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Quecken entfernen, oder von einem arbeitsreichen Winter (Video)

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Dass es nicht unbedingt leicht ist, aus einer Pferdewiese einen Garten zu machen, das habe ich ja in der Vergangenheit schon lernen muessen. Was habe ich nicht alles fuer Methoden versucht. Ich habe umgegraben, bis mir der Ruecken den Dienst quittierte, ich habe einen Landwirt samt Pflug kommen lassen, ich habe es mit Mulchvlies und mit Stroh versucht. Auf kleinen Flaechen selbst habe ich es mit Strohballen versucht. All diese Methoden (bis auf die erste :) ) haben auch ganz gut funktioniert. Was da so auf einer Wiese in der Regel waechst, laesst sich ohne viel Muehe und Kraftaufwand “klein kriegen”. Man muss nur lange genug warten, und selbst der dichteste Wiesenbewuchs verwandelt sich in Kompost.

Bis auf eine Ausnahme: Quecken

Eine Pflanze aber macht dabei eine Ausnahme. Die meisten werden sie kennen und die, die sie nicht kennen, sollten jetzt bloss nicht “Hier, ich auch haben wollen” schreien. Quecken. An diesem Zeugs kann man wirklich verzweifeln. Ist ja nicht nur so, dass sie sich kaum ausrotten lassen. Nein, mit den gaengigen Methoden der Unkrautbekaempfung fuer Freunde des Bioanbaus, hilft man ihr sogar noch auf die Spruenge. Mit Hacken erreicht man naemlich das genaue Gegenteil.

Quecken sind diese fiesen langen weissen Wurzeln, die sich durch die Erde ziehen. Wenn man Glueck hat und der Boden locker ist, kann man ganze Wurzelgeflechte herausziehen, ohne die Wurzeln zu zerreissen. Das wird aber nur in den wenigsten Faellen gelingen. In der Regel bleiben immer kleine Wurzelstueckchen in der Erde oder werden uebersehen, aus denen, wenn sie laenger als einige Zentimeter sind, wieder neue Quecken wachsen. Ich denke mal, das muss ich nicht weiter erklaeren. Jeder der mit diesen netten Pflanzen zu kaempfen hat, wird wissen was ich meine.

Ein ziemlich fieses Zeug. Schade dass man die nicht essen kann :)

Nun habe ich ja zu Beginn des Jahres, (ich kriege den Hals ja nicht voll :) ) damit begonnen, noch einmal ein grosses Stueck Wiese in Garten zu verwandeln. Dieses mal habe ich die “Kartoffel-Stroh-Methode” angewandt. Das hat auch ganz gut funktioniert. Nach der Kartoffelernte war von dem Bewuchs nicht mehr viel uebrig. Bis auf eben diese Quecken. Die haben sich von der dicken Strohschicht nun wirklich nicht erschrecken lassen. Ganz im Gegenteil. Die Quecken haben sich dort, meiner persoenlichen Meinung nach, ziemlich wohl gefuehlt.

Stroh oder Klee?

Ich habe das Stueck dann in zwei Teile geteilt. Auf dem einen habe ich das Stroh, mit denen die Kartoffeln abgedeckt waren, moeglichst dick wieder aufgelegt, und die zweite Haelfte habe ich mit Klee eingesaet. Wie auch immer, den Quecken hat es nichts ausgemacht und sie haben sich wieder ganz gut ausgebreitet. Auf dem Stroh kann man es gut erkennen. Im Klee nicht. Da kommt dann noch die boese Ueberraschung auf mich zu.

Eigentlich will ich auf diesem Stueck im naechsten Jahr Gemuese anbauen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass so viele, und ich spreche von wirklich vielen Queckenwurzeln da besonders hilfreich sind. Ein einziges Geflecht aus Wurzeln. Irgendwie sollte ich die wohl aus der Erde holen. Wenigstens so gut ich kann.

Da hilft nur Handarbeit

Die einzige Methode, die mir in den Sinn kam, war, die Wurzeln aus dem Boden herauszusuchen. Eine ziemlich zeitaufwendige Angelegenheit. Jeden Quadratzentimeter Boden mit der Gabel zu lockern, die Wurzeln moeglichst vollstaendig herauszusuchen und zu vernichten.

