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Von meinen Nieren, von lebenden und von toten Kaninchen. (Video)

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Mal ist eine Laufente tot, dann schwaermen die Bienen, die Huehner legen kaum noch Eier, aus welchem Grund auch immer, die einzigen Tiere die noch keine Sorgen gemacht haben sind die Gaense. Die wachsen und gedeihen praechtig. Aber wahrscheinlich wird morgen eine mit dem Hals im Steckzaun haengen, bei unserem Glueck.

Kaninchen treiben es auf die Spitze

Eine Tierart kann einem aber wirklich an die Nieren gehen. Das sind die Kaninchen. Ich habe doch schon so viel gemacht. Ich habe hoehere Zaeune in den Stall eingebaut, ich verbringe Stunden damit nach Loechern zu suchen, durch die sie entkommen koennten, und trotzdem, bei den Kaninchen laeuft nichts so wie es soll.

Hatten wir doch vor einigen Wochen einen Zuechter aus dem Dorf gefunden und frisches Blut in unsere Zucht genommen. Das hat auch ganz gut hingehauen. Beide Tiere haben geworfen. Einmal unsere Haesin, und eine, die uns der Zuechter hiergelassen hat, solange bis der Wurf gross genug ist, um alleine klar zu kommen. Alles lief nach Plan . Dann, letzte Woche, komme ich zum Stall und sehe gerade noch wie kleine Kaninchen aussen im Vorraum herumflitzen. Da hatten sich von den acht kleinen aus dem ersten Wurf fuenf durch ein Loch gewurschtelt, dass ich schon mehrfach kaninchendicht abgedichtet hatte. Jedenfalls habe ich das angenommen. Drei der Kaninchen konnte ich wieder einfangen, ueber die anderen beiden werden sich wohl die streunenden Katzen gefreut haben.

Wie hoch muss ich denn noch bauen?

Ok, kann vorkommen. Genau an dem Tag, an dem die Haesin geworfen hatte, fiel dem Rammler im Nachbarabteil, der jetzt verkauft ist, nichts besseres ein, als ueber den Zaun zu ihr herueber zu springen. Der ist immerhin mehr als einen Meter hoch. Die haben mehr als ein halbes Jahr friedlich jedes in seinem Abteil gelebt, ohne dass der Zaun ueberwunden wurde. Warum nun gerade an diesem Tag?

Ich hatte es mir schon gedacht. Das hat wieder zu einem neuen Wurf gefuehrt. Der erste Wurf war gerade so weit, dass er selbst Nahrung zu sich nehmen konnte, und schon wieder ein neuer. Warum in Gottes Namen musste der da rueber springen? Wir haben also die kleinen Kaninchen aus dem ersten Wurf von der Mutter getrennt. Die Idee war, die Mutter haette genug mit den neuen zu tun. Das ging wiederum eine ganze Weile gut. Dann ploetzlich fing das grosse Sterben an. Sie liefen nicht mehr umher, blieben mit dicken Baeuchen reglos auf der Stelle sitzen. Liessen sich beruehren und frassen so gut wie nichts mehr. Jetzt komm mir bloss niemand mit “Tierarzt, ja.

Aus acht mach eins

Folge war, von den verbliebenen fuenf Kaninchen ist im Moment noch eines uebrig. Ein Traeuerspiel. Was aber auch schief gehen konnte, ist da schief gelaufen.

Das ist aber noch laengst nicht das Ende der Geschichte. In dem Abteil, in das wir die Kleinen verfrachtet haben, lebten zwei Kaninchen aus einem Wurf im Januar. Waren nur zwei, hatten beide ueberlebt und waren schon ziemlich gross. Heute komme ich in den Stall, da liegt eines der beiden tot auf der Erde. Gestern noch munter umhergehoppelt, heute tot. Einfach so. Da kann man doch echt die Krise kriegen.

Sonntags ist Ausmist – Tag

Jeden Sonntag, wenn nicht gerade Feiertag oder ein Geburtstag ansteht, misten wir den Stall aus. Sie bekommen zwei mal am Tag zu fressen und zu trinken und trotzdem sterben sie. Es gibt so Momente, da macht es keinen Spass mehr. Die letzten beiden toten kleinen Kaninchen hatte ich noch nicht “entsorgt”, da stirbt auch noch eines der grossen.

