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Karneval und die Selbstversorgung, oder von einem Rheinlaender, der doch keiner ist. (Video)

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Ich bin eingefleischter Rheinlaender. Wenn ich mich auch nicht immer so verhalte wie der typische Rheinlaender. :) Trotzdem habe ich die Luft hier seit meiner Kindheit geatmet und weiss, wie die Leute hier ticken, denken und handeln. Jedenfalls die meisten. Einer rheinischen Angelegenheit, fuer die sich viele begeistern, konnte ich aber schon seit Kindheitstagen nichts Positives abgewinnen, und sie rangiert auf meiner Unbeliebtheitsskala ziemlich weit oben. Weit vor Pickeln, Braunfaeule und winterlichem Schnee. Das ist Karneval. Eine ziemlich gruselige Veranstaltung. War mir schon immer suspekt, wie sich ganz normale Menschen fuer wenige Tage im Jahr in schunkelnde, groelende, an Haeuserecken pinkelnde und nach billigen Suessigkeiten auf der Erde herumkriechende Narren verwandeln koennen, waehrend sie den Rest des Jahres mit heruntergezogenen Mundwinkeln daher trotten. Also mein Ding ist das nicht. (Ja, ich weiss, es gibt Ausnahmen).

Jetzt muss ich mich aber, der Kinder wegen, auch mit dieser Materie auseinandersetzten. Die wollen da hin, nicht weil sie so viel Spass am Karneval haben, sondern weil sie mal fuer einige Tage so viele Suessigkeiten in sich hinein stopfen duerfen, wie nur geht. Mein Gott, ich war ja auch mal Kind. :)

Was die so alles anschleppen!

Die schleppen in jedem Jahr tuetenweise Krams nach Hause. Berge der obligatorischen Popkorn und Chipstuetchen, Bonbons fuer eine mittelgrosse Schule, Schokolade, Bluemchen und was weiss ich noch alles. So auch in diesem Jahr. So habe ich mir die Ausbeute einmal durch die Augen eines “Moechtegern Selbstversorgers” genauer angesehen, habe mir mal die Tueten von innen angesehen und bin doch tatsaechlich auf “Wurfmaterial” (welch ein Unwort) gestossen, das doch in bestimmter Weise einen Zusammenhang zum Garten erahnen lassen.

Was es da so alles gibt!

Mal abgesehen von all den Kamellen, die Kinder haben bestimmt genug gesammelt um damit das ganze Jahr versorgt zu sein, (auch eine Art der Selbstversorgung :) ) gab es in diesem Jahr die ein oder andere Ueberraschung. Plastikbluemchen, Krachmacher, die mir schon jetzt die Schauern ueber den Ruecken treiben, eine Plastikzwiebel (in vergangenen Jahren waren wenigstens noch leibhaftige Zwiebeln dabei) die aber nun wirklich zu ueberhaupt nichts nuetze sind, nach Apfel riechende Plastikarmbaendchen in der Form eines Totenkopfes (verdammt noch mal, ist es denn in diesem Lande erlaubt, alles unter die Leute zu bringen) bei deren Geruch mir schon das Grausen kommt und ich mich wirklich frage, wer auf solch eine Idee gekommen sein mag. So zukiffen kann sich doch niemand, damit ihm so eine hinrnverbrannte Idee kommt. Und das auch noch fuer Kinder. Ích mag da ja altmodisch denken, aber fuer mein Dafuerhalten haben chemisch nach Apfel stinkende schwarze Gummibaender in Totenkopfform keine Existenzberechtigung. Oder kann mir die jemand nennen?

Dann verschiedene Kamellen in Kuh- und Schweineform. Kekse mit einer laechelnden Kuh auf der Verpackung. Nennt man sowas nun Lobbyismus?

Auch fuer Selbstversorger war was dabei

Aber auch fuer Selbstversorger war einiges dabei. In Plastik eingeschweisste eingelegte Gurken, (die ich nie essen wuerde), abgepackte Wuerstchen (hoffentlich ohne Pferdefleisch :) ), und selbst eine Packung Knoblauchgeruchbeseitiger. Das hat die Welt wirklich gebraucht. Ich sollte mehr Korn trinken, dann kaemen mir auch solch grandiose Ideen und ich koennte mir von dem Millionenverdienst endlich einen neuen Einachser kaufen :) .

