{"id":16164,"date":"2013-01-19T23:10:24","date_gmt":"2013-01-19T21:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/?p=16164"},"modified":"2013-01-19T23:01:02","modified_gmt":"2013-01-19T21:01:02","slug":"nutztierhaltung-fuer-selbstversorger-im-winter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/nutztierhaltung-fuer-selbstversorger-im-winter\/","title":{"rendered":"Ein ganz normaler Selbstversorger Wintermorgen oder von einem, der seine Arbeit liebt. (Video)"},"content":{"rendered":"<p>Was bin ich froh, nicht jeden Morgen in irgendeine dunkle, stinkende Fabrik laufen zu muessen, acht Stunden meine Zeit abzureissen und dann geschafft von der Schufterei mit haengendem Kopf nach Hause kommen zu muessen. Was bin ich froh, nicht jeden Morgen in ein Buero stapfen zu muessen, den ganzen Tag nur Akten waelzen, Anmeldeformulare entgegennehmen, und mit aufgebrachten Buergern telefonieren zu muessen, und ich bin auch froh darueber, nicht jeden Morgen in einen 40 Tonner steigen zu muessen, mich Hunderte von Kilometern ueber ueberfuellte Autobahnen quaelen und mir dabei die Nerven kaputt machen zu muessen. Alles schon gemacht, ich weiss, wovon ich rede.<\/p>\n<h2>Ich koennte das nicht mehr<\/h2>\n<p>Wirklich, ich habe Hochachtung vor denen, die das schaffen, ich bewundere Menschen, die sich damit arrangieren koennen und nicht den Kopf in den Sand stecken. Schliesslich profitiere auch ich von jenen, die die Arbeit (auch fuer mich) machen und nicht wie ich den ganzen Tag nur youtubefilmchen gucken und Gott einen guten Mann sein lassen. Oder doch nicht? <!--more--><\/p>\n<p>Ok, manchmal habe auch ich was zu tun, so ist das nicht. Nur unterliege ich keinem Zwang, muss nicht stempeln, muss nicht Rechenschaft ablegen (au\u00dfer manchmal vor meiner Frau, wenn wieder mal nicht gestaubsaugt wurde)\u00a0und muss auch nicht vor irgendwelchen Menschen buckeln, nur um meine Arbeit zu behalten oder um meine Broetchen kaufen zu koennen. Ich habe den grossen Vorteil, meine Zeit frei einteilen zu koennen. Das ist in der heutigen Zeit fuer die meisten Menschen alles andere als ueblich. Ich bin ein ziemlich zufriedener Mensch, keine Frage. An dieser Stelle ein dickes Lob an meine Frau, die genau solch einer beschriebenen Arbeit nachgeht. Aber die kann sich gut damit arrangieren und sie macht ihr sogar Spass. Dafuer ist Wasserschleppen nicht so ihr Ding.<\/p>\n<h2>Arbeit ja, aber wann ich sie will<\/h2>\n<p>Es gibt Zeiten, zu denen ich mit der <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/getreideanbau-fuer-selbstversorger-stoppelfeld\/\">Arbeit nicht hinterher komme<\/a>. Dauert nicht mehr lange, dann beginnt die Gartensaison, und meine zwei Haende werden nicht mehr ausreichen, all die Arbeit zu bewaeltigen. Das heisst aber nicht, im Winter gaebe es, ausser am Computer zu sitzen, nichts zu tun. Jeden Morgen, das ist schon ein Ritual, geht es hinaus zu den Tieren. <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/huhn-krank\/\">Huehner<\/a>, <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/aus-fuenf-mach-zwei-oder-von-laufenten-die-immer-weniger-werden-video\/\">Enten<\/a> und <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/hilfe-ich-bin-ein-star-holt-mich-hier-raus\/\">Kaninchen<\/a> wollen was zu fressen, wollen frisches Wasser, die Eier muessen eingesammelt werden, damit sie bei Minusgraden nicht durchfrieren. Bei Wind und Wetter, ob die Sonne scheint, ob es schneit oder die Welt untergeht macht keinen Unterschied. Und ganz ehrlich, ich mag diese Arbeit. Ich mag es, wenn der Rest der Familie aus dem Haus ist, in den Garten zu den Tieren zu laufen. Diese Ruhe, dieser Frieden, kein Geplaerre, kein Strassenlaerm, nur das Gackern der Huehner und das immer aufgeregte Schnattern der Laufenten. Was will ich denn mehr? Das ist mein Teil Landleben. Zugegeben, nur ein winzig kleiner Teil, aber immerhin. Das koennen Sie nicht nachvollziehen? Haette ich bis vor einigen Jahren auch nicht koennen.<\/p>\n<h2>Der Winter ist schoen, wenn da nur nicht immer die kalten Finger waeren<\/h2>\n<p>Auch wenn im Winter ein wenig mehr zu tun ist als im Sommer. Bei Temperaturen unter Null friert alles Wasser ein. Der kleine Teich fuer die Enten, das Wasser bei den <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/gemueseanbau\/wuehlmaeuse-richtigschuetzen\/\">Kaninchen<\/a>. Im Sommer ist das schnell gemacht. Schlauch angeschlossen, <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/macht-eine-regenwassernutzungsanlage-sinn\/\">Wasserhahn<\/a> auf, und im Nu hat der Ententeich neues Wasser. Jetzt im Winter habe ich allerdings alle Wasserleitungen in den Garten entleert, klar, um Frostschaeden zu vermeiden. Da bleibt nur die Moeglichkeit, mit Wasserkannen frisches, angewaermtes Wasser aus dem Badezimmer nach hinten zu schleppen. Je kaelter es wird, umso oefter am Tag muss ich laufen. Mehrfach taeglich sammele ich die Eier der Huehner ein, damit sie nicht gefrieren. Ist uns im letzten Jahr naemlich passiert. Da waren einige Eier nicht mehr geniessbar.<\/p>\n<p>Aber ehrlich, stoeren tut mich das keinen Deut. Ich kann mir keine schoenere Arbeit vorstellen, als diese. Und wenn ich dann doch kalte Finger bekomme, dann gehe ich rein, halte meine Haende an den warmen Holzofen und mache mir eine Tasse Tee, und Ruck Zuck weiss ich wieder, warum ich nie wieder eine Fabrik von innen sehen werde.<\/p>\n<h2>Gehen Sie mit&#8230;<\/h2>\n<p>Sie glauben mir nicht? Dann\u00a0begleiten Sie mich zu den Tieren. Schauen Sie sich meinen Film an und erleben Sie ein klein wenig Landleben. Atmen Sie die frische kalte Luft ein, hoeren Sie den Huehnern und Enten zu und sehen Sie, wie friedlich das Leben sein kann. Keine Sorge, die Kannen schleppe ich. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Und dann ueberlegen Sie mal, ob Ihre Arbeit Ihnen genau soviel Freude macht wie mir die meinige.<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" width=\"480\" height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/gtIU-Awk37I\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was bin ich froh, nicht jeden Morgen in irgendeine dunkle, stinkende Fabrik laufen zu muessen, acht Stunden meine Zeit abzureissen und dann geschafft von der Schufterei mit haengendem Kopf nach Hause kommen zu muessen. 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