So langsam komme ich zu der Erkenntnis, dass ein Stall mit einzelnen Boxen vielleicht doch die bessere Wahl waere. Da springt keiner rueber, da geht alles seinen geregelten Gang.

Ich bin mir (fast) sicher, es wird nicht lange dauern, dann finde ich wieder Tote Tiere im Stall. Da vergeht einem wirklich der Spass an der Sache. Ich habe immer Bauchschmerzen wenn ich morgens zu den Kaninchen komme. :(

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Veröffentlicht unter Dies und Das, Tierhaltung, Ungeklaerte Fragen Getagged mit: , , ,
31 comments on “Von meinen Nieren, von lebenden und von toten Kaninchen. (Video)
  1. Sarah sagt:

    Hallo Ralf,

    ich schaue deine Videos öfter, doch erst jetzt bin ich durch absoluten Zufall (wollte eigentlich was zu Champgingons erfahren ;) ) auf das Kaninchen-Video gestoßen.. Auch wir haben fast 1:1 das gleiche Problem.. Unsere Kaninchen leben in Boden- und Gruppenhaltung mit Dauerfreilauf, da wir Buchten einfach zu klein finden. An sich auch kein Problem, 2 unserer Häsinnen haben fast gleichzeitig 24 Kaninchen zu Welt gebracht. Dazu 4 große und 2 Kastraten.. Naja, von den 30 Kaninchen leben jetzt noch genau 7…. Bei uns haben WAHRSCHEINLICH Ratten Ungeziefer in die Ställe gebracht. Ein Totes haben wir zur Untersuchung zum Tierarzt gegeben, der dann diverse Würmer feststellte. Die 3 Zwerge, die überlebt haben sind auch noch lange nicht so groß, wie sie eigentlich sein sollten. Generell impfen lassen wir nicht, aber wir geben jetzt ca. 1 mal pro Monat eine Kot-/Stallprobe beim Tierarzt ab. So kann man einen Befall frühzeitig feststellen und noch handeln.
    Dazu noch eine Frage: Wenn du die Tiere schlachten lässt, schaut da ein Arzt drüber? Ich habe nämlich ein bisschen Angst, dass doch eine Krankheit in den Tieren schlummert, die man sich nicht unbedingt auf den Teller holen sollte..

    Gruß, Sarah

    • admin sagt:

      Nein, kein Tierarzt. Ist bei Kaninchen auch nicht erforderlich. Es geht ja hauptsaechlich um Trichinen. Und von denen werden hauptsaechlich, so weit ich weiss, Fleisch oder Allesfresser befallen, aber keine reinen Vegetarier wie Kaninchen. Im uebrigen werden sie ja noch gebraten.

  2. Flori sagt:

    Hallo hast du nun eigentlich noch Kaninchen?
    Oder wie gehts es mit denen weiter?

    Darüber gabs leider länger nichts zu lesen oder zu schauen..

    Liebe Grüße
    Florian

    • admin sagt:

      Hallo Flori

      Sicher habe ich noch Kaninchen. Nur, bei denen tut sich recht wenig. Deswegen tauchen die auch nicht so haeufig auf.

      Gruss RR

  3. Helga sagt:

    Hallo Ralf, du musst auf jeden Fall erst mal das Problem mit dem ungewollten Nachwuchs in den Griff bekommen. An deiner Stelle hätte ich den Deckhasen in eine wirklich dichte Buchte im Freien verfrachtet. Es nützt doch nichts, wenn du (oder besser deine Häsin) alle vier Wochen neuen Nachwuchs hast. Der erste Wurf ist noch nicht reif zum Absetzen, dann sind schon wieder neue Jungtiere da. Wenn dann nach ein paar Wochen sowieso nur noch einzelne Tiere da sind, hast du gar nichts gewonnen. Und außerdem schwächst du die Häsin durch so viele unnötige Würfe. Du hast es ja selbst schon erlebt, dass eine dann plötzlich tot umfiel. Da ist es doch besser, man hat nur einen normalen Wurf und kann die Jungen bestenfalls acht Wochen bei der Mutter lassen. Dann sind sie auch widerstandsfähig gegen alle möglichen Krankheiten.
    Dass Giftpflanzen die Todesursache sein könnten, glaube ich kaum. Wenn Kaninchen ausreichend versorgt werden, lassen sie giftige Pflanzen automatisch übrig. Gefährlich ist eher zu viel oder schimmliges Brot.
    Ich habe meine Kaninchen in Buchten im Freien. Durch einen Spalt zwischen Rückwand und Boden kann die Jauche ablaufen und einmal in der Woche wird, wie bei dir auch, ausgemistet. Dadurch haben es die Tiere relativ sauber und trocken.
    Liebe Grüße Helga

