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Kein Allerweltsgemuese. Ueber unsere Erfahrungen mit Gartenmelde.

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Eines unserer obersten Ziele, die wir mit unserem Garten erreichen wollen, ist Gemuese auf den Tisch zu bekommen, das normalerweise nicht zu kaufen ist. Einiges haben wir schon probiert. Manchesmal mit Erfolg, manchesmal mit weniger oder gar keinem Erfolg. Abessinischer Kohl, Sibirischer Kohl, Steckrueben, Topinambur um einige zu nennen. Auch an Silberzwiebeln, Gewuerztagetes und anderen Sorten haben wir uns schon versucht. Wenn wir so durch die Saatgutkataloge blaettern, dann finden wir immer wieder neues so dass uns auch in Zukunft der Nachschub nicht ausgehen wird. In diesem Beitrag soll es um unsere Erfahrungen mit einem uralten Gemuese gehen, der Gartenmelde.

Gartenmelde wurde laut Wikipedia von den Roemern nach Mitteleuropa importiert und war bis ins 16. Jahrhundert weit verbreitet. Sie wurde dann aber durch den Spinat mehr und mehr verdraengt. Gartenmelde kommt in mehreren verschiedenen Farben vor, gelb, gruen und rot um einige zu nennen. Wikipedia gibt sogar an, dass es noch einige mehr sein koennten. Mehr ueber die Geschichte und die Herkunft der Gartenmelde ist dort auch zu erfahren.

Auch im vergangenen Jahr haben wir uns an Melde versucht. Allerdings wohl zu spaet ausgesaet. Wir hatten einige Zeit ziemlich trockenes und warmes Wetter, so dass nur sehr wenige Pflanzen keimten, und diese haben wir ohne Ernte wachsen lassen und reichlich Saatgut gewonnen. In 2009 wollten wir es etwas genauer wissen und haben schon am 07.03.2009 ausgesaet. Nicht viel, etwas mehr als einen Quadratmeter.

gartenmelde

Zum Probieren reicht das. Wenige Wochen spaeter konnten wir die ersten Pflanzen bewundern. Wenn wir uns recht erinnern, war Melde die erste Saat in diesem Jahr die wuchs. Wir haetten vielleicht ein wenig ausduennen sollen. Da wuchsen schon ziemlich viele Pflanzen auf engem Raum, was ihnen allerdings nicht geschadet hat.

Der Biogaertner schreibt, man koenne Melde mehrfach schneiden. Wir haben uns darauf beschraenkt, nur die Blaetter zu ernten. Diese haben wir einige Male geerntet, so dass es insgesamt fuer knapp 1,5 Kilo gereicht hat.

gartenmelde-blueten

Heute nun mussten wir festgestellen, dass unsere Melde zu bluehen beginnt (was bei andauernder Trockenheit schneller passieren soll als bei feuchtem Wetter). So haben wir noch eine Schuessel Blaetter geerntet und danach die meisten Pflanzen abgeschnitten und zum Mulchen der Zucchinis verwendet. Einige werden bis zur Samenreife stehenbleiben, damit wir im naechsten Jahr wieder frischen Samen zur Verfuegung haben. Der Bio-Gaertner schreibt, Melde wuerde schlecht keimen und man solle moeglichst frischen Samen verwenden. Und da wenige Pflanzen ausreichen um eine ganze Schuessel Samen zu erlangen, sind wir sicher, auch im naechsten Jahr Melde anbauen zu koennen.

gartenmelde-gelbliche-blaetter

gartenmelde-blattlausbefall

Die Kultur war ueber den gesamten Zeitraum unproblematisch. Einige Male, wenn das Wetter allzu trocken war, mussten wir giessen. Ansonsten mussten wir nichts dazutun. Jetzt Ende Juni stellten wir einen geringen Befall von Blattlaeusen fest. Aber noch in vertretbarem Rahmen. Nicht annaehernd so stark wie bei den Dicken Bohnen. Was uns noch aufgefallen ist, sind einige gelblich gruene Blaetter. Jetzt koennte es an einer Mangelernaehrung liegen. Es koennte allerdings auch sein, dass sich unter unsere gruene Melde einige Gene der gelben Melde gemischt haben. Wie Wikipedia schreibt, verkreuzt sich Melde als Windbestaeuber relativ leicht. In unserer Nachbarschaft baut zwar niemand Melde an. Koennte ja sein, dass unser Saatgut nicht ganz sortenrein war. Wie auch immer. Uns schmeckt Melde. Milde im Geschmack, leicht zu ernten und zu verarbeiten. Nicht unbedingt ein Gourmet Gemuese. Aber als Abwechslung auf dem Mittagstisch durchaus zu empfehlen.

gartenmelde-ernte

Eine Idee, die wir fuer das naechste Jahr im Hinterkopf behalten sollten, ist eine Randbepflanzung der Gemuesebeete mit Melde, so wie es der Bio-Gaertner schreibt. Das hoert sich nicht schlecht an. Auf den entsprechenden Beeten Melde schon frueh aussaeen und durch regelmaessigen Schnitt kleinhalten. Aehnlich einer Buchsbaumhecke um Gemuesebeete.