Aber nun gut, ich will nicht nur staenkern. Unter all dem Tinnef gab es doch tatsaechlich etwas Nuetzliches zu finden. Die Kinder haben zwei Sparschaeler angeschleppt. Wenn auch mit einem Berg von Plastik umgeben. Warum eigentlich immer Plastik? Wenn ich an die Muellberge denke… Damit kann man ja wenigstens noch was anfangen. Selbst ein Glas Baerlauchpesto habe ich in der Karnevalstuete gefunden. Keine Ahnung, wie die da dran gekommen sind. Vom Prinzenwagen kann die jedenfalls nicht geworfen worden sein.

Die Ehre des Karnevals ist gerettet, jedenfalls fuer Hobbygaertner

Ganz tief unten in der Tuete habe ich dann aber doch noch ein kleines Tuetchen entdeckt, dass das Hobbygaertnerherz hoeher schlagen laesst. Ein Tuetchen Sonnenblumensamen. Hohe Riesen sollen das werden. Ich glaube, davon muss ich mal einige in den Garten stecken. Zu dem Sonnenblumensamen gehoert naemlich auch ein Wettbewerb. Im Herbst soll man ein Bild seiner Riesenpflanze machen und dies einschicken. Vielleicht gewinne ich ja in diesem Wettbewerb einen neuen Einachser. :)

Uebrigens danke an meine Frau, die mir ihren Giesskannen-Hut fuer den Film ausgeliehen hat… Die ist zwar nicht aus dem Rheinland, dafuer hat sie viel mehr fuer Karneval uebrig als ich. :)

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13 comments on “Karneval und die Selbstversorgung, oder von einem Rheinlaender, der doch keiner ist. (Video)
  1. Moin, wie Du ja weißt habe ich auf unserer Website http://www.moldenweg.de , Videos mit deiner letzten Genehmigung eingefügt. Das hat großen Anklang gefunden. jetzt würde ich gerne neue Videos “einbauen”. Und da wäre meine Frage ob Du mir das wieder erlaubst.

    Grüße aus Lüneburg

    Schmogi

  2. Britta sagt:

    Hallo Ralf,

    ich als Norddeutsche kann mit Karneval auch nichts anfangen!…. Aber mir ist da noch eine Idee gekommen……. diese kleinen Krachmacher sind auch ganz toll für den Garten zu verwenden….. und bieten auch gleichzeitig noch eine sinnvolle Beschäftigung für Deine Kids………. warum?

    Nun, (immer vorausgesetzt Du hast auch die eine oder andere Wühlmaus im Garten als Untermieter) laß’ Deine Kids täglich mit den Krachmachern direkt vor die Löcher kriechen und ordentlich Rabatz machen…… Krach soll doch helfen sie zu vertreiben, oder?!?!?!? …. *gg*

    Liebe Grüße
    Britta

  3. Nils sagt:

    Hallo Ralf.
    Für einen Gärtner ist dein Hut in der Faschingszeit wirklich angebracht. Ich find es lustig aber clever auf die Idee zu kommen eine Gießkanne als Hut aufzusetzen. Schöne grüße an deine Frau , sie hat was tolles gefunden.

  4. Erik sagt:

    Hallo Ralf,

    ich bin eher zufällig durch das Selbstversorger-Forum auf deinen Blog und die Youtube Videos aufmerksam geworden. Nun habe ich viele Wochen damit verbracht, deinen kompletten blog vom Anfang bis zum Ende durchzulesen, mit Bildern, Videos, Kommentaren und allem was dazugehört. Nun bin ich leider beim aktuellsten Artikel angekommen und werd jetzt darauf warten (müssen), dass möglichst bald was neues kommt. (oder ich guck mal deine Linkliste durch, die ist ja laaaang)
    Ich finde euer Projekt wirklich toll und auch deine Art darüber zu berichten. Gerade dieses Experimentieren, das Beschreiben der Fehlschläge usw macht den blog so interessant und lehrreich. Behalte das auf jeden Fall bei, ich freu mich schon auf deine nächsten selbstgebauten Maschinen und die neugierigen Versuche.