  4. Christian sagt:

    Hallo rrhase,

    zuerst einmal ein riesen Lob, super Blog und tolle Videos. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie du (ich bin so dreist und wähle das DU) dich hingebungsvoll den verschiedenen Bereichen der Selbstversorgung widmest. In meiner Familie wird das seit mehreren Generationen praktiziert, ohne dass wir uns explizit als Selbstversorger verstanden haben. Es ist für uns irgendwie normal, überliefert oder Tradition – irgendwas in der Art.
    Beim Thema Kaninchen kann ich mich Karin nur anschließen, besonders hinsichtlich der Beschreibung ihrer Fütterungsmethode. Bei uns bekommen die Tiere auch im Wesentlichen Gras (darunter auch etwas Klee, Löwenzahn, Schafgabe, Sauerampfer und Luzerne – soz. Wiesenmischung), Heu und gelegentlich Weizen und getrocknetes Brot. Küchenreste, wie Kartoffelschalen, Kohl, Möhrenschalen oder Gurkenschalen werden auf alle Kaninchen verteilt, also in eher kleineren Mengen verfüttert. Pellets bleiben den Häsinen wenn Sie tragen und während der Stillzeit vorbehalten.
    Zwei Vorschläge möchte ich noch unterbreiten. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, die unteren 20-30cm der Trennwände zwischen den Abteilungen mit Holzbrettern zu versehen. So wäre zum einen das „Durchbeißen“ sicher schwieriger für die Tiere und zum anderen wäre zumindest eine kleine optische Trennung gewährleistet. Der zweite Vorschlag bezieht sich auf die Tränken. Wir verwenden solche Tränken, die man in den Kaninchendraht hängt, einen quadratischen Querschnitt haben und bei denen die Tiere einen kleinen Metallstift nach oben drücken müssen, um den Wasserfluss auszulösen. So kommt das Wasser nicht mit Kot oder der Einstreu in Kontakt. Zudem erleichtert es auch die Wasserversorgung.
    Ansonsten kann ich nur sagen – nicht entmutigen lassen und daran denken wie der letzte Kaninchenbraten gemundet hat o.o, im Moment die Radieschen genießen und auf die Erdbeeren freuen…

    Grüße Christian

  5. Lilli sagt:

    Hallo :)

    Fütterst Du Pellets? So wie es ausschaut schon…
    Gerade bei Jungtiere wechlassen oder vorher 2 Stunden mit Wasser aufquellen lassen und den Brei verfüttern. Pellets quellen sehr stark auf dann besteht die Gefahr das sie innerlich platzen.( strammen Bauch und sitzen nur noch teilnahmslos da. Sie riechen dann auch sehr eigenartig) Und sowas niemals zur freien verfügung stehen lassen. Wirklich streng rationieren. Weniger ist mehr. Gerade trockene Pellets sind schädlich für die Jungtiere.
    Gibts es in der nähe der Hasenställe Wasserstellen , Regentonne was auch immer wo sich Mückenlarven rumtummeln? Einige Mückenstiche machen auch ältere Hasen sehr zu schaffen. Seit wir unsere Regentonne entfernt und die Stallungen entsprechend behandelt haben, gibts keine älteren toten Hasen mehr. Also etwas weniger wo sie an was sterben können.
    Aber trotz aller vorkehrungen und Impfungen usw werden immer mal welche sterben. Manche sind auch nur bis dann und wann überlebensfähig.
    Aber des mit den Pellets und Wasserstelle wären einpaar Ursachen die man reduzieren könnte.