Genug Arbeit fuer einen ganzen Winter. Oder vielleicht doch fuenfe gerade sein lassen?

Versucht habe ich es, und damit eine Beschaeftigung fuer den ganzen Winter gefunden. Dabei wollte ich auf der warmen Ofenbank sitzen und mit den Kindern puzzeln. :(  In diesen sauren Apfel werde ich aber wohl beissen muessen. In der Erde lassen kann und will ich sie nicht und daran, dass man Quecken durch Abdecken entfernen kann, glaube ich nicht (jedenfalls nicht in Zeitraeumen, mit denen ich mich arrangieren kann). Was bleibt mir da anderes uebrig?

Oder wissen Sie eine bessere Methode,  dieses queckenverseuchte Stueckchen Land bis zum Fruehling von dieser Plage zu befreien?

Uebrigens, auch andere Gartenblogger haben schon ihre Erfahrungen mit Quecken gemacht.

Heiner schreibt hier und der Gaertner-blog hier. Der Gartenbaer faehrt sogar schweres Geschuetz auf.

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Veröffentlicht unter Beikraut, Dies und Das, Gemüseanbau, Schaedlinge, Ungeklaerte Fragen Getagged mit: , ,
21 comments on “Quecken entfernen, oder von einem arbeitsreichen Winter (Video)
  1. Patrick sagt:

    Leider habe ich auch die Erfahrung mit Quecken gemacht: sorgfaeltig ausgraben und dann gleich etwas anderes einsaeen, das mit den Quecken konkurrieren kann. Abdecken (Pappe und Holzschnitzel) hat ueberhaupt nicht geholfen, im Gegenteil.

  2. Biene sagt:

    Hmm …!?? Also wir entfernen so das Unkraut was wir in die Finger bekommen und graben ca. Anfang/ Mitte November unsere Äcker immer mit dem Spaten sehr grob um, so das schön dicke Brocken liegen bleiben. Darin befinden sich die restlichen Wurzeln des Unkrauts und da diese Brocken dann hemmungslos und schutzlos dem Frost von allen Richtungen her ausgesetzt sind erledigt sich das meist von allein. Lediglich tiefwurzler wie Löwenzahn oder Disteln erwischt man damit nucht wirklich. Alles bis 2 Hand tief ist jedoch weg. Eine Strohdecke oder jegliche Abdeckung schützt vor Frost und würde die Bewurzelung und somit das erneute austreiben im Frühjahr nur noch fördern! Außerdem unterdrückt unsere Methode schön die Moose und im zeitigen Frühjahr sieht das Acker aus wie geleckt so das man kaum noch Stress mit Unkraut hat. ;-).
    Oft ist weniger mehr wie ich lernen musste. Ich habe z.B. mal Kompost aufgetragen der noch nicht ganz astrein verottet war. Ja, halleluja. Anschließend hätte ich auf dem Acker bald Rasen mähen können :-(

  3. Gabi sagt:

    Tu die Wurzeln bloss nicht auf deinen Kompost. Dort verrotten die auch nicht. Ich hatte das glieche Problem, dazu noch Ackerwinden. Das Ausgraben ist eine Riesenarbeit; aber wenn die Wurzeln weg sind, dann ist wirklich Ruhe.
    Viel Spass weiterhin.

  4. Rene sagt:

    Hallo,

    ich habe auch schon diverse Erfahrungen mit Quecke gemacht. Die entsprechende Fläche habe ich im Herbst bis zum Juni des nächsten Jahres mit Pappe abgedeckt. Im Sommer war darunter nur noch schwarze Erde und die vertrockneten Wurzeln der Quecke vorhanden. Diese liessen sich dann relativ leicht aus der Erde ziehen, ich mussste jedoch stellenweise tief hinterhergraben. Dadurch, dass die Wurzeln weniger kaputt gegangen sind, konnte ich in einem Arbeitsgang die Fläche bereinigen, gewachsen ist dann nur noch Vogelmiere.

    Viel Erfolg!

