{"id":15626,"date":"2012-11-13T12:00:59","date_gmt":"2012-11-13T10:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/?p=15626"},"modified":"2012-11-14T23:04:34","modified_gmt":"2012-11-14T21:04:34","slug":"selbstversorgung-und-die-haute-cuisine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/selbstversorgung-und-die-haute-cuisine\/","title":{"rendered":"Selbstversorgung und die &#8222;Haute Cuisine&#8220;, oder aus dem Restaurant &#8222;Zur zarten Ente&#8220;. (Video)"},"content":{"rendered":"<p>Selbstversorger, oder solche die es zumindest versuchen, leben gesuender. Das steht wohl ausser Zweifel. Keine Chemie, wenig Verpackung mit Weichmachern, rein natuerlich und so frisch wie es eben\u00a0geht. Ueber diesen Punkt brauchen wir uns wirklich nicht zu unterhalten. Aber, wie steht es mit der Selbstversorgung und dem Genuss? Natuerlich, eine <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/welche-paprikasorte-ist-die-beste\/\">Paprika aus dem eigenen Garten<\/a>, frisch geerntet, ist ein Genuss. Ein <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/obstanbau\/aepfel-richtig-ernten\/\">Apfel direkt vom Baum<\/a> ist kaum zu uebertreffen (vielleicht auch nur meine subjektive Meinung \ud83d\ude42 ). Und vieles andere mehr. Nur, ab und zu moechte auch der Selbstversorger mal ein Menu zu sich nehmen, das etwas aus dem Rahmen faellt. Etwas, wo Arbeit drin steckt. Ein Menu, an das man sich noch lange erinnert. Ein Menu, das man selbst kaum auf die Beine stellen kann. Eben ein Menu, welches man normalerweise zuhause niemals hinbekommt, meist aus Mangel an Sachkenntnis (wie bei mir \ud83d\ude42 ). Ins Restaurant zu gehen verbietet sich fuer den eingefleischten Selbstversorger von alleine. Viel bleibt dann nicht mehr uebrig, oder doch?<\/p>\n<p>Wir aber haben den Spagat gemeistert. Unsere Selbstversorgung mit der &#8222;Haute Cuisine&#8220; vereinbart. Wie das geht? Ganz einfach. <!--more--><\/p>\n<h2>Die Gelegenheit<\/h2>\n<p>Hatten wir doch vor einigen Tagen einen 75 sten Geburtstag zu feiern (nein, nicht den meinen, obwohl ich manchmal so alt aussehe :). Den der Hauskoechin, meiner Mutter, die hier doch recht haeufig kocht. Meine Mutter gehoert zu denen, die ihr Leben als Hausfrau gelebt haben, deren wichtigster Bestandteil des Lebens darin bestand, ihren Mann und ihre Kinder zu bekochen. Taeglich und mehrfach. Ich bin immer wieder begeistert, wie schnell sie aus den simpelsten Zutaten ein leckeres Essen zaubern kann. Ich brauche bloss anzurufen: &#8222;Ich habe hier wieder was geerntet, kannst du was draus machen?&#8220; und keine zwei Stunden spaeter steht ein Essen auf dem Tisch, nach dem man sich die Finger leckt.<\/p>\n<p>Was schenkt man so einer Frau zum Geburtstag? Materielle Wuensche halten sich in Grenzen, fuer einen Fallschirmsprung duerfte es leider etwas zu spaet sein, und ein neuer Roemertopf ist wohl auch nicht das &#8222;Gelbe vom Ei&#8220;. Aber kochen tut sie fuer ihr Leben gerne. Und natuerlich essen. \ud83d\ude42 Was liegt da naeher als ein gutes Essen.<\/p>\n<h2>Restaurant? Keine Chance!<\/h2>\n<p>Wie gesagt, Restaurant verbietet sich. Es gibt aber eine Moeglichkeit, das Restaurant in den <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/warum-das-alles\/\">Selbstversorgerhaushalt<\/a> zu katapultieren. Einige Doerfer weiter wohnt ein Mietkoch. Das sind Koeche, die zu einem nach Hause kommen und dort kochen. Mitarbeit erwuenscht und sogar Pflicht. So einen haben wir beauftragt. Ein erfahrener Koch mit reichlich Erfahrung, einer der weiss was er tut, einer der mit Sicherheit auch einer 75 jaehrigen Hausfrau noch den ein oder anderen Tipp geben kann.