    LG

    • Markus sagt:

      … also das mit den Pellets kann ich nicht unterstreichen.
      Unsere jungen Hasen fressen die (sie bekommen sie 1 x pro Tag), sobald sie aus dem Nest gekommen sind. Da gab es deswegen wirklich noch nie Probleme damit. Sie sitzen dadurch auch nicht nur teilnahmslos da, sondern sind quietschfidel.
      Vom Aufquellen von Pellets hab ich auch noch nie was gehört.
      Wahrscheinlich kommt es dann mit Sicherheit darauf an, welche Pellets man verfüttert, welche Inhaltsstoffe sie haben usw. … Also bei mir sind es die Deuka Kaninchenpellets Standard und die bestehen hauptsächlich aus Luzernegrünmehl – wie gesagt, es gab noch nie Probleme …

      Gruß, Markus

  6. hahnenstein sagt:

    Naja, nach langer Überlegung ist mir ja eingefallen, dass sie eigentlich genug Hasen haben. Könnten sie dann ein Film über den neuen Geflügelzuwachs machen ? ;) :) ;)

  7. hahnenstein sagt:

    hallo rrhase,
    erst einmal mein Beileid wegen den Kaninchen. Doch Sie sprachen auch über “Neue” die kommen würden. Kommen neue Gänse oder Kaninchen ?

  8. Majura sagt:

    Der Tod der vielen Tiere ist sehr zu bedauern. Ich bin kein Kaninchen-Experte, aber für mich klingt das doch sehr nach einer Krankheit, die du im Stall hast. Man kann über den Tierarzt tote Tiere in ein Labor schicken und auf bestimmte Krankheiten testen lassen. Das kostet sicherlich erstmal Geld, aber laute tote Kaninchen dürften auch nicht biller sein. Viel Erfolg,
    Majura von der Lindwurmfeste

  9. Uwe sagt:

    Mensch Einachsschummi.

    Sowas passiert, selbst den Besten. Wer was anderes behauptet schwindelt!

    Du musst eine grundsätzliche Sache verstehen. Kaninchen haben einen Grund warum sie so hochgradig produktiv sind. In der freien Natur überlebt noch nicht mal 1% der Würfe die ersten Tage/Wochen. Empfindlichkeit gegenüber Viren, Bakterien, ein hoher Raubtierdruck. Aus diesem Grund diese irrwitzige Vermehrung.
    Jetzt kommt der Mensch daher und greift in diesen Kreislauf ein. Schliesst die Raubtiere aus, kann aber wenig gegen die restlichen Faktoren (Viren/Bakterien) machen . Dann passiert es halt manchmal das es solche Vorfälle wie bei Dir gibt. Da musst Du durch. Kopf hoch!!!

    Ein praktischer Tip zum Thema Ausbrüche vermeiden. Leg Dich im Hasenstall auf den Bauch und robbe Dich an den Wänden lang. Aus diesem Blickwinkel wirst Du etliche neue Ausbruchmöglichkeiten entdecken. Ich weiss klingt bekloppt, “äver jet jeck sin mer doch all! ;)

    Grüsse

    Uwe

  10. sabi(e)ne sagt:

    1. Hast du Futter mit Kokzidiostatika gefüttert?
    Wenn nein, haben sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Kokzidien, dann bitte auf entsprechendes Futter umstellen. Das geht nicht von allein weg.

    2. Frag den Tierarzt, ob bei euch RHD aka Chinaseuche unterwegs ist – wenn ja, alle Kaninchen dagegen impfen lassen.

  11. Tom Frost sagt:

    Also ich habe selbst schon Kanichen händisch gross gezogen und weiss daher, dass die eine sehr empfindliche Darmflora haben und anfangs unglaublich empfindlich sind. Möglich, dass sie zu früh von der Alten getrennt wurden (wegen dem neuen Wurf) möglicherweise haben sie aber auch durch das Abhauen einen Schock bekommen? ist vielleicht irgendein Schimmel oder so im Futter, oder evtl. Im Heu ( falls du das fütterst) was drin (Jakobskreuzkraut o.ä. ) das könnte evtl. auch eine Erklärung sein.
    Nicht aufgeben, du hast ja noch einen Wurf wider Willen der vielleicht ja besser durchkommt. Wird schon!

