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Der erste Fruehjahrssturm, oder koennen Bienen einen Schnupfen bekommen?

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6 tote Kaninchen im Auto, gerade auf dem Weg nach Hause, da klingelt das Handy. Fuer mich ein eher seltenes Ereignis. Meist steckt nichts Gutes dahinter. Entweder es sind irgendwelche Kiddies, die sich einen Spass daraus machen, bei RRHASE anzurufen und den zu verarschen, oder ich muss einen der Soehne aus der Schule oder dem Kindergarten dringend abholen, weil er sich nicht gut fuehlt oder auf die “Schnauze” gefallen ist. Oder aber noch schlimmer, wie an diesem Tag.

Was taete ich nur ohne aufmerksame Spaziergaenger

“Ist das so richtig, dass ein paar deiner Beuten offen stehen und es da rein regnet?” fragt mich ein Imkerkollege am Telefon. Nein, in Gottes Namen nein. Das ist nicht so geplant. Eigentlich sollten die alle friedlich in ihren Beuten hocken und auf die Kirschbluete warten. “Dann wuerde ich da mal schnell hinfahren und nachsehen”. Ich also so schnell es geht nach Hause, auch eine bei mir eher ungewohnte Fahrweise. Und tatsaechlich, von eine Beute war der Blechdeckel vom Wind heruntergeweht worden. Eine andere hat es noch schlimmer getroffen. Da ist nicht nur de Blechdeckel runter, nein, auch der innere Holzdeckel ist weggeweht worden. Die Beute steht offen, und es regnet kraeftig rein.

Bienen im Sturm

Haetten Sie geglaubt, der Wind schafft es, solche Steine samt Deckel von den Beuten zu blasen? Ich nicht. Jetzt liegen noch mehr Steine drauf. Mir bleibt nur die Hoffnung, die Bienen in der vorderen Beute haben keinen Schaden genommen.

Nein, in diesem Fall habe ich nicht zuerst meine Kamera geholt und einen Film gemacht. Hatte, wie immer, einen Fotoapparat in der Tasche und habe nur schnell ein Foto gemacht. Denn, wie lange die Beute nun schon offen stand laesst sich nicht mit Gewissheit sagen. Es koennen gut 6 Stunden gewesen sein, schlimmstenfalls. Denn am spaeten Vormittag war ich noch dort und habe gesehen, dass alle Beuten bedeckt und mit einem Stein beschwert waren. Und das sind keine leichten Steinchen, das sind Pflastersteine, die alleine schon was wiegen.

Bekommen Bienen einen Schnupfen?

Die Bienen sassen tief in der Zarge, alles triefend nass, mir schien, die wuerden frieren. Was ja auch gut sein kann. Denn eine fuer Bienen angenehme Temperatur duerfte darin nicht mehr geherrscht haben. Also erst einmal die Beute wieder verschlossen.

Ich frage mich wirklich, wie das passieren konnte. Gut, es hat auch einen alten Fliederbaum auf unserem Grundstueck umgeblasen. Aber dass der Wind es schaffen koennte, den Deckel mitsamt dem kiloschweren Stein herunter zu blasen, dass haette ich nicht fuer moeglich gehalten.

Das sind keine guten Vorzeichen. Es handelte sich so oder so schon um das Volk, von dem ich annehme, dass es zu wenig Futter hat. Von unten zu fuettern macht keinen Sinn. Ich habe, wie Frau Aumeier geraten, die beiden Zargen getauscht. Ohne Erfolg. Die Traube sitzt oben, und aus der Futterschale wird kein Futter aufgenommen.

Jetzt mit Futterteig

Heute habe ich dann noch mal nachgesehen. Irgendwie schienen mir die Bienen ein wenig apathisch. Mag aber auch nur so ein Gefuehl gewesen sein. Am Vortag kam endlich das Paket mit Futterteig. Davon habe ich dann noch rund 2 Kilo oben auf die Raehmchen gelegt in der Hoffnung, die werden es von dort wenigstens annehmen.

Jetzt stellt sich mir natuerlich die Frage, ob diese Zeit und der Regen, es koennen wie gesagt gut 6 Stunden im schlimmsten Fall gewesen sein, bei den Bienen schon einen Schaden hinterlassen hat. Oder stecken die das locker weg, waermen die Traube wieder auf und alles kommt wieder ins Lot?

