{"id":12496,"date":"2011-12-01T15:30:42","date_gmt":"2011-12-01T13:30:42","guid":{"rendered":"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/?p=12496"},"modified":"2011-12-01T23:32:34","modified_gmt":"2011-12-01T21:32:34","slug":"totes-huhn-im-stall-krankheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/totes-huhn-im-stall-krankheiten\/","title":{"rendered":"Das erste tote Huhn, oder Huehner sind auch nur Menschen. Sie sterben manchmal."},"content":{"rendered":"<p>Wenn es\u00a0Haustiere bei uns gibt, die sich in der Vergangenheit als besonders robust, unkaputtbar, immer froehlich und immer zu einem Scherz aufgelegt gezeigt haben, dann waren es die Huehner. Weder Eis und Schnee, bittere Kaelte, Gewitter oder die streunenden Katzen koennen ihnen etwas anhaben. Seit fast zwei Jahren halten wir Huehner, und in diesen zwei Jahren ist uns noch kein einziges verstorben. Mal abgesehen vom <a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/dies-und-das\/huehnerhaltung-kuekenaufzucht-mit-problemen\/\" target=\"_self\">ersten Schlupf<\/a> im vergangenen Jahr, von dem kein einziges uebrig geblieben ist. Was aber wohl mehr daran gelegen hat, dass die Kleinen nicht in einem eigenen Stall aufgewachsen sind, sondern schon kurz nachdem sie das Nest verlassen hatten, sich mit der Henne\u00a0draussen im Freilauf aufhielten. Das hat bestimmt Raeuber angelockt. Denn ueber einen Zeitraum von einigen Wochen sind sie alle spurlos verschwunden. Kein Anzeichen eines Kampfes, keine verstreuten Federn. Die kleinen Kueken sind einfach verschwunden.<\/p>\n<p>Dass uns\u00a0ein Huhn eines natuerlichen Todes gestorben ist, hat es noch nicht gegeben. Gestern aber fand ich eines im Huehnerstall auf der Stange sitzend, der Kamm eingefallen und nur noch blass rosa. Die Augen mehr\u00a0geschlossen als geoeffnet. <!--more--><\/p>\n<p>Es liess sich sogar problemlos anfassen. Dass sich eines unserer Huehner freiwillig anfassen laesst, hat es noch nie gegeben. Die wissen alle sehr wohl, wie weit sie uns an sich heran lassen. Ab einer gewissen Entfernung aber nehmen sie Reissaus. Bis auf unser altes Brot, welches sie sogar aus der Hand fressen. Da muss der Hunger wohl staerker sein als die Scheu. \ud83d\ude09<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/stolzer-hahn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-12503\" title=\"stolzer-hahn\" src=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/stolzer-hahn-300x200.jpg\" alt=\"stolzer-hahn\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/stolzer-hahn-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/stolzer-hahn.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em>Die Huehner wissen ganz genau, wie weit wir an sie heran kommen duerfen. Bis hierher und keinen Zentimeter weiter. Nur des Nachts ist selbst der stolzeste Hahn ein Schisshase. Da koennte man ihm die &#8222;Zehennaegel&#8220; schneiden, ohne dass er sich regt. <\/em><\/p>\n<p>Am Abend haben wir das schon mehr tote als lebendige Huhn in eine Kiste mit Stroh gesetzt, in der Gewissheit, dass es den morgigen Tag nicht mehr erlebt. Und genau so war es auch. Als ich heute morgen in den Huehnerstall kam, lag das arme Tier steif im Stroh. Bei dem Tier handelte es sich um eines, welches bei uns selbst geschluepft und ca 5 Monate alt geworden ist. Es ist nach den ersten Wochen in einem eigenen Stall mit seinen beiden Geschwistern und seiner Mutter zu den anderen gekommen. Ganz so leicht hatten es die drei nicht. Bis zum heutigen Tage werden sie von den anderen gemieden, traktiert und attackiert. Meist liefen die drei einsam von den anderen getrennt umher. Das heisst aber nicht, dass sie nicht gesund ausgesehen haetten. Keineswegs. Sie waren genauso agil wie die anderen. Sie gehoerten eben nur nicht dazu. Ein Ei haben sie bis heute noch keines gelegt.