  12. Schmiddi sagt:

    Guten Morgen & mein Beileid,

    man kann sich wirklich gut vorstellen wie frustrierend das sein muss, wenn einem die Karnickl trotz aller Mühe wegsterben wie die Fliegen, zumal man ja meinen sollte, dass kaninchen zu den weniger anfälligen und pflegeaufwendigeren Tieren gehören.

    Evtl. ist Kokzidiose die Todesursache bei den Kaninchen (jedoch bin Ich kein Arzt und eine Ferndiagnose übers Internet ist sowieso nicht möglich). Eine Stalldesinfektion wäre auf alle Fälle sinnvoll. Zur Not eben im Winter, nachdem die Tiere geschlachtet sind bzw. im Frühjahr bevor die neue Saison beginnt.

    Meiner Erfahrung nach sind Kaninchen bei richtiger Pflege nicht besonders Krankheitsanfällig oder Problematisch was die Ernährung oder Aufzucht der Jungen angeht. Momentan darf ich mich glücklicherweise über 10 Junge von zwei Häsinnen freuen. Diese gedeihen trotz winterlicher Temperaturen von 6° und reiner Nassfütterung mit Gras prächtig im unbeheizten Aussenstall.

    In diesem Sinne, nicht aufgeben und viel Glück mit den Fellnasen ;)

    Gruß

    Schmiddi

  13. Petra sagt:

    Hallo,
    tut mir leid, dass das mit Euren Kaninchen nicht so klappt, wie gewollt. Dabei habt ihr beste Bedingungen. Die Auslaufställe sind toll!
    Vielleicht hilft es, wenn ihr die Häsinnen vor dem Wurf in eine Extrabox sperrt. Dann kann da zumindest keiner “einbrechen”. Ich denke das lag gerade an dem Wurf, dass der Rammler zum Einbrecher wurde. Ich denke, die wissen/riechen… sowas. Die Häsin ist wieder empfangsbereit aus Sicht des Rammlers.
    Habt ihr schon mal über eine Impfung nachgedacht? Ich mach das jedes Jahr, seit mir einmal alle Tiere umgefallen sind. Das kostet zwar Geld, aber so teuer ist es nun auch wieder nicht. Ich möchte das nicht mehr erleben, dass alle nacheinander wegsterben.
    Die Jungtiere kann man zwar erst ab einem bestimmten Alter impfen, aber es hilft sicher auch schon, wenn die Alttiere keine Krankheiten übertragen können.
    So, ich drück die Daumen, dass es bergauf geht bei Euch.
    Gruß Petra

  14. Axel Stolpe sagt:

    Ja klar in der Natur leben die in Höhlen. Kommen nur zum fressen raus und leben unter der Erde. Haben ja auch genug Fressfeinde. Es kommt natürlich vor allen auf die Größe der Box drauf an. Ich kenne Kaninchenboxstallungen von früher und hatte nicht den Eindruck die Tiere würden leiden.

  15. summeryam sagt:

    Hallo rrhase!
    verzweifel bloß nicht, wahrscheinlich ist es nur eine “Kleinigkeit” die geändert werden muß, dann läufts auch mit den Kaninchen. Also Kopf hoch und weiterversuchen!
    Da ja alle schon soviele tolle Tipps gegeben haben, brauchste Du nicht auch noch welche von mir ;-) Ich drück dir die Daumen, du machst das toll!
    Grüße summeryam

  16. Karin sagt:

    Hallo Ralf,

    ich lese schon eine Weile hier mit, sehr interessante Seite und schöne Filme, der Tipp mit den Pflanzschildern aus Tetrapack hat mir in diesem Frühjahr gut geholfen ( endlich weiss ich auch im Mai noch, wo welche Tomatensorte steht).

