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Von Hobbygaertnern und vom Klimawandel

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Reichen eigentlich die Fressfeinde, die wir per se schon haben, nicht aus? Bohnenlaeuse, Kohlweissling, Moehrenfliege, Wuehlmaeuse und was weiss ich noch alles. Wir haben doch nun wirklich genug davon. Ich jedenfalls muss nicht unbedingt mehr davon haben. Bin so schon beschaeftigt genug damit, diese unter Kontrolle zu halten. Jetzt aber noch Buchsbaumzuensler und Citrusbockkaefer? Was in Gottes Namen ist ein Citrusbockkaefer? Ich kann auch keine Beifuss Ambrosie gebrauchen. Quecken reichen mir voll und ganz. Oder ist das vielleicht auch ein Tier. :)

Was so alles in der Zeitung steht!

Letztens fiel mir ein Artikel aus der Tageszeitung “Die Glocke” in die Haende. Die hat ihr Verbreitungsgebiet irgendwo auf der falschen Rheinseite, so in der Ecke Muensterland (Heimat meiner Frau). Dort gab es den ersten Teil einer Artikelserie, die sich damit befasst, wie Hobbygaertner mit dem Klimawandel umgehen sollten. Jetzt hat also der Klimawandel auch schon uns Hobbygaertner erreicht. Ich hab’s geahnt. Ich sehe dunkle Wolken heraufziehen, oder sollte ich besser sagen Sandstuerme.

Ich fand’s einfach nur lustig

Ein paar Zahlen und Fakten (oder auch nicht :) ) gab es auch direkt mit dazu. Um die Mitte des Jahrhunderts soll es in NRW rund 1,9 Grad waermer sein als in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts. 5 Prozent mehr Niederschlaege soll es geben, wobei sich diese uebers Jahr ungleicher verteilen. Mehr Regen, auch mit extremeren Auswirkungen im Winter, dafuer aber im Sommer weniger. Waermere Winter, weniger Schnee und Eis, dafuer aber laengere Sommer mit laengeren Vegetationsperioden. Der Grundwasserspiegel soll sinken, und die Gefahr von Waldbraenden soll steigen. Wann gab es eigentlich den letzten Waldbrand in Deutschland?

Jetzt koennten Sie sich fragen, warum ich darueber schreibe? Sind doch alles Fakten, die nicht zum ersten Mal in der Zeitung stehen. Hat jeder schon mal gehoert. Ob er nun dran glaubt oder nicht. Aber nicht in Verbindung mit der Hobbygaertnerei! Ich fand es einfach nur lustig, dass eine Zeitung eine Serie bringt, die sich mit dem Thema befasst, wie sich Hobbygaertner auf den Klimawandel vorbereiten sollten. Als wuerden wir nicht schon genug schlechte Nachrichten in der Zeitung lesen.

Die gute Nachricht zuerst. Sie muessen Ihre Apfelbaeume noch nicht gegen Dattelpalmen austauschen. Sie haben noch ein paar Jahre Zeit, bis Citrusbockkaefer und andere Fressfeinde aus dem Herzen Afrikas ueber Ihre Kartoffeln herfallen. Aber vielleicht keine Hochstammobstbaeume mehr pflanzen. Bis die die ersten Fruechte tragen, ist der Wasserpreis bestimmt in Hoehen gestiegen, dass Ihnen jeder Apfel vor Schreck  im Munde stecken bleiben wird.

Ueber was die Zeitungen so alles schreiben!

Ach so, dieser Artikel ist der Kategorie “Humor” zugeordnet. Weder mache ich mich hier ueber die Klimaerwaermung lustig, noch betreibe ich Panikmache. Ich fand es einfach nur lustig, was man so in der Zeitung lesen kann. Schade, ich haette gerne die weiteren Arikel der Serie gelesen. Vielleicht haette ich da den ein oder anderen Tipp finden koennen. In dem ersten Artikel stand naemlich geschrieben, dass ein Garten so oder so alle 15 bis 20 Jahre neu gestaltet werden sollte. Dann haette ich mich schon mal um die Planung meiner Orangen und Zitronenplantage kuemmern koennen.

Oder noch besser, ich pflanze schnell noch ein paar Baeume und halte den Klimawandel ein wenig auf. Muss doch mal nachsehen, wo ich noch eine Esskastanie unterbringen kann. Oder vielleicht einen Durianbaum. Die lassen sich leichter essen.

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5 comments on “Von Hobbygaertnern und vom Klimawandel
  1. Lieber Ralf, liebe Community,

    wie es Harm schon beschrieben hat ist der globale Pflanzenhandel für die Einfuhr von diversen Schädlingen verantwortlich. Was mit Kolumbus und dem Regenwurm in Amerika begann, geht hier nun mit zum Beispiel durch die Chinesen und dem Buchsbaumzünsler weiter. Interessanter Weise hat es auch der erste natürliche Feind von diesem Schädling nach Europa geschafft, die “Vespa Velutina”. Nur eine Frage der Zeit bis diese auch fester Bestandteil der deutschen Flora und Fauna ist…
    und welche Folgen der weitere Pflanzenhandel hat – denn billig ist nicht unbedingt gut.