  5. rena sagt:

    Mein Garten wucher auch immer mit Quecken zu und da ich den ja nebenbei bewirtschafte, hab ich gar keine Zeit für große Aktionen. Ich versuche es , aber bis auf kleinere Flächen schaff ich es nicht.
    Ich lasse die Quecke jetzt wachsen, sie übersteht meist den Winter sehr gut und ist als erste grün.
    Und nun schlagt mich doch, aber ich fülle die Spritze und gehe einmal mit dem bösen Rountup drüber. ! Möglichst früh im Jahr.
    Dafür suche ich mir einen kalten Tag aus….damit noch kein Frosch unterwegs ist, und der Gartenteich ist auch weit weg !
    Gesprüht wird ganz punktuell auf alle grünen Gräser und KEINESFALLS AUF ERDBEEREN !!!. Da hat mir mal mein Mann die ganze Ernte versaut !
    In meinem Garten wimmelt es übrigens von Erdkröten und Fröschen….
    Diese Aktion bringt mir zumindest soviel Vorsprung, dass ich die übersehenen oder später kommenden Quecken mit der Grabegabel in Schach halten kann.

  6. Carsten sagt:

    Moin,

    ja, es gibt da einige “Unkräuter” die wird man einfach nicht los.

    Ich bin ja auch kein Freund von chemischen Kampfmitteln aber bei Quecke, Schachtelhalm, Giersch (das wäre wenigstens essbar), mache ich definitiev eine Ausnahme. Einen gezielten einmaligen Einsatz kann ich mit meinem Gewissen durchaus vereinbaren.

    Danach natürlich durch Kantsteine den Neueintrag minimieren.

    Mal ne Frage in die Runde: Wer fräst denn noch seinen Garten und habt Ihr mal geguckt ob das die Regenwürmer überleben? Oder Grubbert Ihr eher?

  7. Landwirt sagt:

    Hallo Selbstversorger,
    Queckenbekämpfung ist schon eine Herausforderung, erst recht wenn man ohn den Wirkstoff Glyphosat (Roundup) auskommen will. Eine recht probate Methode ist intensive Bodenbearbeitung. Als es noch kein Roundup gab, wurde in der Landwirtschaft die Queckenbekämpfung mit einer sogenannten Löffelegge betrieben. Eigenheit der Löffelegge ist es, das sie bei einer bestimmten Arbeitsgeschwindigkeit anfängt zu pendeln. Somit reißt die Quecken aus dem Boden und durch die Pendelbewegung wird ein Großteil der an den Wurzeln anhaftenden Erde abgetrennt und die die Quecken bleiben auf der Bodenoberfläche liegen und trocknet im Idealfall aus. Bei stark befallen Flächen wurde diese Maßnahme im Sommer nach der Getreideernte angewendet und unter Umständen wöchentlich bei schönen Wetter wiederholt.
    Quecken mögen keine intensive Bodenbearbeitung, daher regelmäßig den Boden ausreichend tief Pflügen und intensiv bearbeiten, dann hält man das Queckenproblem gut im Griff.
    Schöne Grüße vom Landwirt

  8. Nessie sagt:

    Oh, ich kann mich der Liste derer anschliessen, die ihre liebe Not mit Quecken haben. Und ich sitze auch mit Grabegabel und Haenden dran. Letzten Winter dachte ich noch – das Riesenstueck lockern wir erst mal mit der Motorhacke auf und suchen dann die Wurzeln raus. Ich habe zwar gefuehlte 2 Kubikmeter Wurzeln aus 300 Quadratmetern rausgesucht, aber im Laufe des Jahres sind aus den verbliebenen Wurzelstueckchen und aus den nicht bearbeiteten Wegen und Raendern wieder jede Menge Quecken nachgewachsen. Einen Spaten tief reicht auf jeden Fall nicht zum Ausmerzen.
    Aber Quecken gehoeren zu den Suesshoelzern und in Sibirien werden die Wurzeln auch gegessen – das duerfte aber vielleicht eher eine Verzweiflungstat sein!
    Was meiner Meinung nach aber Quecken noch in den Schatten stellt ist Giersch. Den hab ich auch und der ist deutlich schneller. Erstens breitet er sich rasant aus durch Auslaeufern aehnlich wie Erdbeeren. Zweitens ist der Boden voller Samen, die bei jeder halbwegs freien Stelle loskeimen. Und spatentief vergrabene Wurzelreste wuehlen sich wieder nach oben.
    Insofern gehen wir gemeinsam in einen arbeitsamen Winter, auch ich bin schon manchen Samstag oder Sonntag im Garten und Gewaechshaus graben gewesen seit die Zeitumstellung einem das nach der Arbeit unmoeglich macht.