    Nun will ich als langjähriger Kaninchenzüchter mal versuchen, Deine Fragen zu beantworten.
    Die Häsin ist am Tag der Geburt hitzig und der Rammler hat einen Weg zu ihr gefunden. Wildkaninchen paaren sich häufig gleich nach der Geburt erneut.
    Wenn Du den Rammler in eine Einzelbucht setzt, könnten die Häsinnen im Laufstall bleiben, ohne dass ständig neuer Nachwuchs kommt. Ich halte meine Zuchtrammler und die jungen Rammler einzeln und räumlich getrennt ( also in einem Stall ein paar Meter entfernt) von den Häsinnen. Grund: Sie fressen besser, wenn sie die jungen Damen nicht sehen/riechen. Wenn die Einzelbuchten groß genug sind, fühlen die Tiere sich da auch sehr wohl.

    Es ist tatsächlich so, dass Kaninchen etwas heikel sind bezüglich der Fütterung.
    Die Ursache liegt im Verdauungssystem und in der Kokzidiose. Kokzidien sind kleinste Parasiten, die im Darm aller Kaninchen leben. Solange der Befall gering ist, scheint das Tier gesund. Wenn der Befall überhand nimmt, wird die Darmschleimhaut zerstört und das Kaninchen stirbt.
    Die dicken Bäuche bei den ganz jungen Kaninchen haben ihre Ursache in der Kokzidiose. Wenn die Tiere aufblähen (Trommelsucht), gibt es keine Heilung mehr.
    Vorbeugend kann man Sulfonamide verabreichen, ich komme aber ohne diese aus. Ich habe im Laufe der Jahre eine Strategie entwickelt, Jungtierverluste gering zu halten (kann ich gern mal drüber schreiben, würde hier zu lange dauern) . Trotzdem passiert es auch mir, dass Tiere sterben. Stress, der z.B. beim Absetzen entsteht oder auch bei plötzlicher Futterumstellung, setzt die Widerstandsfähigkeit der Kaninchen herab.
    Die Jungtiere waren mit knapp 4 Wochen einfach noch zu klein, frühestens mit 6 Wochen kommen sie ohne Muttermilch klar.
    In den Videos sieht man auch immer die gut mit Peletts gefüllten Futternäpfe. Zu diesem Fertigfutter habe ich eine eher negative Einstellung, v.a. jetzt im Frühjahr, wo es Gras genug gibt.
    Kaninchen sollen sich “großhungern”, d.h. der Napf sollte vor jeder Fütterung leer gefressen sein. Ich füttere den Jungtieren keine Peletts, nur die säugenden Häsinnen bekommen ab und zu mal eine Handvoll. Außer Gras und Heu gibt es ganz herkömmlich Kartoffelschalen mit Kleie und Hafer, Gerste und Weizen und alles was grün ist. Ich füttere auch ohne Probleme Kohl, Salat usw. Wichtig ist nur eine langsame Gewöhnung an neues Futter.

    Die Ohren hat wahrscheinlich die Häsin in ihrem Übereifer beim Säubern der Jungen nach der Geburt abgefressen. Das kann bei Junghäsinnen schon mal vorkommen.

    Warum das große Tier über Nacht eingegangen ist, läßt sich aus der Ferne schwer sagen. Es könnte RHD (Chinaseuche) sein, auch wenn der typische Blutaustritt aus der Nase fehlt. Üblicherweise bleibt es dabei aber nicht bei einem toten Tier. Mir ist ein ausgewachsenes Tier an Herzinfarkt verendet, auch so etwas kommt vor. Ich lasse meine Tiere gegen RHD impfen, weil diese Krankheit wirklich heimtückisch ist. Allerdings warte ich damit, bis alle Jungtiere im Absetzalter sind, damit der Tierarzt nicht mehrmals kommen muss.

    Mir macht die Kaninchenzucht auch nach Jahren noch Spass, vielleicht konnte ich Dich ein bisschen aufmuntern.

    Karin

    Nistkästen sind übrigens nicht notwendig, die Häsin hat doch ein schönes Nest gebaut.

  17. Hannah sagt:

    Vielleicht solltest du aber eins von den Toten doch zum Tierarzt bringen. Nicht das es was ansteckendes ist und dir der Rest auch noch eingeht.
    Hast du denen vielleicht Kohl gegeben? Das vertragen die nicht.
    Vielleicht hilft dir der Link hier:
    http://www.diebrain.de/k-trommel.html
    Da steht drin was zu dem aufgeblähten Bauch führen kann.
    Ganz liebe Grüße und ich drück die Daumen das es wieder Berg auf geht mit den Kaninchen.