    Irgendwann würd ich das auch gern machen, aber nun muss ich erstmal mein Studium beenden und arbeiten, Geld verdienen… son Grundstück und alles was dazugehört kostet ja auch ne Menge. Auf dem Land wirds wohl auch nicht viel Arbeit für Softwareentwickler geben, also sowas wie bei dir wirds wohl nicht oder erst in ferner Zukunft. Ich muss aber auch sagen, dass mir meine Arbeit sehr viel Spaß bereitet, also es ist nicht so wie in deinem Artikel über Fabrikarbeiter und Trucker beschrieben. Trotzdem könnte ich mir auch so ein Leben auf dem Selbstversogerhof gut vorstellen.
    Im Moment such ich nach einem Schrebergarten in Berlin, wobei “suchen” eher “warten” ist… steh auf der Warteliste vom Bezirksverband… Muss irgendwas in der Nähe sein, da ich kein Auto habe und zu teuer darfs auch nicht sein. Unser Balkon bekommt leider so gut wie keine Sonne und bietet nicht viel Platz für Pflanzen und erst recht nicht für Tiere.

    Achso, noch eine Idee für deinen Getreideanbau: Könnte man gegen das Umknicken nicht irgendwas dazwischen / drumherum pflanzen, was schnell wächst und den Wind bremst? Also nicht kreuz und quer dazwischen, sondern wie eine Hecke ein oder zwei Streifen zum unterteilen. Irgendwelche hohen Pflanzen wie deine Melde oder Mais oder irgendein Rankgitter, dass dicht mit Bohnen oder Erbsen bewachsen ist. Muss ja was “portables” sein, wenn deine Felder jedes Jahr wechseln.

    Viele Grüße und ein großes DANKE für deinen blog

    Erik

    • admin sagt:

      Hallo Erik

      Da hast du dir ja maechtig was angetan, all meinen Quark zu lesen und anzusehen. :)

      Zu den Pflanzen drumherum. Das ginge schon. Sind nur nich viele Pflanzen, die zu dieser Zeit, wenn die Sommerstuerme kommen, schon so gross sind. Sonnenblumen nicht, Mais nicht, Melde ist zu schwach. Ich glaube auch nicht wirklich, dass es etwas bringt. So ein wirkliches Sommergewitter ist viel zu stark. Ich habe eben Glueck oder nicht. Im letzten Jahr eben Pech. Vielleicht wird es ja besser, wenn nebenan die Obstbaueme erst mal etwas groesser sind. Die nehmen dann ein wenig Wind weg. Aber mit solchen Kleinigkeiten muss man leben. Wirst du in deinem Schrebergarten schnell feststellen. :) Waere ja auch langweilig, wenn alles glatt laufen wuerde.

      • John Deere 1750 sagt:

        Naja Lagergetreide ist eher ein Problem dass zu dicht gesäht wurde oder der Boden zu eutroph ist. Die Getreidepflanze schiebt eine für den Halm zu größe Ähre, aufgrund zu viel pflanzenverfügbarem N (Stickstoff) während der Blüte. Der Halm kolabiert dann bei nem Gewitter oder starken Regen. Auf Orthophotos von Felden mit Lagergetreide gut ersichtlich wo doppelt gedüngt wurde, denn da liegt die Frucht.

        Gruß JD 1750

    • lampampe sagt:

      Hi Erik,

      wenn Du nur etwas in der Erde wühlen möchtest, gibt es bestimmt auch ein Stadtgartenprojekt, einen Multikulturellen Garten o.ä. in der Nähe. Schau mal hier: http://www.urbanacker.net/ oder hier: http://www.berlin.de/kultur-und-tickets/
      tipps/2407321-1678259-urban-gardening.html.

      viel Spaß

      • Erik sagt:

        Hallo Lampampe,

        danke für den Tipp, aber das sagt mir nicht so richtig zu. Die meisten Projekte sind nicht in direkter Nähe und ich such eher was wo ich selbst bestimmen kann und auch mal Ruhe habe…
        Bei den Mietgärten die da verlinkt sind, sind schon Gemüse und Blumen gepflanzt wenn man den Garten bekommt, auch nicht so mein Ding. Und mehrjährige Kulturen wie Beerensträucher gehen da auch nicht.
        Ich hoffe, dass das mit dem Schrebergarten bald klappt.

