirlmalve-gruenduengung-vor-und-nachteile\/\">Quirlmalve<\/a>. Wo es nur irgend ging, habe ich dafuer gesorgt, dass etwas waechst und der Boden nicht nackt den Elementen ausgesetzt ist. Ist doch richtig, oder nicht?<\/p>\n<p>Den Nutzen von Gruenduengungen wird wohl kaum jemand bestreiten. Jeder Hobbygaertner wird schon mal davon gehoert haben, dass es in der Natur keinen offenen Boden gibt. In der Natur ist jede Flaeche in irgendeiner Form bewachsen. Das schuetzt den Boden vor Erosion, vor Verschlaemmung und haelt die Naehrstoffe fest, die ansonsten mit dem Regen ausgewaschen werden.<\/p>\n<h2>Wir betreiben keinen Bauernhof<\/h2>\n<p>Von daher hatte ich ein Pfluegen im Herbst oder fruehen Winter als nicht sonderlich hilfreich angesehen. Ich haette damit den positiven Nutzen der Gruenduengung zunichte gemacht. Ich will ja hier im Garten auch keine Eins zu Eins Kopie eines landwirtschaftlichen Betriebes aufmachen. Das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Dazu fehlen die Maschinen, die Flaeche und die Moeglichkeiten. Wir betreiben einen Garten und keinen Bauernhof. Deswegen sind Vorgehensweisen, die in der Landwirtschaft ueblich sind, fuer uns gar nicht umzusetzen und auch nicht ratsam. Es gilt, neue Wege zu finden, irgendwo zwischen einer Landwirtschaft und einem Gemuesegarten.<\/p>\n<p>Prinzipell moechte ich auch weg von all diesen intensiven Bodenbarbeitungen. Nehmen wir das Pfluegen in diesem Jahr. Was hatte das fuer einen Sinn? In erster Linie ging es gar nicht um eine Bodenlockerung. Das geschieht schon ueber die Gruenduengungen, ueber die Bodenbewegungen bei der Ernte (man denke nur an die Kartoffelernte). Das Pfluegen hatte fuer mich eigentlich einen ganz anderen Sinn und Zweck. Es geht darum, das Unkraut, und da vor allem die Graeser einzudaemmen. Die sind naemlich ein wirkliches Problem.<\/p>\n<p>Jetzt komm mir bloss niemand mit dem Vorschlag des Mulchens. Kann man machen, in einem Gemuesegarten. Der, ich habe es ja geschrieben, ist von der Groesse auch noch auf diese Weise zu handhaben. Wir betreiben aber eben keinen Gemuesegarten, und ausreichend Material um einen grossen Garten, wie den unsrigen zu mulchen, kann niemand aufbringen.<\/p>\n<h2>Zur Befahrbarkeit<\/h2>\n<p>Ich glaube, einige Leser ueberschaetzen unsere Moeglichkeiten. Ist ja nicht so, als dass ich es\u00a0nicht\u00a0versucht haette. Vor einigen Wochen bin ich beim Verteilen des Strohs um die Beerenstraeucher auch mit dem Einachser ueber das Feld gefahren. Gerade mal beladen mit zwei feuchten Ballen Stroh. Auch damit habe ich mich festgefahren. Nasser Boden ist nicht befahrbar, jedenfalls nicht mit unseren Moeglichkeiten. Jetzt koennte man sagen, ich haette den Mist bei gefrorenem Boden ausbringen sollen. Mal abgesehen davon, dass auch ich im tiefsten Winter lieber am Holzofen sitze, als mir die Finger abfrieren zu lassen, der Mist oder Kompost, was auch immer, ist\u00a0ebenfalls steinhart gefroren. Eine wirkliche Option ist das also auch nicht.<\/p>\n<h2>Ich rechne mir doch nur ein paar Wochen Vorsprung aus<\/h2>\n<p>Also zurueck zum Unkraut und den Graesern. Schade, dass ich dieses Thema nur kurz in <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/der-richtige-start-in-die-gartensaison\/\">einem meiner letzten Filme<\/a> angesprochen habe. Das Pfluegen diente eigentlich nur dazu, uns einen kleinen Vorsprung zu verschaffen. Einfach nur mit einem Garten in die Saison zu starten, der eine reale Chance hat, dem Unkraut wenigstens bis zur Jahresmitte die Stirn bieten zu koennen. Denn wirklich tiefes Pfluegen ist mit so einem Maschinchen so oder so nicht moeglich. Ich habe auch gar nicht tief gepfluegt. Mir ging es in erster Linie darum, die Graeser unter die Erde zu bekommen. Denn die sind in unserem Garten, aufgrund der angrenzenden Wiesen, in Handarbeit nicht zu baendigen.<\/p>\n<p>Jedes Graspflaenzchen entwickelt sich im Fruehahr mit einer Geschwindigkeit, gegen die jede Nutzpflanze blass aussieht. Anstatt mich schon zu Beginn der Saison im Kampf gegen das Unkraut aufzureiben, kann ich mich auf die wesentlichen Arbeiten konzentrieren. Spaeter dann komme ich so oder so nicht mehr dagegen an. Dann lasse ich es wachsen bis es\u00a0im naechsten Fruehjahr erneut untergepfluegt wird.<\/p>\n<h2>Wie geht es weiter?<\/h2>\n<p>Letztendlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich nur das Stueck Acker, auf dem Kartoffeln und Mais stehen sollen, eine ordentliche Portion Mist goenne. Denen duerfte der Mist nicht schaden. Beim Haeufeln der Kartoffeln kommt der Mist unter die Erde, wenn ich ihn nicht vorher schon mit der Fraese eingearbeitet habe. Der restliche Mist wird noch ein Jahr liegen bleiben und dann hoffentlich so weit zu Kompost geworden sein, dass er auch im Fruehjahr ohne Kopfschmerzen zu bereiten, ausgebracht werden kann. Den uebrigen Garten werde ich wohl wieder mit Hornspaenen duengen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich glaube, nach meinem letzten Artikel ueber meine eher misslungenen Versuche, den Garten mit Mist zu duengen, sind doch einige Fragen offen geblieben, die ich heute naeher besprechen moechte. 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