{"id":16147,"date":"2013-01-13T10:10:04","date_gmt":"2013-01-13T08:10:04","guid":{"rendered":"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/?p=16147"},"modified":"2013-01-15T18:27:55","modified_gmt":"2013-01-15T16:27:55","slug":"selbstversorger-getreide-richtig-lagern-video","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/selbstversorger-getreide-richtig-lagern-video\/","title":{"rendered":"Wie lagert der Hobby-Selbstversorger die eigene Weizenernte (Video)"},"content":{"rendered":"<p>Chemisch behandeln? Faellt fuer Selbstversorger aus. Regelmaessig bewegen duerfte auch nicht so leicht sein. Bei einigen Kilo vielleicht, bei 70 Kilogramm, unserer vorjaehrigen Weizenernte uebrigens, wird das schon schwieriger. Dazu muesste ich die beiden Faesser, die ich mir ueber Ebay fuer ein paar Euros besorgt habe, lebensmittelecht uebrigens, alle paar Wochen umfuellen. Keine Lust und keine Zeit dazu. Dauerhaft kuehlen, um die Entwicklung von Mikroorganismen und Schaedlingen zu unterbinden scheint mir auch nicht praktikabel. Bleiben also\u00a0nicht viele Moeglichkeiten uebrig, unsere Weizenernte lagerfaehig zu machen. Oder doch? <!--more--><\/p>\n<h2>Mein Kopf waere fast zerbrochen<\/h2>\n<p>Ich habe mir die Sache lange durch den Kopf gehen lassen und bin letztendlich bei einer Methode haengen geblieben, die mir praktikabel erschien, preislich noch in einem Rahmen liegt, der vertretbar ist und\u00a0deren Aufwand sich ebenfalls\u00a0noch in Grenzen haelt. Die Lagerung unter Schutzgas, CO2 genauer gesagt. Wo kein Sauerstoff, da kein Leben, bis auf wenige Ausnahmen abgesehen, so meine Denke. Wo kein Sauerstoff, da keine Pilze, keine Kaefer und auch keine Buechermilben. Die, so wuerde ich sagen, waren naemlich die netten <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/getreide-richtig-lagern-im-haus\/\">Fressfeinde<\/a>, die uns die <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/gartenansichten\/von-der-selbstversorgung-von-der-weizenernte-und-von-einem-der-total-panne-ist\/\">Weizenernte<\/a> im vergangenen Jahr verdorben haben. Ich bekam naemlich letztens eine Nachricht mit Bildern, die Buechermilben zeigten. Milben, die im Haushalt an feuchten Stellen, unter anderem auch in alten Buechern die in feuchten Raeumen gelagert werden, leben. Die Tierchen auf diesen Bildern sahen genaus so aus, wie die, die ich in unserem Weizen <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/getreide-richtig-lagern-im-haus\/\">massenhaft gefunden habe<\/a>, nachdem dieser den Winter ueber in einer unverschlossenen Plastiktonne im Schuppen gestanden hat.<\/p>\n<h2>Ohne Sauerstoff, kein Leben<\/h2>\n<p>Aber auch die haerteste Milbe kommt nicht ohne Sauerstoff aus. Was liegt da also naeher, als die Ernte in einer verschliessbaren Tonne unter CO2 zu lagern, bei Bedarf jeweils 5 oder 10 Kilo zu entnehmen und den Rest wieder unter CO2 zu halten?<\/p>\n<p>CO2 kann man, ich war positiv ueberrascht, recht preiswert kaufen. So eine Flasche mit 2 Kilogramm CO2 kostet nicht die Welt. Weit unter 50 Euro im Fachhandel. Allerdings nur in Kaufflaschen, keine Pfandflaschen. So eine Flasche habe ich mir dann besorgt. 2 Kilo CO2 fuellen unter Normaldruck und Raumtemperatur etwas <a href=\"http:\/\/www.klima-sucht-schutz.de\/mitmachen\/beitrag\/article\/wie-viel-wiegt-co2.html\" target=\"_blank\">mehr als 1000 Liter<\/a>. Das ist viel Gas fuers Geld. Um die Ernte unter CO2 zu halten, ist ja nicht viel noetig. Machen wir mal eine Modellrechnung. Wir nehmen ein Fass von 100 Litern Volumen und\u00a0fuellen dies mit Weizenkoernern. Damit wuerde ich schaetzen, ist schon mehr als 90 Prozent des Volumens ausgefuellt. Bleiben also nur noch 10 Liter, die mit CO2 Gas zu fuellen sind, naemlich die Zwischenraeume zwischen den Koernern. Und selbst wenn ich 50 Liter Gas, ach, auch 100 Liter Gas braeuchte, um unsere Ernte, selbst bei mehrmaliger Entnahme immer unter CO2 Gas zu halten, kaeme ich mit der Flasche immer noch 10 Jahre hin. Mir erschien das als eine recht preiswerte und simple Moeglichkeit der Lagerung (mir fiel aber auch keine andere ein \ud83d\ude42 ).