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Von Haselnuessen, deren Bohrern und vom “Auf den Stock setzen”

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Was bin ich froh, dass es andere Gartenblogger gibt, die viel mehr Ahnung von der Materie haben als ich. Schon so einiges an Wissen, so einige Anregungen und so einige Verbesserungen habe ich schon bei anderen nachgelesen und dann selbst in die Tat umgesetzt. Wie zum Beispiel dieser Tage wieder.

Schon seit wir hier wohnen wundere ich mich, warum die beiden recht grossen Haselnussstraeucher im Garten, beide Zuchthaselnuesse verschiedener Sorten, so gut wie keine verwertbaren Haselnuesse hervorbringen. Eigentlich sollten daran viel groessere Nuesse wachsen, als an den wilden Haselnussstraechern, die hier ueberall in der Landschaft herumstehen. Aber nichts dergleichen! Wenn ich denn ueberhaupt mal eine Nuss finde (und die kann ich an zwei Haenden abzaehlen), dann ist sie kaum groesser als ihre wilden Artgenossen. Zu allem Ueberfluss enthalten sie zu 90 Prozent dann auch noch keine Nuss. Diese ist, wenn ich sie finde, schon lange vorher von einem netten Gartenmitbewohner verspeist worden. Uebeltaeter duerfte wohl der Haselnussbohrer sein. Das ist deprimierend.

Andere Gartenblogger haben da mehr Glueck.

Heiner z.B. hat im letzten Jahr recht viele Nuesse geerntet. Allerdings nicht von einem eigenen Haselstrauch, sondern an einer Stelle geerntet, an der der Haselnussbohrer sich noch nicht so breit gemacht hat. Oder sind auch diese Tierchen waehlerisch und suchen sich mit Vorliebe die grossen fetten Zuchthaselnuesse aus? Uebrigens hat sich Heiner auch Gedanken darueber gemacht, wie man diesen netten Gesellen Herr werden kann. Das Ergebnis ist allerdings ernuechternd ausgefallen. Machen kann man da naemlich herzlich wenig. Ausser vielleicht die Huehner, wie bei Kirschbaeumen auch, unter den Straeuchern scharren und die Kaefer verspeisen zu lassen.

Wie so ein Haselnussbohrer aussehen koennte, ist in diesem Film zu sehen.

Jedenfalls ist an diesen beiden Straechern nicht viel zu holen. Das liegt aber auch zum Teil daran, dass kaum Nuesse wachsen. Es sind ziemlich grosse Straeucher, die aber wohl noch nicht gehoert haben, dass ich auch mal gerne eine Nuss esse. Woran mag das liegen?

hecke-auf-den-stock-setzenDann hoffe ich mal, wir werden doch irgendwann Haselnuesse ernten.

Dann habe ich vor einiger Zeit einen Beitrag ueber das “Auf den Stock setzten” von Heckenstraeuchern bei den Kollegen von “Gartenjahren” gelesen. Hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie was von gehoert. Wenn ueberhaupt, dann habe ich mich darueber gewundert, warum die Gemeinden zuweilen Hecken bis fast an die Erde heran abschneiden. Konnte ich mir nie einen Reim draus machen.

Die Kollegen schreiben naemlich, dass Gehoelze, die auf diese Art “verjuengt” werden, wieder mehr Fruechte ansetzen wuerden. Das koennte doch eine Loesung fuer unsere Haselnussstraeucher sein. Einzelne Staemme hatten schon gut 10 Zentimeter Durchmesser, waren geschaetzte sechs Meter hoch und hatten im Sommer ein so dichtes Blattwerk, dass junge Triebe ueberhaupt keine Chance hatten, nennenswert Licht zu ergattern.

So hat die Kettensaege endlich mal wieder was zu tun bekommen. Allerdings habe ich nicht die kompletten Straeucher “auf den Stock gesetzt”, sondern nur die dicken Staemme herausgeschnitten, so dass nur noch pro Pflanze vier bis fuenf junge Triebe uebrig waren, kaum dicker als ein Daumen. Ob das nun hilft sei dahin gestellt. Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Es kann naemlich nur besser werden.

Ich weiss aber, wer sich in den naechsten Wochen ganz besonders freut: Das sind die uebriggebliebenen Kaninchen. Die nagen naemlich fuer ihr Leben gerne an Haselnussaesten. Wenn die Temperaturen mal wieder ein ertraegliches Mass erreicht haben, werden die Aeste zerschnitten und an die Kanichen verfuettert. So haben wenigstens die was von unseren Haselnussen.

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Veröffentlicht unter Dies und Das, Ernte, Im Internet gefunden, Neues Haus, Obstanbau, Schaedlinge, Tierhaltung, Ungeklaerte Fragen Getagged mit: , , , ,
11 comments on “Von Haselnuessen, deren Bohrern und vom “Auf den Stock setzen”
  1. helmut sagt:

    Wir haben eine alte und sehr hohe haselnusshecke, die im sommer perfekten sichtschutz bietet. Die Nussernte war immer kläglich. Das pflanzenschutzamt empfahl mir: Im frühjahr abräumen der laubdecke, düngen mit kalkstickstoff und oberfläöchliche grubbern,um die im boden überwinternden bohrer zu ärgern. Nach fast 15 jahren habe ich voriges jahr aus der 20 m langen hecke fastr 25 kg nüsse geerntet, mit sehr wenigen tauben nüssen. Ich esse täglich davon, und sie werden bei der nächsten ernte noch nicht alle sein. Jedes jahr schneide ich aus jedem busch den ältesten ast heraus, zur verjüngung. Ableger aus stecklingen geht auch sehr gut.