  9. Benjamin sagt:

    Liebe Roundup’ler,

    setzt euch mal richtig mit dem thema Glyphosat auseinander und ihr werdet sehr schnell merken, dass auch ein einmaliger kleiner Einsatz nicht gut ist. Denkt an eure Kinder und an was Monsanto mit eurem Geld macht. Es reichert sich an, wirkt hormonell auf Kinder, schädigt euer Bodenleben und mindert die Fruchtbarkeit etc…
    … und das alles wegen Quecken und anderer standortspezifischer Spontanvegetation.
    Wer will kann sie sogar Essen ;). Mich sprechen auch die Gartennachbarn an:”Was machst du es dir denn so schwer, spritz es doch ab”. Aber diese Generation hat schon genug Erbe hinterlassen.
    Grüße
    Benjamin

    • rebell sagt:

      also was garten betrifft bin ich ein anfänger und immer noch in der lernphase, aber ich stimme einigen hier zu die gegen das spritzen mit chemischen mitteln sind, das tötet die microkultur des bodens ab, auch das tiefe umgraben, ähnlich dem pflügen, sollte man sein lassen, nur oberflächlich behandeln, natürlich ist das unkraut lässtig aber wenn man gesund leben will muss man schon opfer bringe und hand anlegen, in meiner gartensparte schütteln sie auch nur den kopf und meinen das es nicht schön aussieht was mich jedoch nicht im geringsten stört, ich nutze brennesselsut als düngung und als natürliches pestizit

  10. Martell sagt:

    Hallo,
    meine Methode, zufällig entdeckt:
    Mit dem Pflug die Grasnarbe “abschälen” (das war nicht beabsichtigt, kommt aber zwangsläufig dabei heraus, wenn man eine Wiese mit einem Einachser pflügt ;-)) und wegbringen. Anscheinend habe ich damit unabsichtlich auch die Quecken, Giersch etc. erwischt. Nicht restlos, aber bestimmt 90% davon. Dann nochmal pflügen (diesmal richtig) und Gemüse pflanzen.
    Die abgeschälten Stücke habe ich an einer schattigen Stelle einfach auf den Boden geschichtet und das ganze Jahr über den Rasenschnitt und Äste darauf entsorgt. Da das recht viel ist, kam nichts von unten durch und das ehemals undurchdringliche Wurzelgewirr ist inzwischen schöner, lockerer Kompost geworden… :-)

    Gruß
    Martell

  11. theo sagt:

    hey also ich hab einige kolegen die erfolgreich queken ohne pflug und chemi bekämpft haben und ich hab dass ebenfalls schon gemacht und ich kann nur sagen es ist schwierig allerdings wenn du dir endlich einen gubber zu legst oder selbst zusammen stellst für deinen 1achser und dann jede ca jede 2 woche ein mal mit dem drubber drüber fegst dann sollten die quecken zurück gehen eine andere varieante ist ähnlich

    http://www.picasaweb.google.com/franzbrunner63
    /HeilkrautregulierungMitMarktfruchten20072009

    der hat es ja ganz gut in den griff bekommen

  12. lacri sagt:

    Hallo Ralf,

    klar ist die Quecke lästig. Aber vielleicht kannst sie ja auch als Nutzpflanze wertschätzen lernen, denn die Quecke ist eine alte Heilpflanze und auch als Futterpflanze wohl beliebt. Vielleich mögen deine Tiere sie ja zum Fressen gern? Die Heilkraft befindet sich hauptsächlich der “lästigen” Wurzel.

