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Tomaten im Freiland und in Toepfen. Wer macht das Rennen?

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So wirklich grossen Erfolg hatten wir mit Tomaten nie. In keinem der Jahre sind wir von Krankheiten verschont geblieben, in keinem der vergangenen Jahre haben wir es geschafft, unsere Tomaten konsequent auszugeizen, und der Geschmack hat uns auch nie so wirklich voll und ganz ueberzeugt. Entweder wir waren uns nicht sicher bei der Menge an Duenger oder hatten Probleme, das richtige Mass Giesswasser zu finden. Also gar kein so einfaches Gemuese. Klar, die gekauften aus dem Supermarkt sind oft haarstraeubend im Geschmack. Erst letztens habe ich welche aus dem Markt mitgebracht, die schmeckten nicht nur nach nichts, sie schmeckten sogar wirklich schlecht, so dass ich sie nicht einmal kleingeschnitten im Salat essen mochte. Aber diese wollen wir auch nicht als Mass anlegen. So einen wirklich tomatigen Tomatengeschmack haben wir noch nie an einer von uns geernteten Tomate erlebt. (Oder vielleicht legen wir die Messlatte einfach zu hoch).

Und doch, wir versuchen es in jedem Jahr erneut. So auch in diesem Jahr. Allerdings in sehr kleinem Massstab. Nicht wie im letzten Jahr, in dem wir so viele Tomaten ernten konnten, vor allen Dingen bei der Sorte De Berao, dass wir immer noch reichlich eingemachte Tomatensosse im Keller stehen haben und problemlos noch ein weiteres Jahr ohne Tomatensosse herstellen zu muessen auskaemen. Vier Pflanzen wachsen dieses Jahr im kleinen Garten, den wir auf der Wiese angelegt haben, einige weitere wachsen in Toepfen neben dem Huehnergehege. Diese beiden Standorte und Bedingungen wollen wir einmal vergleichen.

Die Tomaten in den Toepfen sehen scheusslich aus. Sie haben kaum Blattwerk gebildet, sehen gelblich und verblichen aus und machen keine Freude. Bedenkt man die ganze Arbeit mit dem taeglichen Giessen, kann man diese Methode nicht als Erfolg bezeichnen. Geduengt haben wir sie mit einem Duengestaebchen fuer Tomaten von Compo. Eines mit in den Topf gesteckt und gehofft, es wuerde reichen. So ganz gereicht wird es aber wohl nicht haben. Sie tragen zwar einige Tomaten, die aber klein sind.

Ganz im Gegensatz dazu die vier Tomaten hinten im Garten. Die Sorten sind die gleichen. Alle Pflanzen stammten aus dem Baumarkt (uns fehlte die Zeit selbst welche heranzuziehen) und waren mit dem Zusatz “freilandtauglich” gekennzeichnet. Unser Stueck Garten auf der Wiese haben wir erst wenige Tage vor der Pflanzung in Gartenland verwandelt. Vorher diente es als Pferdewiese. Umso erstaunlicher, wie gut diese vier Pflanzen gewachsen sind. Viele kraeftige und satt gruene Blaetter, eine Unmenge an langsam reifenden Tomaten die alle um einiges groesser sind als die Tomaten an den Pflanzen in Toepfen. Eine Freude anzuschauen, jedenfalls bis zum heutigen Tag. Und dabei haben sie, ausser einige Male unseren selbst angesetzten Komposttee, keine weiteren Duengergaben bekommen. Wie uebrigens der gesamte Garten nicht. Die Tomaten zeigen keine Anzeichen von Krankheiten und wachsen weiterhin kraeftig. Das alles ohne Regenschutz auf offener Wiese. An den gewaehlten Sorten kann es nicht liegen. Diese sind, wie gesagt, gleich. Ob es an dem Komposttee liegt, wer weiss.

Wir sehen nur, dass auch andere Pflanzen sehr gut gedeihen. Wir konnten einige stattliche Blumenkohlkoepfe ernten. Spitzkohl ist auch schon abgeerntet und hat einen ordentlichen Ertrag eingebracht. Ganz besonders unsere Rote Beeten sind eine wahre Freude anzusehen. Kein krankes Blatt. Einige haben bestimmt schon mehr als 15 Zentimeter Durchmesser erreicht. Auch der Mais und die Bohnen wachsen so gut, wie wir es in den vergangenen Jahren noch nicht erlebt haben.

Ich denke mal, neben unserem Komposttee wird es an der wesentlich besseren Gartenerde liegen die uns hier zur Verfuegung steht. Nicht umsonst ist unsere Gegend bekannt fuer seine ueppige Landwirtschaft. Das macht Hoffnung. Im naechsten Jahr, wenn wir, so Gott will, um einiges mehr Anbauflaeche zur Verfuegung haben, wird sich zeigen, ob wir mit der Vermutung richtig liegen.

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Veröffentlicht unter Ernte, Gemüseanbau, Schaedlinge, Ungeklaerte Fragen, Versuche Getagged mit: , , , , ,
10 comments on “Tomaten im Freiland und in Toepfen. Wer macht das Rennen?
  1. Klaus sagt:

    Hallo zusammen,
    wir bauen schon seit Jahren die Tomaten in Kübeln an. Als Saatgut werden grundsätzlich keine Hybriden, sondern nur vermehrungsfähige alte Sorten verwendet. Das hat sich bewährt. Eine wundervolle schmackhafte Sorte habe ich vor einigen Jahren aus Mallorca mitgebracht. Ramilette heißt sie und schmeckt uns nun schon im dritten Jahr in Folge. Wer Saaatgut haben möchte kann sich gerne über meine Webseite melden.

