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Huehner, Kaninchen und Enten im Winter oder: Probleme an die man im Sommer nicht denkt. (Video)

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Das war eine ziemlich harte Zeit, diese Menge an Schnee, diese Kaelte. Ich kann mich kaum erinnern, jemals so viel Schnee hier gesehen zu haben. Umso gluecklicher bin ich, endlich wieder “Gruen” zu sehen. Endlich wieder mehr als “Weiss” und mehr als Matsch zu sehen. Auch fuer unsere Tiere war es eine ziemlich harte Zeit. Sie haben sich zwar nichts anmerken lassen und sich sehr wacker gehalten, jetzt aber, wo die Temperaturen, wenn auch vermutlich nur fuer kurze Zeit, etwas angestiegen sind und die weisse Pracht bis auf einige wenige Stellen fast ganz verschwunden ist, scheinen sie wie verwandelt.

Die Haesin scheint sich ein Nest zu bauen, was uns in der Annahme bestaetigt, das uns in einigen Tagen eine neue Aufgabe, oder besser Herausforderung ins Haus steht. Jedenfalls sehen wir sie Bueschel von Stroh in den Kaninchenstall tragen. Die Huehner, die sich bei den frostigen Temperaturen und bei dem Schnee nur sehr zoegerlich aus dem Stall gewagt haben, und dann auch nur um die wenigen Meter in den Holzlagerschuppen zurueckzulegen und diesen dann bis zum Abend nicht mehr zu verlassen, koennen es jetzt morgens kaum noch erwarten, dass die Huehnerklappe aufgeht, fast so wie im Sommer. Sie draengeln sich wieder vor dem Ausgang und machen im Stall einen Radau, dass man meinen koennte, der Fuchs waere zu Gast. Selbst die Legeleistung hat in den kalten Wochen kaum merklich abgenommen. Normal waren im vergangenen Jahr zwischen sechs und sieben Eiern am Tag. Im Winter hatten wir dann mal einige Tage mit fuenf Eiern und, ich glaube zwei Tage mit nur vier Eiern.

Aber auch fuer uns als zustaendige Aufsichtspersonen :) von Huehnern und Kaninchen (und seit neuestem auch Enten) waren die letzten Wochen nicht gerade einfach. Es kostet schon einige Ueberwindung, morgens in die Kaelte hinauszustapfen und die Tiere zu versorgen. Das gleiche am Abend, wenn der Ofen wohlige Waerme verstroemt, sich dann aufzurappeln und die Tiere zu versorgen ist nicht gerade einfach. Und ganz besonders in den Schulferien, wo wir doch auch mal einige Minuten laenger schlafen moechten.

Dabei treten Problemchen auf, an die wir im Sommer gar nicht gedacht haben. Eines der groessten Probleme war naemlich das Trinkwaser fuer die Tiere. Jeden Morgen, jeden Abend und manchmal auch mittags ein Eimerchen warmen Wassers zu den Tieren zu bringen, damit sie ihren Durst loeschen koennen. Lange war das Wasser dann doch nicht trinkbar, bevor die Kaelte es wieder zu Eis erstarren liess. Sicher, es gibt auch elektrisch beheizte Traenken, kosten aber nur wieder Geld und Energie. Frueher gab es das auch nicht und die Tiere haben trotzdem ueberlebt, also sollten auch wir das koennen.

Dann das Problem mit den Eiern. Bei Temperaturen weit unter Null Grad sollen sie ja nun nicht frieren. Ich konnte nicht herausfinden, ab welcher Temperatur frische Eier gefrieren. Ich denke aber mal, jenseits von minus 5 Grad sollten die Eier nicht ueber Nacht draussen bleiben.

