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Ein Hausbesitzer ohne Werkstatt, das kann nicht gut gehen.

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Es gibt eine Sache, die braucht einfach jeder Hausbesitzer, vor allen Dingen dann, wenn er auch noch ein wenig Land oder einen Garten besitzt. Und ganz sicher gibt es eine Sache, die jeder Hausbesitzer braucht, wenn in seinem Haus noch Renovierungsarbeiten zu erledigen sind. Eine vernuenftige Werkstatt. Man kann es drehen und wenden wie man will, ohne eine Werkstatt kommt man als renovierender Hausbesitzer einfach nicht zurecht.

Wir basteln ja nun schon einige Wochen an unserem neuen Zuhause. Was uns dabei am meisten aufregt ist die Tatsache, dass im ganzen Haus Werkzeug verteilt herumliegt. Die Fensterbaenke werden als Werkzeuglager missbraucht. Die Kuechenregale. Der Platz auf unserem Wohnzimmerofen, das Treppenhaus und an einer weiteren Hand voll Stellen haben wir Werkzeug deponiert. Aus Mangel an einer Werkstatt.

Mal liegt die Bohrmaschine in dem einen Zimmer auf der Fensterbank. Am naechsten Tag liegt sie in einem anderen Zimmer in der Ecke. Dann suchen wir den Kreuzschraubenzieher (bis zum Herzklabaster) oder die passenden Schrauben (dafuer ist meistens der Kleine zustaendig). Der Zollstock ist auch eines der Werkzeuge, die ein Talent dafuer haben, immer gerade dann nicht griffbereit zu sein, wenn sie gerade dringend gebraucht werden. Der Winkel hat anscheinend Beine, der Bleistift Fluegel und die vielen Bohrer im ganzen Haus spielen Verstecken mit uns. Ganz zu schweigen von solch exotischen Schluesseln wie denen, die wir zum Wechseln des Saegeblattes an den Kreissaegen brauchen. In welchen Spalten und Ritzen wir die schon wiedergefunden haben. Sprich: Wir verplempern mehr Zeit mit Werkzeug – suchen als mit Werkzeug – arbeiten. Sich aufzurappeln weiter zu renovieren ist schon ganz schoen hart. Die eisigen Temperaturen sind nicht gerade einladend und machen die Arbeit nicht einfacher. Am liebsten wuerden wir uns ins Bett legen und vom Sommer traeumen. Nur geht das nicht so einfach. Wir muessen etwas tun. Koennen ja nicht noch Jahre auf einer Baustelle wohnen.

Jedenfalls ging uns diese Sucherei dermassen auf die Nerven, dass wir uns entschlossen haben, diesem Problem ein fuer alle Male ein Ende zu setzen. Wir brauchen eine Werkstatt. Und das schnell.

Unser Vorbesitzer hatte so etwas wie eine Werkstatt. Oder war es eine illegale Muelldeponie? Jedenfalls mussten wir den Raum, den unser Vorbesitzer als Werkstatt genutzt hatte, erst einmal gruendlich entruempeln. Was da alles fuer ein Muell herumlag. Kaum zu glauben. Oder sagen wir es anders herum: Was sich so alles in den Jahren ansammelt, wenn nichts weggeworfen wird. Mit Elektrokabeln koennten wir eine Leitung bis kurz vor Timbouktu legen, mit Holzresten einen Turnhallenfussboden verlegen. Mit Klebebaendern verschiedenster Staerken und Materialien Lady Liberty einpacken. Nicht zu vergessen die ganzen Pferdeutensilien. Mit Pferdebuersten z.B. koennten wir einen Hairstylingsalon fuer Huftiere aufmachen. Das Meiste davon geht in den Muelleimer. Dreckig, verstaubt, zerschnitten oder veroelt. Aufbewahrt, um vielleicht eines fernen Tages doch noch einmal gebraucht zu werden. Doch dieser ferne Tag kommt nie. Wir sind eben alle Jaeger und Sammler. Vor allen Dingen Sammler.

werkstatt-leergeraeumt

Wir haben allerdings auch einige nuetzliche Dinge gefunden. So z.B. einen Eimer voll kleiner Winkel, mehrere Rollen duennes Aluminiumblech, was sich vorzueglich dazu eignen wird, ein Holzgebaeude wie einen Huehnerstall von aussen gegen Feuchtigkeit zu schuetzen. Dazu wurde es bisher auch benutzt. Oder aber viele Meter Leerrohr fuer Elektrokabel. Eine Laubsaege samt Saegeblaettern fuer die Kinder, zwei Luftgewehre und eine Luftpistole. Einige Dutzend Holzbalken, Muniereisen die spaeter als Bohnenstangen dienen koennten. Einige hundert Meter Draht und zwei Kubikmeter Holzkohlenbriketts (jetzt muessen wir nur noch klaeren, ob wir diese in unserem Ofen verbrennen duerfen).

Es hat Tage gedauert, diesen ganzen Muell aus der Werkstatt zu befoerdern. Saeckeweise Saegemehl, Abfall und Spinnengewebe (samt der dazugehoerigen Bewohner). Alles raus. Die Schraenke aus Holz herausgeholt. Die alte provisorische Werkbank entsorgt. Gekehrt, gesaugt und Staub geschluckt. Meine absolute Lieblingsarbeit, im Dreck anderer Leute herumzuwuehlen. Wir habens dann aber doch geschafft. Ein leerer Raum ist allerdings noch keine Werkstatt. Was wir unbedingt brauchen, ist eine vernuenftige Arbeitsplatte. Ein paar Schraenke, einen Schraubstock, einfach einen Ort an dem wir unser Werkzeug unterbringen koennen. Und hoffentlich dann nicht mehr den halben Tag mit Suchen verbringen.

Im naechsten Post geht es dann darum, wie wir aus einfachen Materialien eine prima Werkbank gebaut haben.

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