    • admin sagt:

      Hallo Klaus

      Ich habe schon vermutet das es wohl eher an uns liegt mit den Tomaten. Andere Menschen schaffen es ja durchaus Tomaten mit umwerfendem Erfolg auch in Kuebeln zu ziehen. Ich muss fairerweise sagen das wir in diesem Jahr ueberhaupt nicht viel Erfolg einfahren konnten. Es liegt an unserer momentanen Situation. Zwei Kinder, da bleibt einfach keine Zeit. Wir hoffen auf das kommende Jahr. Da sind beide, wenigstens teilweise in Schule und Kindergarten untergebracht. Da koennen wir uns dann auch um die Kuebeltomaten richtig kuemmern.

      Gruss RR

  2. Stefan sagt:

    Glückwunsch das es endlich mit den Tomaten geklappt hat. Deine letzten Posts über Tomaten waren ja sonst eher traurig. Bei den Supermarkttomaten muss ich dir zustimmen, die schmecken häufig wässrig und nach nichts. Ich kaufe nur noch Bio-Tomaten, die haben wenigstens Eigengeschmack.

    • admin sagt:

      Hallo Stefan

      Vielen dank fuer den Zuspruch. Das mit den Tomaten sollte sich aber noch erheblich verbessern lassen. Wir arbeiten dran.

      Gruss RR

  3. jmsanta sagt:

    Zum Thema Freilandtomaten kann ich kraut&rüben Ausgabe April 2010 sehr empfehlen.
    Bei uns wachsen im Freiland Resi, Humboldtii und Golden Currant.Bevor wir sie rauspflanzten haben sie auch viel zu lange in Töpfen vor sich dahinvegetiert, waren klein, mickrig und gelb. Nachdem wir sie raus gepflanzt haben sind sie förmlich explodiert. Die Pflanzen strotzen nun vor Gesundheit und Kraft, haben alle ein sattes Grün, blühen und bilden die ersten Früchte (wir haben sie leider erst im Juni nach draußen gepflanzt) während die Kartoffeln nebenan deutlich erste Kraut&Braunfäule-Erscheinungen zeigen.
    Das Saatgut ist ziemlich Problemlos im Versand, z.B. Dreschflegel, zu bekommen und das selber Heranziehen ist nun wirklich kein echter Aufwand.

    • admin sagt:

      Hallo jmsanta

      Sicher, selbst Tomatenpflanzen heranzuziehen ist nicht wirklich problematisch. Werden wir auch in den naechsten Jahren wieder machen. Nur 2010 mit dem Umzugsstress, da blieb keine Zeit. Deine empfohlenen Sorten werde ich mir merken.

      Gruss RR

  4. Quincy sagt:

    Hmm – also ich ziehe (mangels Platz) alle meine Tomaten in Töpfen. Wenn man eine gewisse Mindestgröße nicht unterschreitet (ich meine 10 l), dann wachsen die Tomaten auch darin wunderbar. Ich hatte im letzten Jahr eine prächtige Ernte wohlschmeckender Tomaten. Woran es liebt, dass die Deinen nicht so gut aussehen kann ich nicht sagen – aber am Topf alleine liegt es nicht (man muss beim Topf nur aufpassen die Düngergaben nicht zu knapp zu halten – sonst droht Blütenendfäule, vor allem in zu kleinen Töpfen wie bei mir heuer).

    Krankheiten hatte ich die letzten Jahre nicht – leider hat mich heuer der Mehltau erwischt, gegen den ich aber noch kämpfe (momentan steht es 2:0 für den Mehltau).

    Das Rezept für den Komposttee finde ich klasse – ich liebe sowas. Das werde ich im kommenden Jahr auf jeden Fall ausprobieren. Überhaupt ein klasse Blog – Zeit mal Danke zu sagen: Danke ;)

    • admin sagt:

      Hallo Quincy

      Vielen Dank fuer das Lob. Ich hatte ja schon vermutet das es mit der Duengung zu tun hat. Da muessen wir noch dran arbeiten. Bluetenendfaeule konnte ich allerdings nur an einer einzigen Tomate erkennen. Alle anderen sehen normal aus, trotz unzureichender Duengung.

      Gruss RR

  5. Ines sagt:

    Ich orakel schon mal, daß du eines Tages über den Erntesegen in deinem dann viel zu großen Garten jammern wirst. Wenn deine Gartenerde im ersten Jahr schon so viel besser ist, dann mach die auf was gefaßt … für die Ernte aus meinen Minigarten mußten wir uns dieses Jahr tatsächlich schon einen Gefrierschrank kaufen.
    Und der ist schon fast voll – hätten wir wohl doch besser ‘nen großen genommen, meine Anbaufläche wächst ja fast so gut wie mein Gemüse ;-)

    Aber zum Tomtenanbau habe ich heute etwas sehr interessantes gelesen:

    http://www.krautundrueben.de/Forum/board_entry.php?id=126026&page=0&category=all&order=last_answer&descasc=DESC

    sorry, bekomme das nicht anders verlinkt.

    LG

    Ines

    • admin sagt:

      Hallo Ines

      Das mag wohl sein. Eines Tages werde ich mich darueber beklagen unseren Garten zu gross angelegt zu haben. Das Risiko gehe ich aber ein. :)

      Gruss RR

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