  18. Conny sagt:

    Lieber Ralf,

    dass ist ja wirklich traurig um Eure Kaninchen. Ich weiß ja nicht ob es Dir hilft, aber meine Omi hält schon seit Jahrzehnten Kaninchen und sie hatte das Problem mit den vereendeten Kaninchen auch schon. Unser Nachbar hat sich darauf hin den Speiseplan der Rammler angeschaut. Es kam dabei raus, dass die Hahnenfuß gefressen hatten und das ist wohl höchst giftig im ungetrockneten Zustand. Außerdem dürfen Kaninchen kein feuchtes Gras fressen. Unsere werden mit getrockneten Brot, Heu, kleinen Mengen an Rübenschnitzel ( müssen aber vohrer gut quellen) und trockenem Gras gefüttert, mal ne Möhre und was sonst noch so frisch abfällt. Es kann aber auch sein, dass Du diese komische Fliege im Stall hast, welche diese Hasenseuche überträgt, da sterben die mit einem kurzen Schrei und liegen dann tot im Stall. Es ist auf jedenfall so, dass Deine Rammler sicher ein Wohnraumparadies vorfinden und ich finde Deine Art der Haltung wirklich sehr artgerecht. Ich wünsche Dir weiterhin trotzdem viel Freude mit den Wuschels. Einen schönen Sonntag
    Conny

    • John Deere 1750 sagt:

      Bei dir ist eher zuviel Eiweiß im Futter das Problem. Lass das Brot(Treibmittel, Hefe) und die Rüben weg. Die Viehcher werden auch von Gras allen groß vielleicht nicht in 6, sonder halt in 9 Monaten. Ich glaub hier hält keiner die Kaninchen wirtschaftlich. Ich hab mittlerweile eine Nebenerwerbslandwirtschaft am laufen und ca. 100 Kaninchen im Jahr und über die Vegetationszeit gibts nur Wiesengras auch wenns vom Regen bätsch nass ist, die fressen in der Natur auch nicht nur bei Sonnerschein. Im Winter gibts nur Heu und Öhmd. Für saugende Zibben gibts noch a bissle Hafer. Alles andere macht se nur unnötig Fett, was beim Ausnehmen mit rausfällt. Und das gewünschte Nackenfett setzen meine Biokaninchen auch an. Ich sag nur zurück zur Natur.

      Gruß
      John Deere 1750

  19. Markus sagt:

    Hallo Ralf,

    also das tut mir echt leid, daß das im Moment so läuft bei deinen Kaninchen.
    Fütterst du denn frisches Gras oder nur Heu? Also im Gras kann Klee, und da vor allem der Rotklee, ziemlich gefährlich vor allem für die kleinen Kaninchen werden (sprech da aus eigener Erfahrung). Wenn sie da zuviel davon bekommen, gibt es oft gleich einen Blähbauch, sie sitzen nur noch herum und sterben schließlich. Uns ist in diesem Jahr aber auch schon ein etwas älteres Weibchen, auch im Januar geboren, eingegangen – ebenso aus unerklärlichen Gründen … manchmal steckt man einfach nicht drin bei den Kaninchen …
    Wünsch dir viel Glück, daß das besser wird!

    Gruß,
    Markus

    • John Deere 1750 sagt:

      Kaninchen sind Substratselktierer, d.h. wenn die frei in einer Wiese romhoppeln fressen die zuerst den Klee und Wicken und all die anderen Ligiminusen und Kräuter bevor die an einem Grasstengel knappen. Nach der Heuernte bekommen meine reinen Ackerrotklee. Wichtig ist das der blüt. Blüt er nicht sind noch Stickstoffverbindungen in der Pflanze, die noch nicht vollständig in Zucker und Kohlenhdrate umgewandelt worden sind, die dann zu vergiftungs erscheinungen führen können.

