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Von Andenbeeren, vom ersten Frost und davon, dass die Hoffnung zuletzt stirbt.

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Das haette mal wirklich eine gute Ernte werden koennen. So viele Fruechte. Einen ganzen Eimer haetten wir ernten koennen, bestimmt, wenn nicht noch mehr. Es hat aber nur zu einer mittelgrossen Salatschuessel gereicht. Uebrigens wie in jedem Jahr. :(

Ich sprechen von Andenbeeren oder Physalis. Eine dieser Pflanzen, die ich in jedem Jahr auf’s neue in den Garten pflanze, wohlwissentlich, dass da nicht viel bei herum kommt. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich weiss, die Dinger brauchen lange. Ich weiss, frueh pflanzen hilft. Aber so frueh ich sie auch in den Garten bringe, meine Bemuehungen wollen einfach nicht von Erfolg gekroent sein.

Das moegen sie nun gar nicht

Eine einzige frostige Nacht, und der ganze Zauber ist dahin. So auch in diesem Jahr. Eine kalte Nacht, und die liegt schon etwas zurueck, hat gereicht um dem Spass ein Ende zu bereiten. Ich koennte heulen. Vor allem, weil seit dieser Nacht die Temperaturen nicht mehr unter den Gefrierpunkt gefallen sind. Haette es diese Frostnacht nicht gegeben, vielleicht waere noch eine weitere Schuessel draus geworden.

Sieht das nicht traurig aus? So viele Beeren. Alle fuer die Katz

Ich habe es vor Jahren auch schon mal im Gewaechshaus versucht. Das war ein noch groesserer Reinfall. Ich erinnere mich noch an den Pflanzendschungel, den ich da herangezogen habe. Gruen ueber Gruen, aber nicht eine einzige reife Beere. Dabei war ich so stolz auf meinen Einfall. :)

Da ist nichts mehr zu machen. Gibt es da keine Zuechtung die schneller reift?

Aber es soll eine Loesung geben

Dieses Problem muss ich wohl mal in einem meiner Filme erwaehnt haben. Daraufhin hat mir ein netter Leser (oder auch Leserin) den Hinweis gegeben, ich solle sie vor dem Frost ausgraben, zurueckschneiden und im Haus ueberwintern. Dann koenne so eine Andenbeere im Fruehjahr besser starten und wuerde auch frueher reife Fruechte tragen. Hatte ich mir auch fest vorgenommen. Irgendwie muss ich aber die Wettervorhersage falsch interpretiert haben.

Also, im naechsten Jahr ein weiterer Versuch.

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Veröffentlicht unter Ernte, Obstanbau, Ungeklaerte Fragen, Versuche Getagged mit: ,
10 comments on “Von Andenbeeren, vom ersten Frost und davon, dass die Hoffnung zuletzt stirbt.
  1. Thomas de Vries sagt:

    Hallo, ich schaue regelmäßig deine Videos. Bei den Andenbeeren solltest du sie frühzeitig auf einer Südfensterbank im Haus vorziehen. Aussaat um den 15 März herum, nicht zu früh, da sonst das Licht nicht ausreicht fürs Wachstum und Pflanzen dann immungeschwächt sind (gilt auch für Tomaten). Die Pflanzen lässt du bis nach den Eisheilligen auf der Fensterbank und härtest sie nur zwischendurch gegen Kälte, Wind und direkte Sonnen(outdoor) ab. Physalis, Tomaten, Gurken sollte man immer indoor vorziehen bis nach den Eisheilligen auf einer sehr sonnigen Fensterbank. Unterhalb von 20 Grad Celsius können diese Fruchtgemüse nicht Wachsen und Blüten bilden. Fazit: solange, wie es geht in der Indoor-Anzucht behalten um das Wachstum zu fördern! Nur an warmen Tagen ab Ostern zur Abhärtung rausstellen für einige Stunden.

  2. Julia sagt:

    Hallo, ich habe auch mit der Stecklingsüberwinterung gute Erfahrungen gemacht. die ganze Pflanze zu überwintern klappt nicht gut – irgendwann kommen Trauermücken und Weiße Fliege und in diesem Jahr hat sie als Zweijährige gar keine Früchte angesetzt. Reif werden bei mir aber auch nur die wenigsten Früchte im Freiland. Ich halte die Pflanze imTopf und hole sie dann rein in einen kühlen Raum. Zur gleichen Zeit mache ich die Stecklinge. Bis Weihnachten etwa reifen dann sehr viele Früchte nach. Danach entsorge ich die große Pflanze wegen den Schädlingen.