Ich kann Ihnen sagen, kein Fettnaepfchen ist vor mir sicher. :)

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Veröffentlicht unter Gemüseanbau
5 comments on “Der erste Fruehjahrssturm, oder koennen Bienen einen Schnupfen bekommen?
  1. S.P. sagt:

    Normalerweise überstehen die das. Jetzt musst du die aber genau im Auge behalten. Schau unbedingt morgen nochmal nach.
    Apathisch ist kein gutes Zeichen. Sitzen die noch am Futter? Oder sitzen die schon auf einer leeren Wabe?
    Dann ist Eile geboten. Zuckerwasser 3:2 warm machen (handwarm), Besen rein (Bienenbesen) tunken und die Traube damit benetzen, wie als wenn der Papst Weihwasser auf die Gläubigen kippt ;-)
    Diese Liebig Beuten sind nicht der Wahre Jakob – Segeberger und ein Stein oben drauf. Damit hab ich schon die stärksten Stürme überstanden. Ist nie was umgekippt oder ein Deckel weggeflogen.
    Ich befürchte das Volk hungert…wenn ich ehrlich bin. Schau dringend danach, dass sie nicht vom Futter abreissen. Guck ob du noch einen Futterkranz auf der Wabe erkennen kannst auf der sie sitzen.
    Grüße

  2. Landscaping sagt:

    Denn, am spaeten Vormittag war ich noch dort und habe gesehen dass alle Beuten bedeckt und mit einem Stein beschwert waren. Und das sind keine leichten Steinchen, das sind Pflastersteine die alleine schon was wiegen.

  3. Tobi sagt:

    Hi,

    ich habe mir von einem befreundeten Imker abgeschaut, zumindest über Winter die Beuten mit Spanngurten unter Boden und über Innendeckel zu sichern. Dann regnet es zumindest nicht direkt in die Beute. Wenn es die ganze Beute umbläst, bleibt sie mit Glück auch wenigstens zusammen.
    Was das Füttern angeht, könntest du dir nochmal das Notfüttern mit Zip-Lock-Gefrierbeutel überlegen (geht auch gut mit zusammengeschweißten Gefrierbeutel). Den Link dazu hatte ich dir mal in einer Mail geschickt. Anwärmen der Beutel scheint auch zu helfen.

    Grüße Tobi

  4. Tom sagt:

    Hallo,

    zur Beruhigung: Die Bienen halten das aus. Manchmal hängen Schwärme wochenlang an Baumästen & beginnen dort sogar zu bauen; da regnet es auch. Zur Temperatur: Die Bienen heizen nicht die Beute bzw. den gesamten Raum in ihr sondern nur das Innere ihrer Traube. Das heißt ich würde mit einem höheren Totenfall bei den betroffenen Völkern rechnen aber bei dem rasanten Wachstum im Frühjahr sollte bald kein Unterschied mehr zu den anderen Völkern erkennbar sein.

    Vor einiger Zeit war bei mir mal Schneesturm und es hat mir 2 Beuten abgedeckt – ich muss gestehen, dass ich die eigentlich schon ausgemustert haben wollte – die Bienen saßen mindestens 24 Stunden ohne Deckel da, auf den Rähmchen lag schon schnee und als ich den Schnee beseitigte stellte ich fest, dass die Bienen direkt darunter saßen, also ganz oben in der Beute. Denen ging es nachher auch super.

    Im Imkerforum hat mal jemand geschildert, wie er seine Bienen nach so einem Vorfall mit einem Föhn reanimiert hat. Wohl mit Erfolg.

    Aber so viel zu Herrn Lieibig und ‘Beuten mit Falz braucht kein Mensch’…mit einer Segeberger wäre dir das nicht passiert.

    Viele Grüße
    & Alles Gute.

  5. Biene sagt:

    Der Sturm kam völlig unerwartet auch hier!
    Wenn mal ein laues Lüftchen weht wird in den Medien schon 14 Tage vorher ein Aufstand veranstaltet als ob die Welt untergeht und wenn wirklich mal was brachiales kommt dann ist mal ganz am Rande und ohne Vorwarnung die Rede von “ein Tief zieht durch – vereinzelten Sturmböen möglich” Ich bin so ärgerlich!!!
    Auch wir mussten hier gaaanz fix werden um größere Schäden zu verhindern!
    Hier flog alles durch die Gegend. Da half auch kein Abspannen und befestigen mit dicken Backsteinen – genau wie bei dir! Bei den Nachbarn hats alles zerfetzt wie Spielzeug. Das hat in den letzten Jahren kein Sturm geschafft.
    Im Moment absolutes Aprilwetter, die können kaum eine Vorhersage für 24Std. treffen.
    Heute sollte es z.B. grau sein und durchweg regnen. Und was haben wir? Strahlenden Sonnenschein und wieder ziemlich windig!

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