      Gruß
      John Deere 1750

  20. Rübi sagt:

    Hallo Ralf,
    das verkürzte Ohr wurde bei der Geburt von der Mutter abgefresen.Das Kaninchen kann damit gut leben.Es wird sich ganz normal entwickeln.Hatte soetwas auch scho mal.An deiner Stelle wurde ich mir Boxen bauen und mal die gesunden oder toten Tiere von einem Tierarzt überprüfen lassen,um zu gucken ob du keine Seuch unter den Kaninchen hast.

  21. lilaLöffelohr sagt:

    Hallo,
    Ich fange meinen wahrscheinlich längeren Kommentar mal so an: gerade ich als erfahrener KaninchenZÜCHTER kann sagen :
    1. ein Kaninchen kann überall drüber springen
    Und 2. ein kleines Kaninchen kann überall hindurch kriechen.
    Heißt:alle Löcher im Stall mit einem Durchmesser größer als vier Zentimeter müssen konsequent und FEST abgedichtet sei und ein Rammler muss von heißen Häsinnen immer abgeschirmt sein (soweit man keine Jungtiere möchte) durch
    1.eine lückenlos abgedeckte Laufbucht ( zB durch Draht ) oder
    2. eine eigene Bucht ( nach allen Seiten abgeschlossene Box und die Größenmindestmaße erfüllend) oder
    3. eine Bucht im Freiland ( s.o., beste Möglichkeit da Frischluft zu optimaler Vitalität
    führt.
    Mit dem plötzlichen Sterben ist es eine andere und traurigere Angelegenheit , die viele Gründe haben kann. Bei säugenden Häsinnen kann es passieren , dass sie aufgrund von Überlastung plötzlich innerhalb von ein bis zwei Tagen tot gehen. Bei Jungtiern ist es anders da reicht schonmal eine kleine schimmelige Stelle im Heu oder Stroh was zu verdauungsproblemen oder schließlich bei so kleinen Tieren auch zum Tod führen kann. Prinzipiell kann auch zu vieles gutes Futter Probleme im empfindlichsten Organ des Kaninchens , der Verdaaung, verursachen. Das heißt: wenn man zweimal täglich füttert muss das Futter drei Stunden vor jedem füttern alle sein (dies gilt nicht für Stroh und Heu). Gegen verdauungsprobleme kann Petersilie hilfreich sein. Ich baue schon seit Jahren im garten Petersilie in größeren Mengen für die Kaninchen an (Petersilie kann für den Winter auch gut getrocknet werden). Aber Achtung keinen Häsinnen Petersilie geben , die bald werfen sollen: Petersilie ist wehenfördernd und kann Frühgeburten verursachen. So ich würde zusätzlich behaupten, dass dein wöchentliches ausmisten bei so großen laufbuchten nicht unbedingt notwendig ist, aber ok.
    So ich hoffe ich konnte hilfreich sein.
    Gruß Karl

  22. Biogärtner sagt:

    Hallo Ralf.

    Man merkt dir an, dass dir die Sache doch sehr nahe geht. Man steckt da viel Energie und Liebe rein und dann das.
    Lass dich nicht zu sehr runterziehen. Wahrscheinlich gehören Rückschläge einfach dazu.Und sonst klappts bei dir ja echt gut! :)

    Lg Biogärtner

  23. Thomas sagt:

    Hallo rrhase,

    in Deiner Erkenntnis kann ich Dich nur bestärken. Wir hatten auch jahrelang “Bodenhaltung” gemacht, dazu hatten wir alte Schweinebuchten umgebaut. Wir waren der Meinung, dass diese Art der Haltung einer artgerechten Haltung am nächsten kommt. Leider hatten wir mit ähnlichen Verlusten zu kämpfen, hinzu kam noch ein kaum zu lösendes Problem mit Ratten und/oder Mäusen, die das bodennahe Futter richtig Klasse fanden. Seit ca. 3 Jahren haben wir Kaninchenboxen gebaut (großzügig), bei denen man, je nach Bedarf die Zwischenwände entfernen kann, um so noch mehr Platz zur Verfügung zu stellen. In den 3 Jahren hatten wir zwei Verluste gehabt. Da ich Deinen Blog regelmäßig verfolge, weiß ich, dass Du ganz gut mit einer Säge und co. umgehen kannst, sollte also für Dich ein Klacks sein.

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