    Ich zitiere mal aus Käselkessel.de:
    In der Volksmedizin wird die saponinhaltige Quecke als blutreinigende und harntreibende Wurzel verwendet. Sie wirkt reizmildernd bei Nieren- und Blasenentzündungen, ist wassertreibend und bei Nierengrieß und -steinleiden eine Hilfe. Entschlackend, daher nützlich bei Hautausschlägen als Frühlings- und Herbstkur. Empfohlen wird Quecke in Verbindung mit Teufelskralle, bei Gicht, Rheuma, Arthritis und Arthrose und auch bei der gutartigen Prostatavergrößerung ist die Quecke im Wechsel mit dem kleinblütigen Weidenröschen ideal.

    Für einen Queckenwurzeltee
    nimmt man 2 – 3 gehäufte Teelöffel Queckenwurzel, übergiesst sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt das Ganze 10 Minuten ziehen. Von diesem Tee trinkt man 2 Tassen täglich, wobei man darauf achten sollte in dieser Zeit entweder viel pflanzliche Kost oder zum Beispiel Bullrichsalz zu sich zu nehmen.

    Quecke zu gleichen Teilen mit Bärentraubenblättern soll chronische und akute Blasenentzündung ausheilen und sogar Antibiotika überflüssig machen.

    Sowohl der Aufguß, als auch der in der Volksheilkunde gebrauchte frische Preßsaft oder der durch Kochen daraus hergestellte Sirup wirken als kräftigendes Mittel, da sie sehr reich an leicht verdaulichen Kohlenhydraten ist. – Zitat Ende

    Vielleicht wird die Quecke ja noch eine deiner Lieblingspflanzen oder zumindest kein so schlimmer Schädling mehr. Giersch esse ich übrigens einfach auf, das ist eine super Art des “Unkrautjätens”. Ich ziehe ihn für den Winter sogar in kleinen Töpfhen auf der Festernbank :)

  13. Malvenblüte sagt:

    Die Anthroposophen favorisieren die Veraschung. Also Quecken, Giersch trocknen und verbrennen. Die Asche wieder auf’s Feld und das ein paar Jahre machen, dann sollen die Wildkräuter weniger werden. Ich hab’s noch nicht gemacht, wir arrangieren uns damit.

    Grüße Malvenblüte

    P.S. Irgendwann hatte ich mal von einer erfahrenen Gärtnerin gelesen, die meinte, dass sie nach 20 Jahren Unkraut entfernen, den Giersch und die Quecke im Griff hat. Darauf hin habe ich mich gleich von der Vorstellung verabschiedet, dass man sie los wird.

  14. hobbybauer sagt:

    Hallo, wir versuchen auch seit ein paar Jahren zu gärtnern. Der Boden hier sehr schwer und selten völlig trocken und wir haben die selben Unkräuter Quecke, den kriechenden Hahnenfuß, Disteln und verschiedene Brennesselsorten.
    Bei Quecken helfen eigentlich nur zwei Dinge: Roundup oder den Acker mit einer Bodenfräse im Frühjahr, wenn im April die Sonne richtig brennt, 2- 3 Wochen lang wieder und wieder zu bearbeiten. Einfach jeden trockenen Tag einmal rüberdengeln. Dadurch trocknen die Wurzeln aus, die kleinen Wurzeln reißen immer wieder ab und irgendwann sind sie zu kraftlos, um neu anzuwachsen. So habe ich alle Brennnesseln, alle Disteln und die Quecken soweit zurückgedrängt, daß ich fast nicht unkrautjäten muss. An den Rändern zum Gras natürlich nicht.
    Allerdings hilft beides nur eine Sassion.

    Übrigens, so ähnlich wie Du einen Chickentractor hat, halte ich ganzjährig Kaninchen und brauche damit im Sommer nur alle paar Wochen ausmisten und gar nicht mehr mähen. Wenn es Dich interessiert schick ich mal ein paar Bilder.
    mfg

    Tolla sache, deine Videos und Dein Blog

    • admin sagt:

      Hallo hobbybauer

      Sicher kann man darin auch Kaninchen halten. Werden die denn bei Regen nicht nass? Ich habe gehoert, Kaninchen sind anfaellig, wenn sie nass werden?