        Viele Grüße

  5. Biene sagt:

    Hallo Ralf,
    von Karneval bekommen wir hier in Ostwestfalen gar nichts mit. Die ganz kleinen Kids verkleiden sich gegebenenfalls für eine Schulverantaltung oder Kindergarten – das war es dann aber auch.
    Ja, und mit der Gartenarbeit ist schlecht. Entweder ist der Boden gefroren oder es Regnet. Trocken und zugleich Frostfrei haben wir bis jetzt leider nicht erlebt. Leider zieht sich der Winter inzwischen und es sieht nicht so aus als ob sich daran den Rest des Monats was ändern würde.
    Trotzdem müssen die ersten Arbeiten nun langsam gemacht werden ob wir wollen oder nicht sonst können wir im März Sonderschichten einlegen ;-).
    Die nötigen Einkäufe für den Saisonstart sind bereits zu 95% getätigt und stapeln sich im Keller – auch Paprika, Tomaten und Salat stehen bereits zur Anzucht im Haus. Jetzt muss das Gewächshaus vorbereitet werden (wohl das kleinste übel), der Apfelbaum muss noch ausgelichtet werden, es gibt reichlich Grünschnitt zu tätigen und vor allem muss der Acker vorbereitet werden und die Terasse auf Vodermann gebracht werden, der Kompost muss leer gemacht werden und die ersten Sachen müssen in die Erde. All dies sollte eigentlich in den kommenden 2-3 max. 4 Wochen erledigt sein um zumindest mal wieder einen Grund drin zu haben. Hmm … Augen zu und durch.

  6. John Deere 1750 sagt:

    hi rrhase,

    bei uns heist das ja Fasnet und ist zum Glück seit Di rum.

    Naja du sagst es gibt nichts zu tun, ich wuesste dir ein paar Dinge wie z.B. Mist auf den Acker tun und bei leichtem Frost äckern (pfluegen), die ersten Tomaten, Paprika und das Gedöhns fürs Haus oder Folientunnel aussaehen und vorziehen, Frühkartoffeln lichtkeimen, damit sie in zwei bis drei Wochen unter Fließ in die Erde können und das Obstholz schneiden.

    • admin sagt:

      Hallo John Deere 1750

      Ist ja auch nicht so, als ob ich nichts taete. Aber eben an der draussen Arbeit hapert es noch. Aber das kommt :)

  7. Anna sagt:

    Faszinierend. Offenbar feiert Ihr Fasching im Rheinland komplett anders als wir es hier in Wien machen. Bei uns verkleidet man sich zwar auch, aber all die Sachen die Deine Kinder da bekommen haben, die gibt es bei uns nicht. Noch nicht mal die Süßigkeiten. Das Einzige was hier zu Fasching dazugehört ist ein Krapfen (mit Marillenmarmelade-Füllung). Den bekommen sogar die meisten Erwachsenen in der Arbeit und manchmal werden auch in den Einkaufsstraßen welche verteilt. Eingeschweißte kleine Gurken habe ich im Leben noch nicht gesehen und wozu man eine Plastikzwiebel (oder soll es vielleicht doch einen Knoblauch darstellen) benötigt erschließt sich mir ebenfalls nicht.

  8. benjamin sagt:

    Hallo ralf da hast du vollkommen recht für mich als norddeutschen ist karneval auch nicht wirklich das wahre ich verstehe auch ncht dieses ganze heckmeck drumrum ich fahre lieber raus in garten und geniesse die natur ,bei mir kribbelt es ja auch schon naja so ein paar sachen kann man ja schon draussen machen bis dann lg benjamin

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