    Selbstversorgung ist eine schöne Alternative zum Supermakt, uns gefallen deine Videos zum Thema Schnaps brennen sehr gut :)

    Viel Spaß und Erfolg weiterhin,
    Markus

  2. Harm sagt:

    Hallo Ralf!

    Der Buchsbaumzünsler ist ein Falter und wurde wie der Zitrusbockkäfer aus Ostasien
    eingeschleppt. Die beiden sind, wie auch andere Arten, durch den globalen Handel
    zu uns gekommen. Als Baumschädling ist Zitrusbockkäfer (Bild findet man bei
    Wikipedia) meldepflichtig. Also haben beide Arten nichts mit Klimawandel zu tun.
    Aber es ist nicht nur der Handel für die Verbreitung von Schädlingen verantwortlich, sondern auch Züchter und Wissenschaftler, von denen ja einige immer noch glauben,die ” eierlegende Wollmilchsau ” züchten zu können.

    EALA FREYA FRESENA

    Harm

  3. hanjo sagt:

    Na so ein Aerger… Nun habe ich doch tatsächlich vor drei Wochen mit meinen beiden kleinen Töchtern 9 neue Apfelbäume gepflanzt. Alles Hochstämme und uralte Sorten, wie zum Beispiel Finkenwerder Herbstprinz, oder Jacob Lebel… Dann kann ich nur hoffen, dass es sich bewahrheitet und mein geliebtes Mecklenburg dem Rest der Welt (wie immer behauptet) so ca. 50 Jahre hinterher hinkt und meine Mädels und ich als Opa noch was von den Aepfeln ernten können, während ihr alle anderen schon die Bananenstauden mit der Machete abschlagt… :-) in diesem Sinne, viele Grüße!!

  4. schredder83 sagt:

    hallo ralf,
    tja die Zeitungen wissen auch manchmal nicht was sie schreiben sollen.
    Waldbrände gibt es jedes jahr in Deutschland besonders in Brandenburg und in MäcPom. Da wird es aufgrund des klimawandels auch so trocken, dass da verhältnisse wie in der ungarischen steppe herrschen werden. Wogegen im Rheinland oder im Bergischen land rund um Solingen beispielsweise es zwar auch wärmer wird aber auch der regen zunimmt.
    Ergo was in Amerika rauf einem ganzen Kontinent verteilt passiert (Wüste, Sumpf, regen,…) haben wir hier bald im kleinformat in Deutschland zugespitzt gesagt.
    Ach ja was ich dazu noch sagen will ist, nicht in erster linie haben wir durch die klimaveränderung andere Verhältnisse für Pflanzen und damit auch andere Pflanzenarten und deren schädlinge (In Baden Baden kommt mittlerweile sporadisch Malaria vor); Sondern vielmehr sollten wir uns mit den aktuellenproblemen der Neophyten und neozoen beschäftigen. ich nehme dazu mal kurz bezug zur Quecke aus deinem letzten beitrag: sei froh dass du nur Quecke hast. Die ist nicht soo schlimm wie manch andere.
    Nehmen wir beispielsweise den japanischen staudenknöterich. Der ist so hartnäckig, dass bislang noch keine effektive großflächig anwendbare herbizidfreie methode gefunden wurde um den dauerhaft zu entfernen. Hier beispielsweise wird darüber debbatiert:
    http://www.haus-forum.ch/rasen-pflanzen
    -hecken-sichtschtz/12957-hilfe-japanischer
    -knoeterich-waechst-vom-nachbar-zu-uns.html

    Oder anderes Beispiel indisches Springkraut. Und das alles blos weil sich irgendwer gedacht hat diese pflanzen importieren zu müssen.
    gehen wir zu den neozoen: du kennst doch den Marienkäfer? Ja mein lieber nur der mit den 5 Punkten ist der echte europäische. Die anderen sind alle chinesen… (auch hier nehmen die überhand…. kleiner Spaß am rande… der geneigte leser möge mir verzeihen ;-) ) Im guten glauben von Gartencentern als biologische schädlingsbekämpfer verkauft. Und was machen die? vermehren sich schneller als der europäische und fressen alles… Und weil sie am ende des Jahres so zahlreich sind, gibt es meist viele mairenkäfer und kaum andere insekten. gerne überwintern die in fensterritzen oder ähnlichem, guck mal nach… :-)

    Naja also was ich sagenwill. erst kam die globalisierung und da einhergehend neue sorten und jetzt der Klimawandel… Das bedingt dann wieder neue Umfelder. Die sache ist ja auch die, je mehr sich ein Umfeld von anderen abschottet um so spezialisierter wird es in sich und resistenzen gegenüber dann unwahrscheinlich werdenden schädlichen Umwelteinflüssen beginnensich abzubauen, weil auch diese energie kosten und diese dann lieber in den konkurrenzkampf der Arten untereinander investiert wird.

    Soo viel mit meinem kleinen klugsch.. für heute,
    Beste Grüße, schredder

  5. Michael Weyhers sagt:

    .. da ich ja erst nach einem Garteb suche, sind diese Tips für mich sehr interessant !
    Werde auf jeden Fall mal zum Thema Dattelpalmen und Zitrusfrüchte im Schrebergarten recherchieren. Auf Sandstürme kann ich mich dann gleich mit vorbereiten .. :)

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