<\/p>\n<h2>Wie kommt das CO2 ins Fass?<\/h2>\n<p>CO2 ist schwerer als Luft. Nicht viel, aber es reicht aus, um in einem Raum, dessen Gasinhalt sich nicht bewegt, nach unten abzusetzen. Trotzdem wollte ich es nicht einfach von oben in das Fass geben. CO2 und Luft haetten sich vermischt, und der gewuenschte Effekt waere verloren gewesen. So habe ich mir im Baumarkt einen Plastikschlauch besorgt, so einen Ablaufschlauch fuer eine Waschmaschine, der vom Durchmesser ziemlich gut auf das Gewinde der CO2 Flasche zu schieben war. Der Schlauch kam dann ganz unten ins Fass, und der Weizen wurde drumherum aufgefuellt. Sinn der Sache war, das CO2 tief unten ins Fass einzuleiten damit es den Sauerstoff bei sehr langsamen Ausstroemen, von unten nach oben aus dem Fass draengt. Jedenfalls zu einem grossen Teil.<\/p>\n<h2>Und wann ist die Tonne voll?<\/h2>\n<p>Eine weitere Huerde war allerdings noch zu nehmen. An meiner CO2 Flasche habe ich keine Anzeige, wieviel schon ausgestroemt ist. Um trotzdem feststellen zu koennen, ob das CO2 das Fass und damit den Weizen komplett bedeckt, fiel mir eine ganz einfache Methode ein. Oben auf den Weizen stellte ich eine kleine brennende Kerze. Dann den CO2 Hahn nur ein ganz klein wenig geoeffnet, so dass das Gas moeglichst unter der Luft bleibt und diese aus dem Fass drueckt. Sobald das CO2 die Kerze erreicht, erlischt diese. So mein Plan.<\/p>\n<p>Fachleute koennten jetzt natuerlich sagen, die Kerze erlischt schon bei einer Sauerstoffkonzentration\u00a0die noch weit von Null entfernt ist. Richtig. Deswegen habe ich noch ein wenig nachlaufen lassen. Damit bin ich mir recht sicher, den groessten Teil des Sauerstoffs aus dem Fass gedrueckt zu haben.<\/p>\n<h2>Deckel drauf, fertig.<\/h2>\n<p>Kein Ahnung wie hoch die Sauerstoffkonzentration sein muss, damit Milben und Schaedlinge noch leben koennen. Ich denke aber mal, ich habe es ihnen auf diese Weise doch etwas schwerer gemacht, uns auch in diesem Jahr den Spass am Brotbacken aus eigenem Weizen zu verderben. Eventuell muss ich, wenn sich das CO2 abgesetzt hat, noch mal ein wenig zustroemen lassen, wie auch bei jeder Weizenentnahme. Dabei wird ja das CO2 aufgewirbelt und Sauerstoff kommt\u00a0in die Tonne. Ein paar Liter frisches Gas sollte das Problem loesen.<\/p>\n<p>Wie gesagt,\u00a0die mehr als 1000 Liter sollten einige Jahre reichen.<\/p>\n<p>Ich werde zwar parallel noch einige Beutel Weizen einfrieren, um zu sehen, ob der sich nach Monaten in der Tiefkuehltruhe noch nutzen laesst, denke aber, die Methode mit dem CO2 ist die bessere Wahl. Sollte dem nicht so sein und ich in einigen Monaten wieder Fressfeinde im Weizen finden, dann sollte ich mir mal schwer ueberlegen, ob Weizenanbau wirklich Sinn macht. Ok, Sinn macht er so oder so nicht.\u00a0Ist nur was fuer die ganz abgedrehten. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Oder hat jemand eine andere oder bessere <strong>belegbar<\/strong> <strong>erprobte<\/strong> Methode, Getreide ohne grossen Aufwand und Kosten <strong>sicher<\/strong> ueber einen laengeren Zeitraum aufzubewahren?<\/p>\n<p>PS: Es gibt eine bessere Variante, ganz klar. 70 Kilo Weizen duerften so 130 Kilo Brot ergeben. 330 Gramm pro Tag im Jahr. Das ist nicht viel. Bei vier Personen, die immer Hunger haben, muessten wir das eigentlich schneller verpinselt haben, als jede Milbe laufen kann. Aufessen ist die beste Lagerung. Wenn ich es doch nur schaffen wuerde, Brot zu backen, das nicht nur mir schmeckt. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><center><iframe width=\"480\"height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/_DNDWDg4g-c\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chemisch behandeln? Faellt fuer Selbstversorger aus. Regelmaessig bewegen duerfte auch nicht so leicht sein. Bei einigen Kilo vielleicht, bei 70 Kilogramm, unserer vorjaehrigen Weizenernte uebrigens, wird das schon schwieriger. Dazu muesste ich die beiden Faesser, die ich mir ueber Ebay fuer ein paar Euros besorgt habe, lebensmittelecht uebrigens, alle paar Wochen umfuellen. 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