  3. muc sagt:

    Hallo Ralf,
    im großen Kübel direkt am Haus (Ostseite) gezogen sind sie in München prima und reichlich gewachsen.

    Nun steht der Kübel im kalten Gewächshaus, setzt weiter Blüten an(?) und ich hoffe noch einige Wochen Zeit zum Ernten zu haben…

    Alles Gute
    muc

  4. Tanja sagt:

    Hallo Ralf,

    ich glaube, du hast meine Antwort nicht zu Ende gelesen. :-)

    Mach nichts, ich will trotzdem, dass es bei mehreren Leuten klappt, was auch in unseren Breitengraden nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch möglich ist. (Wir wohnen in der Nähe von Frankfurt a. M., also – kein Weinbauklima)

    Ich habe geschrieben, dass ich im letzten Jahr 2 Methoden ausprobiert habe, die Andenbeeren zu überwintern: als ganze Pflanze und als mehrere Stecklinge.

    Nun genau die erste Methode – als ganze Pflanze hat bei mir nicht funktioniert. Soll ja natürlich nicht heißen, dass es bei keinem klappt.

    Also, meine Erfahrungen (sowohl positive, als auch negative):
    Ich habe 2 große, sehr gesunde Pflanzen etwas gekürzt und bei uns im hellen, unbeheizten (eigentlich ideal) Treppenhaus abgestellt. Die Pflanzen haben immer wieder ganz – ganz dünne Triebe mit total weichen Blätternchen gebildet. Dann haben die noch die Trauermücken und die weißen Fliegen im Doppelpack bekommen – irgendwann hatte ich genug und habe sie entsorgt.

    Parallel habe ich noch die Stecklinge von den Pflanzen genommen. Das war die Lösung. Die haben wunderbar bei uns im Haus überwintert und gewachsen. Im März habe ich sie in die größere Töpfe umgepflanzt und im Mai im Garten ausgepflanzt. Das hat prima funktioniert. Im Juni –Juli haben die massenweise geblüht und die Früchte angesetzt und bis Ende September sind alle Beeren, wirklich alle ausgereift.

    Noch kann ich dir eine neue Sorte empfehlen: in diesem Jahr haben wir bei Deaflora eine großfrüchtige Andenbeere als kleine Pflanze bestellt – die Beeren sind wirklich 2- bis 3-mal größer, als normale und viel süßer und leckerer. Nun damit die Beeren wirklich gut schmecken, müssen sie richtig reif werden – die Hülle sollte komplett ausgetrocknet sein, so wie Pergamentpapier und gelb – goldene Farbe haben.

    Vielleicht probierst du auch beide Methoden aus? Dann schreibe bitte, welche bei dir funktioniert hat.

    Und ich gebe dir Recht – die Beeren sind echt lecker und auch fürs Auge was Besonderes – man muss nur Geduld haben, Pflege brauchen sie keine – außer ab und zu gießen. Und wenn man sieht, für wie viel Geld die halbreifen Beeren mit grünen Hüllen aus Afrika oder Südamerika im Obstladen angeboten werden – nein, danke, die wachsen auch prima bei uns im Garten.

    Tut mir leid, es ist heute etwas länger geworden.

    Liebe Grüsse auch an deine Familie
    Tanja

  5. Anna sagt:

    @Dieter: Die Ananasbeeren sind zwar tatsächlich erheblich schneller und bringen schon während des Sommers ständig reife Früchte (sonniger Standort vorausgesetzt) geschmacklich können sie aber mit den Andenbeeren leider überhaupt nicht mithalten, sie schmecken komplett anders. Ich weiß nicht ob Du den Geschmack roher Tomatillos kennst, aber Ananasbeeren sind Tomatillos im Geschmack ähnlicher als Andenbeeren. Auch bei den Tomatillos gibt es jetzt natürlich unterschiedliche Sorten, keine Ahnung wie stark da die Geschmacksunterschiede sind. Der Anbau von Tomatillos zahlt sich übrigens sehr aus. Dieses Jahr habe ich mehrere Kilo geerntet und sowohl süß, als auch pikant (herzhaft) verarbeitet. Zum Beispiel gemeinsam mit Mangold und Fleisch als Eintopf, schmecken sie absolut einmalig.

