{"id":12758,"date":"2011-12-19T15:00:54","date_gmt":"2011-12-19T13:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/?p=12758"},"modified":"2011-12-19T20:42:34","modified_gmt":"2011-12-19T18:42:34","slug":"bienen-mit-oxalsaeure-behandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/bienen-mit-oxalsaeure-behandeln\/","title":{"rendered":"Bienen mit Oxalsaeure behandeln, oder von einem gar nicht erfreulichen Anblick. (Video)"},"content":{"rendered":"<p>Das sah nun wirklich nicht so aus, wie ich es erwartet hatte und auch nicht so, wie ich es bei einer Vorfuehrung von Herrn Liebig gesehen habe. Ich spreche von meinen Bienen. An beiden Voelkern war naemlich noch eine wichtige Arbeit zu erledigen, bevor sie in die Winterruhe entlassen werden koennen. Es geht um die Behandlung mit Oxalsaeure, respektive Bienenwohl. Diese Behandlung dient dazu, die Bienenvoelker vor dem Winter noch einmal gegen die Varroamilbe zu behandeln.<\/p>\n<h2>Warum eine Behandlung der Bienen mit Oxalsaeure?<\/h2>\n<p>Diese Behandlung, die ca. drei Wochen nach den ersten richtigen Frostnaechten durchgefuehrt werden sollte, habe ich lange vor mir her geschoben. Einfach deswegen, weil wir keinen wirklichen Frost hatten. Aber erst zu diesem Zeitpunkt kann man einigermassen sicher sein, dass das Bienenvolk brutfrei ist. Warum brutfrei? Ganz einfach. Die verwendete Oxalsaeureloesung wirkt nur gegen Milben auf den Bienen selbst, trifft aber nicht die Milben, die sich an der Brut aufhalten.\u00a0Wuerde also wenig Sinn machen, zu frueh zu behandeln und damit die Milben auf den Bienen zu erwischen, nicht aber die Milben, die nach der Behandlung neu mit der Brut schluepfen.<\/p>\n<p>Da, so habe ich jedenfalls nachgelesen, Bienen nach der Wintersonnenwende um den 21. Dezember aber schon wieder mit dem Brutgeschaeft beginnen koennen, habe ich mich dazu entschlossen, meine Bienen Mitte Dezember, also noch ganz knapp im Zeitfenster von Mitte November bis Mitte Dezember zu behandeln. Was ich dabei gesehen habe, war nicht sonderlich ansprechend. <!--more--><\/p>\n<h2>Die Segeberger Beute\u00a0so gut wie verwaist (Film 2.40)<\/h2>\n<p>Fangen wir mit der Segeberger Beute an. Vor einigen Wochen, als ich die <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/maeusegitter-vor-flugloch-anbringen\/\" target=\"_self\">Maeuseschutzgitter angebracht<\/a> habe, sah in dieser Beute noch alles ganz normal aus. Es waren zwar nicht mehr so viele Bienen zu sehen wie im Sommer, ich konnte aber auch keine Anzeichen dafuer erkennen, dass etwas schief gelaufen sein koennte. Und doch, da muss etwas schief gelaufen sein. In der Beute waren naemlich so gut wie keine Bienen mehr zu finden. In der unteren Zarge keine einzige lebende Biene und in der oberen Zarge fand ich noch genau zwei Wabengassen, in denen noch lebende Bienen sassen. Wenn ich die Menge Bienen aber mal ueberschlage, dann koennen es nicht mehr als eine Hand voll Bienen gewesen sein. Da brauche ich kein Fachmann zu sein, um zu erkennen, dass dieses Volk den Winter nicht uebersteht. Alle Raehmchen sahen braun und leer aus. Unten auf dem Beutenboden lagen noch einmal eine Hand voll toter Bienen.<\/p>\n<p>Jetzt stellt sich natuerlich die Frage, was da schief gelaufen ist. Ich bin mir naemlich keines Fehlers bewusst (mal abgesehen von meiner mangelnden Erfahrung). Ich habe mich genau an das gehalten, was mir meine Imkerkollegen im Verein gesagt haben. Ich habe genug gefuettert, und ich habe rechtzeitig das Maeusegitter angebracht. Was ist mir da schief gelaufen, und woran haette ich erkennen koennen, dass in diesem Volk etwas nicht stimmt?<\/p>\n<h2>Die Bienenkiste machte einen etwas besseren Eindruck (Film 5.17)<\/h2>\n<p>Bei der Bienenkiste sah es etwas besser aus. Gut, auch das kann ich, mangels Vergleich, nur laienhaft beurteilen. Es waren aber wenigstens noch Bienen in nennenswerter Anzahl zu finden. Nachdem ich die Bienenkiste auf den Kopf gestellt und den Boden abgenommen hatte, fand ich in der Naehe des Einfluglochs vier bis fuenf Wabengassen, in denen ziemlich gedraengt noch Bienen sassen. Was mir aber auch an diesem Volk auffiel war, dass meiner Ansicht nach viel zu viele leere Waben zu sehen waren. Die Bienen haben zwar kraeftig gebaut, aber die Waben schienen groesstenteils leer.<\/p>\n<h2>Diese Erkenntnis\u00a0hat mich jetzt doch hart getroffen.<\/h2>\n<p>Tja, ich muss zugeben, der Blick in die Segeberger Beute hat mich arg schockiert. Vor allem, weil ich mir nicht erklaeren kann, was ich haette falsch gemacht haben koennen. Ich kann ja nun nicht mehr machen, als nach bestem Wissen und Gewissen das in die Tat umsetzen, was ich weiss. Erfahrung aber ist eine Sache, die man nicht in Kursen erlernen und sich aus Buechern anlesen kann. Dazu bedarf es einfach einer jahrelangen Praxis, die ich, so leid es mir tut, nicht habe.<\/p>\n<p>Also, bevor jetzt wieder jemand auf mich einschlaegt, bitte erst einmal meine <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/user\/rrhase\" target=\"_blank\">anderen Filme<\/a> anschauen und die <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/category\/bienen\/\" target=\"_self\">Beitraege ueber\u00a0Bienen<\/a> hier auf meinem Blog lesen. Daraus ergeben sich schon viele Antworten. Im uebrigen habe ich aber auch keine Probleme damit, zu meinen Fehlern zu stehen.<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/R68jpQmuePw\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><center\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das sah nun wirklich nicht so aus, wie ich es erwartet hatte und auch nicht so, wie ich es bei einer Vorfuehrung von Herrn Liebig gesehen habe. Ich spreche von meinen Bienen. An beiden Voelkern war naemlich noch eine wichtige Arbeit zu erledigen, bevor sie in die Winterruhe entlassen werden koennen. 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