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Veröffentlicht unter Ernte, Gemüseanbau, Versuche Getagged mit:
10 comments on “Kein Allerweltsgemuese. Ueber unsere Erfahrungen mit Gartenmelde.
  1. Anna sagt:

    Hallo Ralf,

    ja, schmecken tun die schon. Probier’s doch einfach aus. Irgendwo hast Du doch sicher noch ein Fleckchen frei. Kümmern brauchst Du Dich um Borretsch nicht der wächst schon ganz von alleine und jedes Samenkorn geht auch auf. Das war auch unser Problem, wir hatten viel zu dicht gesäht und mussten vereinzeln. Die Pflanzen die zu viel waren sind halt in die Küche gewandert und zu Spinat verarbeitet worden. Man könnte Borretsch auch roh essen, aber dafür sind mir die Blätter zu stachelig. Die Blüten schmecken süß und sind bei Bienen sehr beliebt.

    • admin sagt:

      Hallo Anna

      Normalerweise steht auch immer irgendwo ein Borretsch herum. Die saeen sich selbst aus. Ich habe die Blueten schon mal probiert. Aber so richtig anfreunden kann ich mich damit nicht. Die Blaetter sollte ich dann demnachst versuchen, und einen Bericht darueber schreiben. ;)

      Gruss RR

  2. Anna sagt:

    Junge Borretsch-Blätter kann man auch als Spinat essen. Borretsch wächst wie verrückt.

  3. judith sagt:

    Rote Rüben, Karotten, Kartoffeln und auch Radieschen gedeihen bei mir wunderbar; wollte ein Blattgemüse als Ergänzung. Vielleicht investiere ich heuer wirklich mal in ein paar Mangold-Pflänzchen.

  4. Anna sagt:

    Radieschen sind auch extrem pflegeleicht und sehr ertragreich. Essen kann man davon sowohl das Laub als Salat oder Spinat, als auch die Wurzelknolle (roh oder gekocht) und später die jungen Samenschoten. Die Knollen sind bereits nach vier Wochen erntereif.

    Ich finde es sehr faszinierend wie unterschiedlich die Erfahrungen verschiedener Leute mit gleichen Kulturen sind. Bei uns war Mangold eine der wenigen Pflanzenarten die auch im schweren Lehm problemlos gekeimt und wie wild gewachsen sind.

    Den Roten Rüben kann ich mich nur anschließen, sehr problemlos und lecker :-)

  5. judith sagt:

    Danke für die rasche Antwort! Mangold wird bei mir leider nichts, ich glaub, der mag mich nicht. Hab’s bisher aber immer mit Samen direkt ins Beet versucht; vielleicht probiere ich es heuer mal mit vorziehen.

    • admin sagt:

      Nein, musst du vorziehen. Geht schneller. kannst dir ja auch ein paar pflanzen kaufen. Die kosten nicht die Welt.

      Gruss RR

  6. judith sagt:

    Hallo, bin auf deinen Beitrag zur Gartenmelde gestoßen, dazu eine Frage: Ich suche Pflanzen, die auf wenig Platz (verhältnismäßig) viel Ertrag abwerfen und nicht allzu pflegeintensiv sein sollten. Fällt die Gartenmelde in diese Kategorie oder was kannst du von deinem Erfahrungsschatz diesbezüglich preisgeben?
    lg judith

    • admin sagt:

      Hallo Judith

      Ich wuerde Melde nicht dazu zaehlen. Entweder jung geerntet, dann istder Ertrag wie bei Spinat eher maessig, oder aber wenn sie groesser sind, ist nicht mehr viel zu holen. Wie bei so vielen Blattgemuesen. Richtig guten Ertrag (auf dioe Flaeche gerechnet), erreichst du mit Karotten, mit Kartoffeln, mit Mangold und vor allem auch mit Roter Bete. Rote Bete ist fast unschlagbar. Ein wenig Unkraut hacken, das wars. Brauchst du kaum waessern, wirklich wenig Arbeit. Wenn es was blaettriges sein soll, dann nimm Mangold. Laesst sich wie Spinat nutzen.

      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

      Gruss RR

1 Pings/Trackbacks für "Kein Allerweltsgemuese. Ueber unsere Erfahrungen mit Gartenmelde."
  1. [...] weniger problematisch. Nach dem ersten Versuch vor einigen Jahren hatte ich das auch geglaubt. Die ausgesaete Gartenmelde ist zu hunderten gekeimt und gut gewachsen. Wir haben sogar davon essen koennen. Noch lange nicht [...]

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