Auch das Futter hat uns einige Sorgen bereitet. Weniger bei den Huehnern, aber umso mehr bei den Kaninchen. Die Huehner bekommen im Moment nur Koernerschrot. Damit kommen sie zurecht, und Koernerschrot gefriert nicht. Bei den Kaninchen sah die Sache schon anders aus. Meine Frau hat sich irgendwie in den Kopf gesetzt, die Kaninchen braeuchten auch im Winter jeden Tag einige Salatblaetter. Unter dem Schnee ist nun wirklich nichts zu finden gewesen. So haben wir neben dem gekauften Trockenfutter teuer gekauften Salat verfuettert. Wenn die Kaninchen dann nicht schnell genug waren, sind die Salatblaetter steif gefroren und sie liessen sich brechen wie eine Blume die in fluessigem CO2 gekuehlt wurde. Selbst die Futtermoehren, von denen ich eigentlich angenommen hatte, dass sie nicht so schnell durchfrieren, waren nach einigen Stunden steinhart und selbst fuer die scharfen Schneidezaehne der Kaninchen nicht mehr zu verarbeiten. Ich frage mich ernstlich, wie Kaninchen in freier Wildbahn so eine Zeit ueberleben koennen. Kein Tropfen fluessigen Wassers, kein einziges gruenes frisches Blaettchen. Die koennen doch nicht nur in ihrer Hoehle sitzen und auf den Fruehling warten.

Den Enten, die ja seit einigen Tagen auch ein Zuhause bei uns gefunden haben und in ihren ersten Tagen auch Schnee und Eis mitbekommen haben, scheint die Kaelte nichts ausgemacht zu haben. Die bewegen sich kaum, kriegen anscheinend auch keine kalten Fuesse. Eisregen, Schneefall oder was auch sonst der Winter zu bieten hat, ist an denen glatt vorueber gegangen.

Wir Menschen sind doch irgendwie eine Fehlkonstruktion. Keine halbe Stunde wuerden wir da draussen ueberlebt haben, ohne Heizung und ohne Kleidung. Den Tieren scheint das alles nichts auszumachen.

Ich habe mal die Videokamera einen Tag mitgenommen und so eine morgendliche Tierversorgung mit der Kamera verfolgt. Ich zittere Jetzt noch wenn ich die Bilder nur sehe.

Uebrigens, weitere Filme gibt es auf unserem Youtubekanal.

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Veröffentlicht unter Dies und Das, Gartenansichten, Neues Haus, Selbst gemacht, Tierhaltung, Ungeklaerte Fragen Getagged mit: , , , ,
4 comments on “Huehner, Kaninchen und Enten im Winter oder: Probleme an die man im Sommer nicht denkt. (Video)
  1. schönes Filmchen – gefiel mir !

    Was wir machen mit den Kaninchen und der Wasserproblematik ist folgendes :
    Ich habe zwei flache Steinnäpfe, davon ist einer immer im Ofenfach und ist morgens – selbst wenn der Ofen ausgeglüht ist – noch richtig doch heiß/warm, da Wasser rein und der Napf ist bis nachmittags eisfrei.
    Über Nacht friert der Rest und wird am Morgen durch den anderen Napf ausgetauscht, der benutzte kommt wieder in den Ofen …

    LG Monika

    • admin sagt:

      Hallo Monika

      Das mit den Steinnaepfen ist eine tolle Loesung, Sobald ich welche bekommen kann, werde ich sie mir zulegen. Holzofen haben wir ja und es sollte kein Problem sein diese anzuwaermen.

      Geuss RR

  2. daniel sagt:

    wie immer: cooles filmchen.
    irgendwann liest vielleicht kein mensch mehr blogs und wir blogger müssen komplett auf video und podcast umsteigen. wäre fatal, denn ich halte mich nicht für besonders filmtauglich ganz zu schweigen von meiner stimme :-) und unser badischer dialekt klingt im TV ja auch immer besonders gruselig….

    • admin sagt:

      Hallo Daniel

      Also ganz so fotogen und filmtauglich bin ich nun auch nicht. Ich kann meinen rheinsichen Akzent auch nicht verbergen und wie Robert Redford sehe ich mit meiner Eierwaermer Wollmuetze nun auch nicht aus. Aber da stehe ich drueber. Freut mich aber das dir mein Film gefallen hat. Du hast schon recht, Podcast und besonders Video werden, so glaube ich, in Zukunft eine immer groessere Rolle spielen. Versuch es doch einfach mal. Du hast vielleicht in meinem Adventskalender gesehen, es gibt noch viel viel schlimmere. So ist eben das Web 2.0.

      Gruss RR

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