    • Meier sagt:

      @anna – Tomatillos sind Bergauberginen, deren Geschmack roh oder gekocht, an Tomaten erinnert. Ihr Anbau ist in der Tat simpel und der Ertrag gross. Auch die Samenzucht gelingt immer (ich hatte einst Saatgut von Pro Spezie Rara).
      Die Ananasbeere ist die kleine Schwester der Andenbeere und wird ca. 40cm hoch. Die Ananasbeere wird hingegen bis zu 150 cm hoch. Im Geschmack erinnern beide an Kokosnuss-Ananas und die kleinen Kerne an Nüsse, ähnlich dem Sesam. Seit Ende September, ernte ich im Herzen der Schweiz, jeden Tag ein paar feine Früchte der 150cm hohen Ananasbeeren. Sobald es kälter wird hülle ich sie in eine Tomatenhaube (Plastik mit Löchern) damit sie länger Früchte reifen lassen. Sobald Frost angesagt ist, ernte ich alle Früchte und lasse sie, wie die grünen Tomaten auch, in der Wohnung reifen.

  6. Dieter sagt:

    Hallo Ralf,
    ich möchte dich nicht entmutigen, aber genau das habe ich dieses Jahr probiert: Die Andenbeeren mit großem Aufwand im Haus überwintert. Wuchsen gut aber bekamen weiße Fliegen, die ich entgegen meiner Prinzipien chemisch bekämpfen musste. Habe sie dann im Mai ins Frühbeet gepflanzt. Tatsächlich gab es öfter mal ein paar reife Beeren aber so richtig gewachsen sind sie erst im Herbst – jede Menge Fruchtansätze, die aber einfach nicht reif werden wollten. Und dann kam der erste Frost, gleiches Spiel wie jedes Jahr. Andenbeeren kann man vergessen. Nächstes Jahr probiere ich Ananaskirsche und Erdkirsche. Sollen so ähnlich schmecken und aussehen, aber “schneller” sein.
    Übrigens vielen Dank für das Forum, die Videos sind genial. Versuche auch “Selbstversorger”, aber nur sehr überschaubar, der Garten ist klein. Ich kann sehr viele deiner Ideen, Erfahrungen und Gedankengänge sehr gut nachvollziehen.
    Alles Gute, Dieter

  7. gabi sagt:

    Hallo, wenn du sie ausgräbst und frostfrei überwinterst ( kann auch dunkel sein, nur ab und an gießen nicht vergessen) kann sein, dass sie trotz dem Frost noch mal austreibt. Bei mir hat das schon mal geklappt.

  8. Biene sagt:

    Guten Morgen Ralf,
    es gibt halt einfach Pflanzungen die nicht lohnen. (Falscher Breitengrad) ich versuche mich z.B. seit 3 Jahren an Wassermelonen – vergebens. Und werde es nun sein lassen. Egal ob Freiland oder Gewächshaus. Es wird nichts. Wir hatten einmal eine Tennisballgroße Frucht – die zwar sehr lecker war, aber das kann es nicht sein. Meistens ist es doch so das wir im Sommer 2-3 Hitzewellen haben die mal einige Tage bis 2 Wochen gehen und ansonsten ist es zu kühl und verregnet. Und wenn die ersten Früchte sich blicken lassen rieselt schon das Laub und die Temperaturen sinken auf unter 20 Grad oder sogar unter 15- … da wird nix von. Ein wenig ärgere ich mich auch über die Industrie die immer neue Exoten anbietet die oft ein schw…ne Geld kosten und garantiert hier nichts werden. Selbst mit so simplen Sachen wie Freiland(!) Tomaten und -Paprika ist das so ein Döppkenspiel.
    Werde mich hier kommendes Jahr an Russischen Sorten versuchen die angeblich sehr Kälteresistent sind. Vergiss die Andenbeere und pflanze lieber mehr Erdbeeren – schmecken eh besser ;-) ;-) ;-) Unter einem, auf Gerüst gespanntem Netz, gibt es auch kein Problem mit Vogelfraß und die Schnecken erledigst du mit Backpulver/ Puderzucker 45 : 55 in einem alten Weckglas zwischen den Pflanzen.

  9. Markus sagt:

    Hallo Ralf,

    hab die Andenbeere dieses Jahr zum ersten Mal probiert. Eine im Freiland und eine in nem großen Topf. Die im Topf hatte ein paar reife Früchte gebracht – bis zum ersten Frost wie bei dir – und die im Freiland konnte ich komplett vergessen – fast nur grüne, die nicht reif werden wollten. Da ist anscheinend das Klima bei uns hier in Bayern zu rauh. Und ganz ehrlichgesagt: Die Beeren sind wirklich Geschmackssache – oder es lag einfach daran, dass sie noch nicht ganz reif waren, auf jeden Fall werd ich sie wohl nicht mehr anbauen …

    LG,
    Markus

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