      • hobbybauer sagt:

        Kaninchen kann man problemlos bis -20 Grad draußen halten und solange
        sie eine Wahl haben, ob sie nass werden wollen oder in der Box bleiben
        wollen, ist auch Nässe kein Problem.
        Den Auslauf bräuchte man nicht mal abdecken (graue Plane); ich mache das
        nur, damit das Stroh in der Box nicht zu schnell durchweicht wird.
        Diese Art der Haltung praktiziere ich seit 2006. Es sterben nicht mehr
        als in reiner Stallhaltung.
        Zur Sterbeanfälligkeit: Ich habe weiße Neuseeländer, rote Neuseeländer
        und Meissner Widder. Rassekaninchen sind naturgemäß anfälliger für
        Inzuchtkrankheiten wie Herzinfarkte etc.

        Die besten Erfahrungen habe ich mit weißen Neuseeländern gemacht:
        Ich halte sie ganzjährig paarweise, dabei wirft die Zippe zweimal im
        Frühjahr ca. 4 Junge und lässt den Bock danach nicht mehr ran. So
        erhalte ich aus jeder Box +- 8 Schlachtkaninchen.
        Dafür muss ich sie nur zweimal täglich umsetzen und von April bis
        Oktober fressen sie ausschließlich das Gras auf dem sie stehen und das
        was im Garten übrigbleibt, wenn was übrigbleibt
        ( ausgestochener Löwenzahn vom Unkrautjäten, Zweige vom Obstbaumschnitt,
        Eschenzweige, Falläpfel, verzogene Möhren und Rüben etc).
        Wenn das Gras nicht mehr wächst und bei unter 10Grad füttere ich noch
        Mais/Weizen/Rüben/Kartoffeln/Möhren/Äpfel zu, halt das was ich geerntet
        habe.

        Hier habe ich ein paar Bilder zusammen gesucht.
        https://picasaweb.google.com
        /110889457675598544302/Kaninchenstall
        ?authuser=0&authkey=Gv1sRgCKC13uj
        pp52nxAE&feat=directlink

  15. Christiane sagt:

    Hallo,
    wir haben auch gewaltig mit Quecken zu kämpfen in einem Kleingarten, welchen wir recht verwildert übernommen haben.
    Wie kriegt man denn die Dinger nun vernünftig tot, nachdem man sie mühselig ausgraben und aus der Erde geschüttelt hat? Wir haben einen riesigen “Quecken-Komposthaufen” angelegt (getrennt vom Rest), aber auch umsetzen und beimischen von Gesteinsmehl scheint nichts zu bringen. Die Quecken grünen fröhlich auf dem Haufen aus und selbst abdecken mit Plane nutzt nichts. Muss man das Zeug ertränken? Aus der Deponie entsorgen? Oder wie?

  16. Christiane sagt:

    Danke! Kompostgewinnung hin oder her, das Zeug wieder neu verteilen will ich ja nun nicht…

  17. Hallo liebe gemeinde,

    Ich kann euer Leid nachvollziehen und kämpfe selbst gegen die Quecke. Aber nur um die Ernte z.T. zu schützen. Wir bewirtschaften als Hobbybauern knapp 3ha und 2 ha lagen davon 25 Jahre brach!

    Streuobstwiese, erdbeeren und dies jahr auch 0, 5ha winterroggen in der hoffnung die Quecke ein wenig zu minimieren. Die Aussage mit dem öfteren zerstören und austrocknen lassen ist definitiv die beste Variante der naturnahen Landwirtschaft.
    Alle schreiben hier von gärtnern aber dazu gehört halt auch sich mit der naturnahen Landwirtschaft auseinaneersetzen. Wir sind keine Ökos aber unsere Kinder sollten nicht für unsere weggeschobene Verantwortung den Kopg hinhalten. Wir sind für Mutrer Erde verantwortlich ohne jegliches wenn u aber.
    Und die NWO samt Monsanto braucht auch keiner!

    Gruss aus der südlichen Altmark/Börde

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