<\/p>\n<p>Woran ist es aber nun gestorben? Auf <a href=\"http:\/\/www.huehner-info.ch\/huehnerkrankheiten\/krankheiten_liste.html\" target=\"_blank\">Huehnerinfo.de<\/a> gibt es eine sehr umfangreiche und gut erlaeuterte Beschreibung der bei Huehnern und Gefluegel im allgemeinen vorkommenden Krankheiten. Da sind fast 40 verschiedene Krankheiten aufgefuehrt, die unser armes Huhn dahingerafft haben moegen. Sehen wir uns einmal die Umstaende an. Ich konnte weder Durchfall, Blut im Kot oder sonst eine Art von Veraenderung im Stall finden. Auch am Tier selbst waren aeusserlich keine Veraenderungen zu erkennen. Keine verlorenen Federn, kein Husten oder Schnupfen, kein Eiter. Auf eine &#8222;Obduktion&#8220; des Huhns habe ich allerdings verzichtet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/totes-huhn.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-12502\" title=\"totes-huhn\" src=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/totes-huhn-300x200.jpg\" alt=\"totes-huhn\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/totes-huhn-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/totes-huhn.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em>Von dem Moment, an dem wir das kranke Tier bemerkt hatten, bis zu seinem Tod vergingen nicht mehr als 36 Stunden. <\/em><\/p>\n<p>Liest man die Beschreibungen der verschiedenen in Frage kommenden Krankheiten einmal durch, dann frage ich mich, wie es ueberhaupt moeglich ist, dass unsere Tiere noch leben. Alleine schon die vielen Krankheiten, die Huehner in den ersten Lebenswochen befallen koennen, lassen mich wundern, dass sie ueberhaupt so alt geworden sind.<\/p>\n<p>Was es da alles gibt. Tuberkulose, Gefluegelcholera, Huehnerpest, Gehirn- und Rueckenmarkentzuendungen, Gefluegelpocken, Gicht, Band und Luftroehrenwuermer, ich mag gar nicht weiterlesen. Keines der anderen Tiere zeigt Anzeichen fuer eine Krankheit. Gut, hat das verstorbene bis vor zwei Tagen auch nicht getan. Muessen wir uns jetzt deswegen Sorgen machen? Wer kennt sich mit Huehnern\u00a0besser aus als wir?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/totes-huhn-ohne-aussere-anzeichen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-12501\" title=\"totes-huhn-ohne-aussere-anzeichen\" src=\"http:\/\/neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/totes-huhn-ohne-aussere-anzeichen-300x200.jpg\" alt=\"totes-huhn-ohne-aussere-anzeichen\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/totes-huhn-ohne-aussere-anzeichen-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.neulichimgarten.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/totes-huhn-ohne-aussere-anzeichen.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em>Hier ist nichts zu erkennen, und ich\u00a0bin mit meiner Weisheit am Ende. Muss ich jetzt deswegen zum Tierarzt?<\/em><\/p>\n<p>Das Einzige, was sich in den vergangenen Wochen geaendert hat, ist eine leichte Veraenderung im Futter. Ich habe mit der Schule, in die unser Grosser geht, eine Vereinbarung getroffen. Dort bekommen die Kinder in den Pausen reichlich Obst vorgesetzt. Die Schalen und den Abfall bekomme ich. Apfelschalen, Bananenschalen, Reste von Birnen und was sonst noch so anfaellt. Ab und an sind auch einmal einige Mandarinen- oder Orangenschalen dabei. Diese Reste geben wir den Huehnern. Kann es sein, dass es sich an einer Orangenschale eine Magenverstimmung geholt hat?<\/p>\n<p>Gefluegelpest schliesse ich allerdings aus. Die Beschreibung der Gefluegelpest besagt, sie wuerde sich durch eine blaurote Verfaerbung des Kammes und der Kehllappen, roetlichen Schleim im Schnabel und durch Schwellungen am Kopf und Hals bemerkbar machen. Keine dieser Anzeichen war bei unserem toten Huhn zu erkennen.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es auch nur gestorben. So was soll ja vorkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es\u00a0Haustiere bei uns gibt, die sich in der Vergangenheit als besonders robust, unkaputtbar, immer froehlich und immer zu einem Scherz aufgelegt gezeigt haben, dann waren es die Huehner. Weder Eis und Schnee, bittere Kaelte, Gewitter oder die streunenden Katzen koennen ihnen etwas anhaben. 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