  2. eva sagt:

    danke fürs Aufnehmen in die Liste! Du stehst natürlich auch in meiner, bin froh, dass ich den Blog entdeckt habe :)
    Die wilden Haselnüsse sind bei uns wenigstens gut gefüllt. Mir ist aber aufgefallen, dass man die, die noch in diesem grünen Nest festhängen, gar nicht nehmen braucht. Die sind immer leer.
    Lieben Gruß, Eva

  3. Jörg aus HH sagt:

    Hallo zusammen,
    die Knicks im Norden sind durch Streitigkeiten über Grenzsteinversetzung entstanden. Die aufgeschütteten und bepflanzten “Knicks” konnten nicht über Nacht wie ein Grenzstein versetzt werden. Damit die Felder und Wiesen weiter nutzbar blieben wurden alle paar Jahre auf den Stock gesetzt. Alle weiteren Vorteile die sich daraus ergeben haben die Bauern sich zu Nutze gemacht.
    Gruß Jörg aus HH

  4. Carsten sagt:

    Hi,

    ich habe auch 2 Haselnüsse im Garten…. da hängt oft was drauf aber davon kriegen wir nichts ab. Bei uns gibt es 2 freche Eichhörnchen die da rumturnen und uns mit Haselnusschalen bewerfen :-) Die Viecher sind überhaupt nicht scheu und rennen und über die Füße. Weil sie so goldig sind, gönne ich ihnen die Nüsse.

    • admin sagt:

      Hallo Carsten

      Leben und leben lassen. Auch die netten Tierchen wollen ueberleben. Es gibt andere Sachen, bei denen es viel schlimmer waere, sie an Tiere zu verlieren.

      Gruss RR

  5. Klaus sagt:

    Hallo Ralf
    Ein ganz großes Lob und Respekt an dich und deiner Familie. Das du (ihr) so ein intensives Garten und Blog leben führt. Ich war schon öfter auf dein Blog, habe sonst nie. Ein Kommentar ab gegeben außer in den vergangenen Tage. Gesten habe ich mich an dein Blog festgesessen von Morgens 10uhr30 bis in die Nacht 3uhr15, Filme angesehen,Gelesen von Kleingarten und und.Und ich maß sagen,ich sitze ab heute in dein Fanblock.Heute bin ich wieder auf deine Seite und wieder gibt es neues zu entdecken Haselnussbraun du hast Probleme mit den Bohrer, ich auch noch mit Eichhörnchen, außer Lehre schale gibt es bei uns nichts.
    LG.Klaus

    • admin sagt:

      Hallo Klaus

      Ich feue mich immer zu hoeren, wenn jemand mein Geschreibsel liest, Aber 17 Stunden am Stueck? Au weia, davon habe ich noch nie gehoert. ;)

      Aber jetzt wird es ja weniger. Musst also keinen Lesemarathon mehr machen. Aber stimmt schon, Ich schreibe viel und verbringe viel Zeit am Rechner. Vor allem im Winter. Im Sommer werde ich dann mit der Schreiberei nicht mehr nachkommen.

      Gruss RR

  6. eva sagt:

    Danke für den Tipp. Wir haben letztes Jahr ein Haus mit Garten inkl. Haselnusssträuchern gemietet. Im alten Komposthaufen fanden wir riesige Halenüsse (2 – 3 cm – keine Übertreibung). Auf den Sträuchern im Herbst: Keine einzige.
    Wir konnten uns an den wilden Haselnusssträuchern in der Umgebung schadlos halten. Die haben aber halt viel kleinere Früchte. Schaun wir einmal, ob zurückgeschnittene wieder tragen.
    Liebe Grüße,
    Eva

    • admin sagt:

      Hallo Eva

      Ich wuerde mich genau wie ihr schon freuen, ueberhaupt einmal eine Haselnuss ernten zu koennen. Die wilden Haselnuesse haben wir gesammelt, macht aber nicht wirklich Spass, die Nuesse rauszuholen. Ausserdem waren auch bei den wilden Nuessen mehr als die Haelfte der Schalen im letzten jahr leer. Ohne dass eine Larve drin war. Ich nehme an, die waren gar nicht erst befruchtet.
      Habe uebrigens euren Blog in meine Linklisgte aufgenommen.

      Gruss RR

  7. Fjonka sagt:

    Das “auf den Stock setzen” wird allerdings – zumindest bei uns hier im Norden- aus anderen Gründen und nicht nur mit Fruchtträgern gemacht:
    Die Knicks (das sind die “Hecken”, die regelmäßig auf den Stock gesetzt werden – meisdt auf einem Erdwall angelegt, und früher wurden sie halt wirklich geknickt anstatt abgesägt, d.h. alle 7 Jahre etwa die Äste angesägt und runtergeknickt) dienten als Schutz gegen Erosion und kalte Winde, die es hier oben im Norden viel gibt und die die Ernte schlechter werden liessen. Diesen Schutz bietet aber nur, was unten dicht ist und oben nicht zu doll beschattet- daher das “knicken” oder auf den Stock setzen.
    Grüsse
    Fjonka
    P.S. fast fertig schrieben und dann erst den link angeklickt und gesehen, daß das da steht. Jetzt schick ichs trotzdem ab- sooo viel Getippsel für nix, nee!! *g*

    • admin sagt:

      Hallo Fjonka

      Liegengelassen sehe ich hier bei uns kaum etwas. Die Gemeinden wollen ja auch nichts ernten. Ob es wirklich hilft, wir werden sehen.

      Gruss RR

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