<\/p>\n<p>Das alleine waere\u00a0nun nicht der Knueller. Da kam mir die rettende Idee. Wie waere es, diesem Koch zur Auflage zu machen, nur Nahrungsmittel aus eigener Produktion zu verwenden? Dann auch noch nach Moeglichkeit Dinge, die wir jetzt noch frisch aus dem Garten ernten koennen. Das ist doch mal eine Herausforderung. Gesagt, getan.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Restaurant-zur-zarten-Ente.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-15635\" title=\"Restaurant zur zarten Ente\" src=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Restaurant-zur-zarten-Ente-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Restaurant-zur-zarten-Ente-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Restaurant-zur-zarten-Ente.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Was bin ich nur fuer ein Fiesling!<\/h2>\n<p>Jetzt waere ich aber nicht ich, wenn mir da nicht doch noch eine kleine, aber fiese Huerde eingefallen waere. Haben wir doch im letzten Jahr <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/wie-kommt-das-huhn-in-die-pfanne\/\">Enten aus eigener Zucht schlachten lassen<\/a>. Sowohl meine Mutter als auch meine Frau haben sich an diesen Tieren versucht. Herausgekommen ist dabei jeweils ein Vogel, neben dem jede Jahrmarktgummiente vom Entenangeln keine schlechte Figur gemacht haette. Zaeh wie Leder, selbst ein Loewe haette sich daran die Reisszaehne abgebrochen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich in den letzten Tagen wieder 14 Enten aus eigener Zucht habe schlachten lassen, Barbarieenten, also nicht irgendwelche Zugvoegel die schon mehrfach den Weg nach Afrika genommen haben, war das doch <strong>DIE<\/strong> Gelegenheit. Nein, Feinschmeckerenten. Stammen die nicht sogar urspruenglich aus Frankreich?<\/p>\n<h2>Ein Koch aus Frankreich und eine franzoesische Ente<\/h2>\n<p>Welch ein Zufall. Der Koch, den wir gewaehlt hatten, stammt auch aus Frankreich. Das bot sich doch geradezu an. Ein franzoesischer Koch, eine franzoesische Feinschmeckerente. Wenn der es nicht schafft, so ein Tier zart und geniessbar zuzubreiten, dann schafft es niemand. Und wir koennen nur davon lernen. Ich haette ja gerne noch <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/gemueseanbau\/knollenziest-stachys-oder-crosnes-anbau-im-garten\/\">Knollenziest<\/a> und <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/oca-oder-von-einem-hobbygaertner-der-versucht-sich-zu-vergiften-video\/\">Oca<\/a> mit ins Programm genommen. Aber schade, damit hatte unser Koch keine Erfahrung. Aber <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/gemueseanbau\/kiwano-horngurke-in-deutschland-anbauen-und-geniessen\/\">Kiwano<\/a> habe ich mit einbauen lassen. Wenigstens etwas. Auf diesen Tag habe ich mich lange gefreut.<\/p>\n<p>Heute also der erste Teil von: &#8222;<strong>Die Selbstversorger und die Haute Cuisine<\/strong>&#8222;. Die Zutaten, frisch aus dem Garten oder aus eigener Produktion, und im naechsten Teil sehen wir uns an, was draus geworden ist und ob die Ente wirklich butterzart war. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>PS: Einige kleinere Abstriche mussten wir allerdings machen. Teile der Familie liessen sich nun ums Verrecken nicht dazu ueberreden, Ente oder Kaninchen zu essen. Als zweiten Hauptgang Kaninchen, das waere die Kroenung gewesen. So haben wir ein Kalbsfilet mit ins Programm genommen. Nehmen wir einfach an, wir haetten es gegen eine Gummiente eingetauscht. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/DM7lyLknyxw\" frameborder=\"0\" width=\"480\" height=\"315\"><\/iframe><\/center><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbstversorger, oder solche die es zumindest versuchen, leben gesuender. Das steht wohl ausser Zweifel. Keine Chemie, wenig Verpackung mit Weichmachern, rein natuerlich und so frisch wie es eben\u00a0geht. 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